RDS Kosten entstehen je Instanzstunde nach Instanzklasse, Engine und Bereitstellung, je GB-Monat bereitgestellten Speichers mit bereitgestellten IOPS und Durchsatz, je GB-Monat für Sicherungen über der Freimenge, dazu je vCPU-Stunde für Extended Support alter Engine-Versionen und für RDS Proxy; Aurora ersetzt den bereitgestellten Speicher durch gewachsenen Clusterspeicher je GB-Monat plus I/O je Million oder durch den I/O-Optimized-Aufschlag, und Serverless v2 ersetzt die Instanzstunde durch ACU-Stunden. Auf der Rechnung dominieren fast immer die Instanzstunden, verdoppelt durch Multi-AZ; die zweitgrößte Position ist bei RDS der Speicher und bei Aurora Standard oft das I/O.

Preisdimensionen

Eine RDS-Datenbank ist eine EC2-Instanz mit angehängtem Speicher, die AWS als Ganzes bepreist, aber in getrennten Zeilen abrechnet: die Instanzklasse trägt die Engine und die Lizenz, der Speicher kommt mit eigenen Dimensionen hinzu, und jede Option von Multi-AZ bis Proxy ist ein eigener Usage Type.

DimensionEinheitWas sie treibtOptional
InstanzstundeSekunde je Instanzklasse, Engine und Bereitstellung, mindestens 10 Minuten nach jeder ÄnderungKlasse (db.t4g bis db.r7g), Engine (MySQL, PostgreSQL, MariaDB, SQL Server, Oracle, Db2), Single-AZ oder Multi-AZNein; endet mit Stoppen oder Löschen, und eine gestoppte Instanz startet nach sieben Tagen von selbst
Multi-AZFaktor zwei auf Instanz und Speicher bei einem Standby; drei Instanzen bei einem Multi-AZ-DB-Cluster mit zwei lesbaren StandbysJede Bereitstellung mit StandbyJa
Lizenzim Stundenpreis der Klasse (License Included) oder mitgebracht (BYOL)SQL Server und Oracle; die Edition entscheidet über den PreisJa bei Oracle, nein bei SQL Server
SpeicherGB-Monat je Typ (gp3, gp2, io1, io2 Block Express), bereitgestellt, nicht genutztDie angelegte Größe; Multi-AZ verdoppelt sieNein
Bereitgestellte IOPS und DurchsatzIOPS-Monat und MB/s-Monatgp3 über der Basis von 3.000 IOPS und 125 MiB/s (12.000 IOPS und 500 MiB/s ab einer Schwellengröße je Engine); io1 und io2 jede IOPSJa bei gp3, nein bei io1 und io2
SicherungenGB-Monat über 100 Prozent des bereitgestellten Speichers je RegionAufbewahrungsfrist, manuelle Snapshots, Snapshots gelöschter Instanzen, Kopien in andere RegionenJa über der Freimenge
Extended SupportvCPU-Stunde, teurer ab dem dritten JahrJede Instanz auf einer Engine-Version nach dem Ende des Standard-Supports, automatischJa, durch Upgrade
RDS ProxyvCPU-Stunde der dahinterliegenden Instanz, mindestens zwei vCPU; ACU-Stunde bei Serverless v2Jede Instanz mit eingeschaltetem ProxyJa
Aurora-SpeicherGB-Monat des gewachsenen Clustervolumens, plus I/O je Million (Standard) oder ein höherer GB-Preis und 30 Prozent auf die Instanz ohne I/O-Zeilen (I/O-Optimized)Die Datenmenge und die Lese- und Schreibzugriffe des ClustersNein
Aurora Serverless v2ACU-Stunde je Sekunde, 0,5 ACU Schritte, Minimum 0 ACU mit automatischer PauseDie Kapazität, die der Cluster zwischen Minimum und Maximum tatsächlich hältJa, statt bereitgestellter Instanzen
Weitere Aurora-PositionenGB-Monat für Sicherungen über dem Clustervolumen; replizierte Schreib-I/O je Million für Global Database; GB für Snapshot-Export; CPU-Credits je vCPU-Stunde bei T-KlassenGlobale Replikation, Exporte nach S3, Burst-InstanzenJa
KaufoptionReserved Instance statt Listenpreis, auf die InstanzstundeEin- oder Dreijahreslaufzeit je Klasse, Engine und RegionJa (Reserved Instances, reservierte Kapazität für Managed Services)

