Cloud-Kosten in Euro beruhen bei AWS, Azure und Google Cloud fast immer auf USD-Preisen, die der Provider nach eigener Regel in die Rechnungswährung umrechnet: Azure im Microsoft Customer Agreement mit einem Wechselkurs aus den letzten Tagen des Vormonats, Google Cloud mit Kursen vom Monatsanfang, AWS bei der Rechnungsstellung, belegt durch die Rechnung. Für einen belastbaren Euro-Bericht brauchen Sie deshalb eine eigene Kursrichtlinie, die festlegt, welche Quelle und welcher Stichtag gelten und wie Währungseffekte im Monatsvergleich vom Verbrauch getrennt werden. Dieser Leitfaden zeigt, was die Exporte enthalten, wie Sie zwischen Rechnungskurs, EZB-Referenzkurs und Budgetkurs wählen, und endet mit einer Richtlinienvorlage.

Drei Währungen, drei Aufgaben

Beginnen Sie nicht mit der Umrechnung, sondern mit der Rolle jeder Währung:

RolleWas sie beantwortetTypischer Beleg
PreiswährungIn welcher Währung ist der Tarif oder Vertrag definiert?Preisliste, Preisblatt, pricing_currency, PricingCurrency
RechnungswährungIn welcher Währung stellt der Provider in Rechnung?Rechnung, line_item_currency_code, BillingCurrency, currency
BerichtswährungIn welcher Währung steuert das Unternehmen Budget und Ergebnis?Interne Richtlinie, Konzernvorgabe

Die Rollen können zusammenfallen, müssen es aber nicht. Jeder Geldbetrag braucht deshalb zwei Angaben, Betrag und Währung, und ein umgerechneter Betrag zusätzlich Quelle, Methode und Kursdatum.

Regel und Kurs des Providers: Azure MCA vor dem Monat,Google zum Monatsbeginn, AWS bei RechnungsstellungQuelle und Datum Ihrer Richtlinie, etwa EZB-Referenzkurse;nie zweimal für einen Betrag, der schon in EUR istPreiswährung: definiert Tarif oder Vertrag(Preisliste, pricing_currency, PricingCurrency)Rechnungswährung: was der Provider berechnet hat(Rechnung, line_item_currency_code, BillingCurrency, currency)Berichtswährung: Budget und Ergebnis(interne Richtlinie, Konzernvorgabe)
Drei Währungen, zwei Umrechnungen: Der Anbieter rechnet nach eigener Regel und eigenem Kurs von der Preis- in die Rechnungswährung, Ihre Richtlinie in die Berichtswährung, und ein Betrag, der schon in Euro ist, wird nie ein zweites Mal umgerechnet

Wie AWS, Azure und Google Cloud den Kurs festlegen

AWS

AWS rechnet standardmäßig in USD ab. Die Zahlungswährung stellen Sie in der Billing-Konsole unter Payment preferences ein; bei mehreren Rechnungsstellern (Seller of Record) legen Payment Profiles die Währung je Rechnungssteller fest. Amazon Web Services EMEA SARL unterstützt unter anderem EUR, GBP und CHF. Die Bills-Seite zeigt Summen in USD und, wenn Rechnungen in einer anderen Währung ausgestellt werden, zusätzlich den Betrag in dieser Währung. Beleg für den angewendeten Kurs ist die Rechnung.

Für Marketplace-Rechnungen in USD dokumentiert AWS die Methode genauer: Bloomberg-Tageskurse zum Rechnungszeitpunkt, bei konsolidierten Pay-as-you-go-Rechnungen der Kurs des letzten Monatstags, und der Kurs steht auf jeder Rechnung. Private Offers in EUR oder GBP werden direkt in der Angebotswährung fakturiert. In der konsolidierten Tagesabrechnung von AWS Europe für Kunden mit Zahlung auf Rechnung verwenden Gutschriften dieselbe Währung und denselben Wechselkurs wie die ursprüngliche Rechnung.

Azure

Im Microsoft Customer Agreement (MCA) sind Azure-Preise weltweit in USD festgelegt. Die Rechnungswährung folgt der Rechtsadresse: Deutschland und Österreich EUR, Schweiz CHF, Vereinigtes Königreich GBP. Microsoft verwendet London-Schlusskurse, die an den zwei Geschäftstagen vor dem letzten Geschäftstag des Vormonats erfasst werden, und wendet diesen Kurs auf alle Käufe und den gesamten Verbrauch des Folgemonats an. Der Januarkurs steht auf der Januarrechnung, die Anfang Februar erscheint.

