CloudFront Preise bestehen aus einem Preis je GB, das die Edge-Standorte an Zuschauer ausliefern, gestaffelt nach Monatsvolumen und nach der Weltregion des Standorts, einem Preis je 10.000 HTTP- oder HTTPS-Anfragen, einem Preis je GB zurück zum Origin bei schreibenden Anfragen, und Zusatzpositionen für Origin Shield, CloudFront Functions, Lambda@Edge, Invalidierungen, Echtzeit-Logs und dedizierte Zertifikate; seit 2025 gibt es daneben Pauschaltarife mit festem Monatspreis. Auf der Rechnung dominiert bei fast jeder Distribution der Datentransfer an die Zuschauer, und die Anfragen werden erst bei vielen kleinen Objekten zur zweiten Zeile.

Preisdimensionen

CloudFront bepreist die Auslieferung, nicht die Distribution: Eine Distribution ohne Verkehr kostet nichts, und jede Position wächst mit dem, was die Edge-Standorte tatsächlich an Zuschauer senden. Die Preise unterscheiden sich nach der Weltregion des Edge-Standorts, der die Antwort ausliefert, nicht nach der Region des Origins, und jede Position trägt ihren eigenen Usage Type.

DimensionEinheitWas sie treibtOptional
Datentransfer an ZuschauerGB je Weltregion in sieben Stufen nach Monatsvolumen; das erste TB im Monat freiJedes Byte, das ein Edge-Standort an Zuschauer ausliefert, aus dem Cache oder vom OriginNein
Anfragenje 10.000, HTTPS teurer als HTTP, je Weltregion; die ersten 10 Millionen im Monat freiJede Anfrage eines Zuschauers, ob Cache-Treffer oder nichtNein
Datentransfer zum OriginGB je Weltregion für Antworten auf DELETE, OPTIONS, PATCH, POST und PUTSchreibende Anfragen und WebSocket-Verkehr zum OriginJa
Origin Shieldje 10.000 Anfragen, die den Shield durchlaufenEine zusätzliche Cache-Schicht in einer AWS-Region vor dem OriginJa
CloudFront Functionsje Million Ausführungen; die ersten 2 Millionen im Monat freiLeichte Funktionen an jedem Edge-StandortJa
Lambda@Edgeje Million Anfragen und je GB-Sekunde, zum dreifachen Lambda-SatzFunktionen in regionalen Edge-CachesJa (Lambda-Preise)
Invalidierungenje Pfad über 1.000 im MonatJeder ungültig gemachte Pfad; ein Platzhalter zählt als ein PfadJa
Echtzeit-Logs und Standard-Logsje Million Logzeilen an Kinesis Data Streams; Standard-Logs nach S3 ohne eigenen Preis, nach CloudWatch Logs je GBEingeschaltete Logs je DistributionJa
Dedizierte IP für eigenes ZertifikatMonat je ZertifikatNur, wo Clients ohne SNI bedient werden müssen; SNI-Zertifikate kosten nichtsJa
PauschaltarifMonat je Distribution: Free, Pro, Business, Premium mit Nutzungskontingenten und ohne NachberechnungDistributionen, die auf einen Tarif umgestellt sind; bündelt WAF, DDoS-Schutz, Route 53, Logs und Edge-FunktionenJa
Transfer vom Origin zu CloudFront0 aus S3, EC2, Load Balancern und allen AWS-DienstenJeder Cache-FehltrefferNein

Der Datentransfer an Zuschauer ist die Dimension, die den Preis einer Distribution ausmacht, und er ist in zwei Richtungen gestaffelt: Die Stufen senken den GB-Preis mit dem Monatsvolumen, und die Weltregion des Edge-Standorts setzt den Grundpreis, in Nordamerika und Europa am niedrigsten, in Südamerika, Indien und Australien deutlich höher. Die Price Class einer Distribution begrenzt, welche Standorte sie nutzt: Price Class 100 liefert nur aus den günstigsten Weltregionen, Nordamerika und Europa, Price Class 200 fügt Asien und weitere hinzu, Price Class All nutzt jeden Standort; wer eine niedrigere Klasse wählt, bedient Zuschauer in anderen Weltregionen aus Europa oder Nordamerika, mit mehr Latenz, aber zum dortigen Preis. Die Freimenge von 1 TB Datentransfer, 10 Millionen Anfragen und 2 Millionen CloudFront-Functions-Ausführungen im Monat läuft nicht ab.