Die Instanzstunde wird laut Preisseite sekundengenau gezählt, mit mindestens zehn Minuten nach jeder abrechnungsrelevanten Änderung wie Anlegen, Starten oder Klassenwechsel, vom Start bis zum Stoppen oder Löschen. Die Klasse folgt den EC2-Familien mit dem Präfix db, und die Engine steckt im Preis: dieselbe db.r7g.large kostet mit MySQL und PostgreSQL dasselbe und mit Aurora rund ein Siebtel mehr, und eine db.m6i.large kostet mit SQL Server Standard License Included rund das Fünffache des MySQL-Preises, weil die Lizenz im Stundenpreis liegt. Multi-AZ mit einem Standby verdoppelt die Instanzstunde und den Speicher, weil der Standby eine vollständige Kopie ist, die keine Leseanfragen bedient; ein Multi-AZ-DB-Cluster mit zwei lesbaren Standbys berechnet drei Instanzen, die beide Standbys lesend nutzbar machen.

Der Speicher ist bei RDS bereitgestellt wie bei EBS: gp3 enthält 3.000 IOPS und 125 MiB/s und ab einer Schwellengröße je Engine, bei der RDS das Volume über mehrere Datenträger verteilt, 12.000 IOPS und 500 MiB/s; darüber kosten IOPS und Durchsatz getrennt; io1 und io2 Block Express berechnen jede bereitgestellte IOPS. Sicherungen sind bis zur Höhe des bereitgestellten Speichers je Region kostenfrei, darüber je GB-Monat, und Snapshots gelöschter Instanzen zählen ohne Freimenge. Extended Support wird seit dem 2024-03-01 automatisch berechnet, sobald eine Instanz auf einer Engine-Version läuft, deren Standard-Support endete, je vCPU-Stunde in den ersten beiden Jahren und zum doppelten Satz im dritten; bei Aurora Serverless je ACU-Stunde.

Aurora speichert die Daten in einem Clustervolumen, das mit den Daten wächst und je GB-Monat des tatsächlichen Umfangs berechnet wird, nicht nach bereitgestellter Größe. In der Konfiguration Aurora Standard kommen die Lese- und Schreib-I/O je Million dazu; in Aurora I/O-Optimized entfallen die I/O-Zeilen, dafür kostet der Speicher mehr je GB und jede Instanz 30 Prozent mehr. AWS nennt I/O-Optimized als passend, sobald das I/O mehr als ein Viertel der Aurora-Kosten ausmacht; der Wechsel zurück ist jederzeit möglich, der Wechsel hin alle 30 Tage. Serverless v2 misst Kapazität in Aurora Capacity Units von je etwa 2 GiB Arbeitsspeicher, berechnet je Sekunde in Schritten von 0,5 ACU zwischen dem konfigurierten Minimum und Maximum, und pausiert bei einem Minimum von 0 ACU nach Leerlauf, bis die nächste Verbindung kommt.

So erscheint es in den Abrechnungsdaten

Im Cost and Usage Report tragen die Zeilen den Produktcode AmazonRDS, auch bei Aurora, und lineItem/ResourceId den ARN der Instanz oder des Clusters. Die Instanzstunde steht als EUC1-InstanceUsage:db.m7g.large für Single-AZ und EUC1-Multi-AZUsage:db.m7g.large für Multi-AZ, das Präfix ist der Regionscode, EUC1 für Frankfurt; die Engine steht nicht im Usage Type, sondern in lineItem/Operation als CreateDBInstance mit einem Suffix je Engine, etwa CreateDBInstance:0002 für MySQL, CreateDBInstance:0014 für PostgreSQL, CreateDBInstance:0016 für Aurora MySQL und CreateDBInstance:0021 für Aurora PostgreSQL, und im Klartext in product/databaseEngine mit product/deploymentOption und product/licenseModel. Aurora I/O-Optimized-Instanzen tragen EUC1-InstanceUsageIOOptimized:db.r7g.large, Serverless v2 EUC1-Aurora:ServerlessV2Usage in ACU-Stunden und EUC1-Aurora:ServerlessV2IOOptimizedUsage für I/O-Optimized.