Im Enterprise Agreement (EA) wird in der vertraglich festgelegten Rechnungswährung abgerechnet; Wechselkurse fallen nach Microsoft nicht an, und das Feld für Kosten in Preiswährung fehlt im EA-Export. Ausnahme: Bei Spot-VMs ist die Preiswährung auch im EA USD.

Die Retail Prices API rechnet auf Wunsch in andere Währungen um, aber nach Microsofts eigener Aussage mit geschätzten Preisen zum aktuellen Kurs. Für die Rechnungsabstimmung taugt sie nicht.

Google Cloud

Google Cloud rechnet seine Preise von USD in die Währung eines Rechnungskontos in lokaler Währung um, mit Kursen, die von führenden Finanzinstituten veröffentlicht werden. Die Kurse werden zu Beginn jedes Monats festgelegt. Ein Rechnungskonto arbeitet in genau einer Währung, die sich nach dem Anlegen nicht mehr ändern lässt; für eine andere Währung brauchen Sie ein neues Rechnungskonto.

ProviderPreisbasisKurs steht festWo Sie ihn finden
AWSUSDMit der Rechnung; Marketplace: Bloomberg-Tageskurs zum RechnungszeitpunktRechnung, Bills-Seite
Azure MCAUSDVor Monatsbeginn, gültig für den ganzen MonatRechnung, ExchangeRatePricingToBilling im Export
Azure EAVertragswährungKein Wechselkurs, außer SpotPreisblatt
Google CloudUSDZu Beginn jedes Monatscurrency_conversion_rate im BigQuery-Export

Was die Kostenexporte enthalten

ExportRechnungswährungPreiswährungKurs und Richtung
AWS CUR 2.0line_item_currency_codepricing_currency mit pricing_public_on_demand_costKeine Kursspalte im Line-Item-Dictionary; Kurs von der Rechnung
Azure Kostendetails (MCA)BillingCurrency, CostInBillingCurrencyPricingCurrency, CostInPricingCurrency, zusätzlich costInUsdExchangeRatePricingToBilling multipliziert Preis- in Rechnungswährung; ExchangeRateDate
Google BigQuery-Exportcurrency, costUSDcurrency_conversion_rate = lokale Währung je USD; cost ÷ Kurs ergibt USD
FOCUSBillingCurrency muss der Rechnungswährung entsprechenPricingCurrency (seit FOCUS 1.2) mit PricingCurrencyEffectiveCostImplizit: EffectiveCost ÷ PricingCurrencyEffectiveCost

Prüfen Sie bei AWS zuerst line_item_currency_code. Steht dort USD, während die Rechnung in EUR kommt, existiert der Euro-Betrag nur auf der Rechnung, und Ihr Bericht braucht entweder deren Kurs oder Ihren eigenen Berichtskurs. Für Azure beschreibt Microsoft die Abstimmung ausdrücklich: EffectivePrice × Quantity ergibt die Kosten in Preiswährung, mal ExchangeRatePricingToBilling die Kosten in Rechnungswährung. Preisfelder wie EffectivePrice, UnitPrice und PayGPrice stehen im MCA in Preiswährung.

Zwei Abfragen zeigen, ob die Daten zu dieser Logik passen. Die erste prüft Azure MCA: Nach der dokumentierten Methode gilt je Monat und Währungspaar ein Kurs.

SELECT
  BillingPeriodStartDate,
  PricingCurrency,
  BillingCurrency,
  MIN(ExchangeRatePricingToBilling) AS rate_min,
  MAX(ExchangeRatePricingToBilling) AS rate_max,
  SUM(CostInPricingCurrency)        AS cost_pricing,
  SUM(CostInBillingCurrency)        AS cost_billing
FROM azure_cost_details
GROUP BY BillingPeriodStartDate, PricingCurrency, BillingCurrency
ORDER BY BillingPeriodStartDate;

Weichen rate_min und rate_max voneinander ab, sehen Sie sich die betroffenen Zeilen an, etwa Käufe oder Refunds mit Bezug auf eine frühere Rechnung, bevor Sie einen Monatskurs in die Kostenbrücke übernehmen. Die zweite Abfrage summiert FOCUS-Daten je Rechnungswährung, nie über Währungen hinweg:

SELECT
  BillingPeriodStart,
  BillingCurrency,
  SUM(BilledCost)    AS billed_cost,
  SUM(EffectiveCost) AS effective_cost
FROM focus_cost_and_usage
GROUP BY BillingPeriodStart, BillingCurrency
ORDER BY BillingPeriodStart, BillingCurrency;

Liefert sie mehr als eine Zeile je Monat, haben Sie gemischte Währungen und brauchen die Richtlinie unten. Welcher AWS-Export dafür geeignet ist, beschreibt AWS CUR 2.0 oder FOCUS; den Google-Export richten Sie nach Google-Cloud-Abrechnungsexport für Kostenberichte einrichten ein. Der Begriff FOCUS ist im Glossar erklärt.