Was CloudFront nicht berechnet, ist der Weg vom Origin zum Edge: Cache-Fehltreffer, die Objekte aus S3, von einer Instanz oder einem Load Balancer holen, erzeugen keinen Datentransfer, weder bei CloudFront noch beim Origin. Das ist der Grund, warum eine Distribution vor einem Bucket billiger ist als der Bucket allein, selbst ohne Cache-Treffer: Der Transfer, den S3 ins Internet mit 0,09 USD je GB berechnet, wird durch den Transfer von CloudFront mit 0,085 USD je GB ersetzt, und jeder Cache-Treffer entlastet dazu die Anfragen am Origin. Origin Shield fügt eine Cache-Schicht in einer AWS-Region hinzu, die alle Edge-Standorte teilen, und kostet je 10.000 Anfragen, die sie durchlaufen; sie lohnt sich, wenn der Origin die Anfragen teuer berechnet oder viele Standorte dasselbe Objekt holen.

Seit November 2025 bietet AWS Pauschaltarife je Distribution an: Free zu 0 USD, Pro zu 15 USD, Business zu 200 USD und Premium zu 1.000 USD im Monat, jeweils mit veröffentlichten Nutzungskontingenten und ohne Nachberechnung bei Überschreitung; ein Tarif bündelt CloudFront, AWS WAF und DDoS-Schutz, Route 53, CloudWatch-Logs-Aufnahme, Edge-Funktionen und S3-Guthaben in einen Monatspreis. AWS sagt zu, dass eine erste Spitze bis zum Dreifachen des Kontingents im Monat getragen wird und erst dauerhafte Überschreitung zu einer Anpassung führt. Für eine Distribution mit gleichmäßigem Verkehr ist der Tarif eine Rechnung gegen die Summe aus Transfer, Anfragen und WAF-Gebühren; für eine mit seltenen Spitzen ist er eine Versicherung.

So erscheint es in den Abrechnungsdaten

Im Cost and Usage Report tragen die Zeilen den Produktcode AmazonCloudFront und lineItem/ResourceId den ARN der Distribution, und der Usage Type trägt als Präfix nicht eine AWS-Region, sondern die Weltregion des Edge-Standorts: EU für Europa, US für Nordamerika, AP für Asien, JP für Japan, SA für Südamerika. Der Datentransfer an Zuschauer steht als EU-DataTransfer-Out-Bytes, mit den Stufen als getrennten Zeilen und aufgeteilt in EU-Out-Bytes-HTTPS-Static und EU-Out-Bytes-HTTPS-Dynamic je nach Cache-Dauer über oder unter einer Stunde, der Transfer zum Origin als EU-DataTransfer-Out-OBytes, die Anfragen als EU-Requests-Tier1 für HTTP und EU-Requests-Tier2-HTTPS für HTTPS, schreibende Anfragen als EU-Requests-HTTPS-Proxy. Origin Shield steht mit dem Code der AWS-Region des Shields als EUC1-Requests-OriginShield, CloudFront Functions als Executions-CloudFrontFunctions, Invalidierungen als Invalidations, Lambda@Edge als EU-Lambda-Edge-Request und EU-Lambda-Edge-GB-Second unter dem Regionscode des ausführenden Caches, Echtzeit-Logs als RealTimeLog-KinesisDataStream, das dedizierte Zertifikat als SSL-Cert-Custom. Die Freimenge steht als Global-DataTransfer-Out-Bytes und Global-Requests-Tier1 zu 0 und zieht sich über alle Weltregionen.