Eine Berichtskurs-Richtlinie wählen

Ein Kurs passt nicht auf jede Frage. Die Richtlinie legt fest, welche Sicht wofür gilt:

KursansatzWas die Zahl zeigtStärkeSchwächePasst zu
Rechnungskurs des ProvidersWas tatsächlich fakturiert wurdeStimmt mit Rechnung und Zahlung übereinJe Provider andere Quelle und anderer Zeitpunkt; nur für die eigene RechnungswährungRechnungsprüfung, Kreditoren
EZB-MonatsdurchschnittDurchschnittskurs der NutzungsperiodeEine Quelle für alle Provider und Währungen; glättet TagesschwankungenSteht erst nach Monatsende fest; weicht vom Rechnungskurs abManagement-Reporting, Teamvergleiche
EZB-Kurs am MonatsendeKurs des letzten VeröffentlichungstagsNah an einer StichtagsbetrachtungEin einzelner TageswertAbgleich mit Abschlusslogik
EZB-TageskursKurs je NutzungstagGenaueste Zuordnung bei täglichen DatenSchwankt täglich; Tage ohne Veröffentlichung brauchen eine RegelTägliche Kostenanalyse
BudgetkursKosten zum fest geplanten KursTrennt Verbrauchs- von Kursabweichung im BudgetvergleichWeicht vom Ist ab; braucht eine eigene FX-ZeileBudget gegen Ist

Die EZB veröffentlicht ihre Euro-Referenzkurse in der Regel gegen 16 Uhr MEZ an jedem Arbeitstag außer an TARGET-Schließtagen, mit EUR als Basis, also Einheiten Fremdwährung je Euro. USD, GBP und CHF sind enthalten. Die EZB bezeichnet die Kurse als reine Informationswerte und rät ausdrücklich davon ab, sie für Transaktionen zu verwenden. Für eine konsistente interne Berichtsmethode eignen sie sich trotzdem; der Kurs des Providers oder Ihrer Bank sind sie nicht.

Von der Berichtsrichtlinie getrennt bleiben Steuer und Abschluss. Für die Umsatzsteuer schreibt § 16 Abs. 6 UStG die Umrechnung mit den vom Bundesministerium der Finanzen bekanntgegebenen monatlichen Durchschnittskursen vor; das Finanzamt kann den Tageskurs gestatten. Das betrifft etwa Reverse-Charge-Rechnungen in USD, die AWS- und Azure-Rechnungen: Reverse Charge richtig prüfen behandelt. Für den handelsrechtlichen Jahresabschluss sind auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umzurechnen. Welche Regel für Ihre Buchungen gilt, klären Finance und Steuerberatung.

Währungseffekte im Monatsvergleich: die Konstantwährungs-Sicht

Ein Monatsvergleich in Euro mischt zwei Ursachen: veränderten Verbrauch oder Preis und veränderte Kurse. Die Konstantwährungs-Sicht trennt sie, indem sie den aktuellen Monat zum Kurs des Vormonats oder zum Budgetkurs neu bewertet:

Betrag in Preiswährung, aktueller Monat:Azure CostInPricingCurrency, Google cost ÷currency_conversion_rate, AWS-Kostenzeilen in USDKonstantwährungsbetrag:× Kurs des Vormonats oder BudgetkursVerbrauchs- und Preiseffekt: Konstantwährungs-betrag − EUR-Betrag des VormonatsEUR-Betrag, aktueller Monat:die RechnungFX-Effekt: EUR-Betrag −Konstantwährungsbetrag
Die Konstantwährungs-Brücke: Der aktuelle Monat, zum Kurs des Vormonats neu bewertet, zerlegt die Euro-Veränderung in einen Verbrauchs- und Preiseffekt und einen FX-Effekt
Konstantwährung_aktuell = Betrag_Preiswährung_aktuell × Kurs_Vormonat
FX-Effekt               = Betrag_EUR_aktuell - Konstantwährung_aktuell
Verbrauch und Preis     = Konstantwährung_aktuell - Betrag_EUR_Vormonat