Was der Report je Distribution liefert, ist das Volumen je Weltregion und je Anfragetyp; was er nicht liefert, ist die Cache-Trefferquote und damit die Frage, ob der Origin entlastet wird. Die zeigen die CloudWatch-Metriken Requests, BytesDownloaded und CacheHitRate je Distribution und die Standard-Logs je Anfrage. Der Transfer vom Origin steht beim Origin als EUC1-CloudFront-Out-Bytes zu 0, sodass eine Distribution vor einem Bucket die S3-Zeile DataTransfer-Out-Bytes sinken und die CloudFront-Zeile steigen lässt; die Methode für beide Zeilen beschreibt Datentransfer-Preise. Den Aufbau des Reports beschreibt der AWS Cost and Usage Report. Im FOCUS-Export trägt ServiceName Amazon CloudFront und x_ServiceCode AmazonCloudFront; Transfer, Anfragen und Funktionen sind ChargeCategory Usage, und die Weltregion steht nur in x_UsageType, nicht in RegionId (FOCUS-Spalten).

Transfer zu CloudFrontzu nullEine DistributionAmazonCloudFront: Transfer zuBetrachtern und Anfragen je Welt-region der Edge, EU, US, AP,mit den Stufen als ZeilenDer Ursprung: ein Bucketoder ein Load BalancerNicht im Report: die Cache-Trefferquote;CloudWatch und die Standard-Logszeigen, ob der Ursprungentlastet wird
CloudFront rechnet je Weltregion der Edge ab, der Transfer vom Ursprung dorthin ist frei, und ob der Cache den Ursprung entlastet, zeigen nur die Metriken

Stellhebel

Konfiguration: Die Cache-Dauer ist der erste Hebel, nicht für den Transfer, der je ausgeliefertem GB anfällt, ob aus dem Cache oder nicht, sondern für die Anfragen am Origin und dessen Rechenleistung; lange TTLs und Cache-Schlüssel ohne überflüssige Query-Parameter heben die Trefferquote. Die Komprimierung ist der zweite, weil CloudFront je ausgeliefertem GB berechnet und Brotli oder gzip die Bytes für Text, Skripte und JSON um ein Vielfaches senken. Die Price Class ist der dritte für Distributionen, deren Zuschauer in Europa und Nordamerika sitzen: Price Class 100 hält die teuren Weltregionen aus der Rechnung. Die allgemeine Methode steht unter Datentransfer-Optimierung.

Erster Hebel: Cache-Dauer und Cache-SchlüsselWeniger Anfragen am Ursprung und wenigerRechenzeit; der Transfer unverändertZweiter Hebel: Kompression, Brotli oder gzipWeniger ausgelieferte GB fürText, Skripte und JSONDritter Hebel: die PreisklasseNur die Edge-Regionen der Betrachter,zu ihren PreisenDie zweite Form: der PauschaltarifEin fester Preis, wo die Stufen darüber lägenoder Spitzen das Budget sprengten
Die Cache-Dauer entlastet den Ursprung, Kompression senkt die ausgelieferten Gigabyte, die Preisklasse begrenzt die Edge-Regionen, und der Pauschaltarif deckelt die Stufen

Kaufoption: Für CloudFront gibt es weder Reservierung noch Savings Plan; ab mehreren hundert TB im Monat verhandeln Kunden eigene Sätze als Teil einer Rahmenvereinbarung. Der Pauschaltarif ist die zweite Form: ein fester Monatspreis gegen das Risiko der Stufen, lohnend, wenn die Summe aus Transfer, Anfragen und WAF-Gebühren dauerhaft über dem Tarif liegt oder Spitzen das Budget sprengen würden.

Architektur: CloudFront vor jeden Bucket und jeden Load Balancer, der ins Internet liefert, weil der Transfer vom Origin kostenlos ist und der GB-Preis unter dem der Dienste liegt (S3-Preise); CloudFront Functions statt Lambda@Edge für Header-Änderungen, Umleitungen und einfache Logik, weil sie einen Bruchteil kosten; Origin Shield nur, wo der Origin die Anfragen teuer macht. Die Dimensionen aller drei Anbieter stellt CDN nebeneinander.