Die Daten dafür liegen je Provider unterschiedlich vor:

  • Azure MCA: CostInPricingCurrency ist der USD-Betrag, ExchangeRatePricingToBilling der Monatskurs. Der FX-Effekt ist CostInPricingCurrency des aktuellen Monats mal der Kursdifferenz zum Vormonat. Er steckt schon in der Euro-Rechnung, obwohl Sie selbst nichts umgerechnet haben.
  • Google Cloud: cost ÷ currency_conversion_rate ergibt den USD-Betrag; die Kursdifferenz zwischen zwei Rechnungsmonaten liefert den FX-Effekt auf dieselbe Weise.
  • AWS: Liegen die Kostenzeilen in USD vor, bewerten Sie sie mit Ihrem Berichtskurs. Bei einer EUR-Rechnung ergibt Rechnungsbetrag ÷ USD-Summe den impliziten Rechnungskurs des Monats.
  • Rechnungen in Vertragswährung wie im Azure EA haben keinen Provider-FX-Effekt; ein Effekt entsteht dort erst, wenn Sie in eine andere Berichtswährung umrechnen.

Für den Budgetvergleich gilt dasselbe mit dem Budgetkurs statt des Vormonatskurses. So bleibt eine Budgetüberschreitung durch einen schwächeren Euro als FX-Zeile sichtbar und wird nicht dem Team zugeschrieben, dessen Verbrauch unverändert blieb. Wie diese Brücke in das gemeinsame Monatsreview passt, zeigt Monatliches Cloud-Kostenreview; den Budgetkurs legen Sie bei der Planung fest, siehe Cloud-Budget 2027 planen.

GBP für britische Gesellschaften

Eine britische Tochter erhält Azure-MCA-Rechnungen in GBP, kann bei AWS Europe in GBP zahlen und führt bei Google Cloud ein Rechnungskonto in GBP. Behalten Sie die lokale GBP-Sicht neben der EUR-Konzernsicht: Beide sind richtig, sie beantworten verschiedene Fragen. Die Abstimmung muss vom Konzernwert über die Kursrichtlinie bis zum ursprünglich fakturierten GBP-Betrag zurückführen.

Für die britische Umsatzsteuer gelten eigene Kursregeln. HMRC verlangt Beträge in Pfund Sterling und nennt in VAT Notice 700, Abschnitt 7.6, den UK-Marktkurs (UK market selling rate) zum Leistungszeitpunkt, alternativ die für Zollzwecke veröffentlichten HMRC-Periodenkurse oder einen genehmigten anderen Kurs. Die Wahl stimmen Sie mit der britischen Steuerberatung ab. Was britische Gesellschaften darüber hinaus brauchen, beschreibt die Seite für UK-Unternehmen.

Gemischte Währungen nie still addieren

Eine Gruppe mit EUR, GBP und CHF braucht entweder eine freigegebene Umrechnung oder getrennte Summen je Währung. EUR + GBP + CHF ist keine Kennzahl. Ein fehlender Kurs darf auch nicht dazu führen, dass eine Gesellschaft oder ein Provider aus dem Bericht verschwindet. Ein belastbarer Report zeigt:

  • die EUR-Summe der tatsächlich umgerechneten Zeilen;
  • Ursprungsbeträge und Ursprungswährungen;
  • Methode, Quelle und Kurszeitraum;
  • nicht umgerechnete Beträge getrennt nach Währung;
  • den FX-Effekt getrennt von Verbrauch und Preis;
  • einen Hinweis, wenn Budget und Ist unterschiedliche Kursansätze verwenden.

Vorlage: Währungsrichtlinie für Cloud-Kosten

Währungsrichtlinie Cloud-Kosten, Version {n}, gültig ab {Datum}, freigegeben von {Name, Rolle}