Wo es schiefgeht

  • Der Origin liefert direkt. Ein Bucket oder ein Load Balancer, dessen Adresse Clients direkt kennen, zahlt den Internettransfer des Dienstes statt den von CloudFront. Zeilen mit DataTransfer-Out-Bytes unter AmazonS3 oder AmazonEC2 neben einer Distribution zeigen den Umweg um die Distribution herum.
  • Die Trefferquote ist niedrig. Query-Parameter im Cache-Schlüssel, kurze TTLs oder Cache-Control: no-store vom Origin machen jede Anfrage zum Fehltreffer. Der Transfer bleibt gleich, aber der Origin trägt jede Anfrage; CacheHitRate in CloudWatch zeigt es.
  • Die Weltregion ist teurer als gedacht. Zuschauer in Südamerika, Indien oder Australien zahlen je GB ein Vielfaches des europäischen Satzes, und SA- und AP--Zeilen wachsen mit ihnen. Price Class 100 oder 200 begrenzt die Standorte.
  • Lambda@Edge statt CloudFront Functions. Eine Header-Änderung in Lambda@Edge zahlt je Anfrage und GB-Sekunde zum dreifachen Lambda-Satz. CloudFront Functions kosten je Million einen Bruchteil davon.
  • Invalidierungen im Deployment. Ein Deployment, das tausend Pfade einzeln ungültig macht, zahlt je Pfad über der Freimenge. Ein Platzhalterpfad zählt als einer; versionierte Dateinamen brauchen keine Invalidierung.
  • Das Zertifikat kostet 600 USD. Ein eigenes Zertifikat mit dedizierter IP für Clients ohne SNI kostet je Monat mehr als die meisten Distributionen. SNI-Zertifikate kosten nichts.
  • Der Pauschaltarif deckt keinen anderen Origin-Verkehr. Der Tarif deckt die Distribution, nicht die Rechenleistung oder den Speicher dahinter; die Kontingente gelten je Distribution und werden im Konsolenvergleich gegen die eigene Historie geprüft.

Beispiel

Listenpreise in USD für Europa, gelesen am 2026-10-21 aus der AWS-Preisliste: Datentransfer an Zuschauer kostet 0,085 USD je GB für die ersten 10 TB im Monat, 0,080 USD bis 50 TB, 0,060 USD bis 150 TB, 0,040 USD bis 500 TB, 0,030 USD bis 1 PB, 0,025 USD bis 5 PB und 0,020 USD darüber, nach 1 TB Freimenge; Anfragen 0,0090 USD je 10.000 über HTTP und 0,0120 USD über HTTPS, nach 10 Millionen Freimenge; Transfer zum Origin 0,020 USD je GB; Origin Shield 0,009 USD je 10.000 Anfragen in Frankfurt; CloudFront Functions 0,10 USD je Million über 2 Millionen; Invalidierungen 0,005 USD je Pfad über 1.000; ein eigenes Zertifikat mit dedizierter IP 600 USD im Monat; die Pauschaltarife 0, 15, 200 und 1.000 USD im Monat.

Eine Distribution, die im Monat 10 TB an Zuschauer in Europa ausliefert und 50 Millionen HTTPS-Anfragen beantwortet, zahlt für die 9.216 GB über der Freimenge 783,36 USD Transfer und für die 40 Millionen Anfragen über der Freimenge 48,00 USD, zusammen 831,36 USD. Derselbe Bucket ohne Distribution zahlt für 10 TB S3-Transfer ins Internet 912,60 USD und für 50 Millionen GET-Anfragen 21,50 USD, zusammen 934,10 USD, und trägt jede Anfrage selbst. Bei 100 TB im Monat kostet der CloudFront-Transfer 10.240 × 0,085 + 40.960 × 0,080 + 50.176 × 0,060 = 7.157,76 USD abzüglich der Freimenge, rund 7.071 USD, gegenüber rund 7.978 USD für denselben Transfer aus S3. Die Zahlen zeigen, dass CloudFront vor einem Bucket schon ohne Cache-Treffer rund ein Zehntel spart, dass die Stufen ab 50 TB deutlich greifen, und dass die Anfragen bei durchschnittlich 200 KB je Objekt ein Sechzehntel des Transfers ausmachen.

Quellen

Gelesen am 2026-10-21. Preise: Amazon CloudFront Pricing, AWS Price List, Angebot AmazonCloudFront, Angebot AmazonS3 für eu-central-1. Abrechnungsdaten: Abrechnungs- und Nutzungsberichte für CloudFront auswerten, FOCUS 1.0 mit AWS-Spalten. Dienst: CloudFront-Pauschaltarife, Pauschaltarife: neue Funktionen und erweiterte Kontingente, Origin Shield.