1. Berichtswährung: EUR. Britische Gesellschaften zusätzlich lokal in GBP.
2. Belegebene: Betrag und Rechnungswährung jeder Kostenzeile bleiben unverändert.
3. Bereits in EUR fakturierte Beträge werden nicht erneut umgerechnet.
4. Kursquelle für Berichtsumrechnungen: EZB-Referenzkurse, Basis EUR,
   gespeichert als Einheiten Fremdwährung je EUR.
5. Methode im Monatsreport: {Monatsdurchschnitt | Monatsende | Tageskurs}.
   Tage ohne Veröffentlichung: letzter veröffentlichter Kurs.
6. Budget: Budgetkurs je Währung {Kurs}, festgelegt am {Datum}.
   Abweichungen aus dem Kurs erscheinen als eigene Zeile.
7. Monatsvergleich: Konstantwährungs-Sicht zum Vormonatskurs zusätzlich zum Ist.
8. Fehlende Kurse: Betrag bleibt in Ursprungswährung sichtbar und
   geht nicht in die EUR-Summe ein.
9. Rundung: erst in der Ausgabe, auf {n} Nachkommastellen.
10. Steuer und Abschluss: Umsatzsteuer und Bilanzbewertung folgen den
    Vorgaben von Finance und Steuerberatung, nicht dieser Richtlinie.
11. Änderungen: nur zum Monatsbeginn, mit Datum und Auswirkung im Report.

Häufige Fehler

  • Ein bereits in EUR fakturierter Azure-MCA-Betrag wird ein zweites Mal mit einem EZB-Kurs umgerechnet.
  • Die Rechnung wird mit umgerechneten Preisen aus der Azure Retail Prices API abgestimmt, die Microsoft selbst als Schätzung bezeichnet.
  • Kosten aus Google-Rechnungskonten in verschiedenen Währungen werden in einer Tabelle ohne Währungsspalte summiert.
  • Die USD-Schätzung eines offenen Monats auf der AWS-Bills-Seite wird als Euro-Betrag gelesen.
  • Budget zum Budgetkurs wird mit dem Ist zum Rechnungskurs verglichen, ohne FX-Zeile.
  • Die Kursrichtung wird vertauscht: Die EZB notiert Fremdwährung je Euro, currency_conversion_rate lokale Währung je USD, und ExchangeRatePricingToBilling rechnet Preis- in Rechnungswährung.
  • Der Kurs eines Monats wird auf Gutschriften angewendet, die sich auf eine frühere Rechnung beziehen.

Die Prüfung vor der Freigabe

Vor der Freigabe eines Monatsreports beantworten Engineering und Finance gemeinsam: Stimmen Rechnungswährung und Beträge mit den Rechnungen überein? Wurde ein Euro-Betrag doppelt umgerechnet? Nutzen Budget, Forecast und Ist denselben Kursansatz? Sind fehlende Kurse sichtbar? Ist jede wesentliche Abweichung als Verbrauchs-, Preis- oder Kurseffekt erklärt? Wie spät eintreffende Rechnungen und Gutschriften in den Abschluss gelangen, beschreibt Cloud-Kosten im Monatsabschluss; die Rechnungsseite in Euro behandelt AWS und Azure in EUR bezahlen und in EUR berichten.

Euro-Darstellung in Costfluent

In Costfluent behält jede Kostenzeile ihre Rechnungswährung; umgerechnet wird erst bei der Abfrage in die Darstellungswährung des Workspaces, standardmäßig Euro. Quelle sind die EZB-Referenzkurse, als Methode wählen Sie Monatsdurchschnitt oder Transaktionstag, wobei Tage ohne Veröffentlichung den letzten veröffentlichten Kurs übernehmen. Jede Zahl nennt Kurs, Quelle und Methode. Fehlt ein Kurs, erscheint der Betrag als nicht umgerechnet, statt zu 1:1 in die Summe einzugehen. Ist die Umrechnung ausgeschaltet, zeigt ein Bericht mit mehreren Währungen eine Summe je Währung und keine Gesamtsumme. Einen eigenen Budgetkurs hinterlegen Sie dort nicht; die Kursquelle ist ausschließlich die EZB. Mehr dazu auf der Seite für Finance.

Quellen und Methode

Geprüft am 10. Oktober 2026: AWS CUR 2.0: Line-Item-Spalten, CUR 2.0: Pricing-Spalten, Zahlungseinstellungen und Zahlungswährung, Rechnungen und Bills-Seite, Konsolidierte Abrechnung bei AWS EMEA und Marketplace: Währungen und Kurse; Microsoft MCA: Preis- und Rechnungswährung, Wechselkurs, EA-Preise und Währung und Felder der Kostendetails; Google Cloud Währungen für Rechnungskonten und Standard-Usage-Export; FinOps Foundation FOCUS 1.4: Billing Currency und Pricing Currency; EZB-Euro-Referenzkurse; § 16 UStG; § 256a HGB; HMRC VAT Notice 700. Die Tabellen, Formeln und die Richtlinienvorlage sind Costfluent-Empfehlungen für das Management-Reporting, keine Steuer-, Rechts- oder Bilanzierungsberatung.