Der Speicher steht als EUC1-RDS:GP3-Storage und EUC1-RDS:Multi-AZ-GP3-Storage in GB-Monat, die Leistung als EUC1-RDS:GP3-PIOPS, EUC1-RDS:GP3-Throughput, EUC1-RDS:PIOPS für io1, EUC1-RDS:IO2-PIOPS und EUC1-RDS:PIOPS-Storage für den Speicher darunter, jeweils mit Multi-AZ- im Namen für die verdoppelte Variante. Sicherungen über der Freimenge stehen als EUC1-RDS:ChargedBackupUsage, Extended Support als EUC1-ExtendedSupport:Yr1-Yr2:PostgreSQL13 oder EUC1-ExtendedSupport:Yr3:PostgreSQL13 in vCPU-Stunden, der Proxy als EUC1-RDS:ProxyUsage in vCPU-Stunden und EUC1-RDS:Proxy-ASv2-Usage in ACU-Stunden, der Snapshot-Export als EUC1-RDS:SnapshotExportToS3 je GB. Aurora trägt EUC1-Aurora:StorageUsage und EUC1-Aurora:IO-OptimizedStorageUsage je GB-Monat, EUC1-Aurora:StorageIOUsage je I/O, EUC1-Aurora:BackupUsage je GB-Monat und EUC1-Aurora:ReplicatedWriteIO für Global Database.

Was der Report nicht liefert, ist der Speicher je Datenbank innerhalb eines Aurora-Clusters und die I/O je Abfrage; beides zeigt nur CloudWatch mit VolumeBytesUsed, VolumeReadIOPs und VolumeWriteIOPs. Den Aufbau des Reports beschreibt der AWS Cost and Usage Report. Im FOCUS-Export trägt ServiceName Amazon Relational Database Service und x_ServiceCode AmazonRDS, Instanz-, Speicher- und I/O-Zeilen sind ChargeCategory Usage, Stunden unter einer Reserved Instance PricingCategory Committed, und die Gebühren der Reserved Instances ChargeCategory Purchase (FOCUS-Spalten).

InstanceUsage,Multi-AZUsageStorage, PIOPS,Throughput, Multi-AZ-ChargedBackupUsage,ExtendedSupportEine Zeile mit ProduktcodeAmazonRDS, Aurora eingeschlossen,und der ARN von Instanz oder ClusterNutzungstyp?Die Instanzstunde;die Engine imVorgangSpeicher undLeistung, verdoppeltbei Multi-AZBackups über demFreikontingent, ExtendedSupport je vCPU-StundeNicht im Report: Speicher jeDatenbank in einem Cluster undI/O je Abfrage, die nurCloudWatch zeigt
Eine RDS-Zeile trägt Instanz oder Cluster, die Engine im Vorgang und Multi-AZ im Nutzungstyp, und was dem Report fehlt, kommt aus CloudWatch

Stellhebel

Konfiguration: Multi-AZ ist der größte Hebel, weil es Instanz und Speicher verdoppelt; es gehört in die Produktion und selten in Entwicklung, Test und Staging. Die Klasse ist der zweite: Graviton-Klassen (db.m7g, db.r7g) liegen unter den Intel-Klassen derselben Größe, und db.t4g deckt kleine Datenbanken, solange die CPU-Credits reichen; die Methode steht unter Datenbankoptimierung und Rightsizing. Stoppen hält die Instanzstunde für bis zu sieben Tage an, der Speicher läuft weiter. Bei Aurora entscheidet der Vergleich der I/O-Zeile mit den übrigen Aurora-Kosten über Standard oder I/O-Optimized, und die Wahl zwischen bereitgestellten Instanzen und Serverless v2 hängt davon ab, ob die Last tagsüber schwankt oder nachts ruht.

ProduktionEntwicklung, Test,StagingWelche Umgebung?Multi-AZ: Instanz undSpeicher verdoppeltSingle-AZ; gestoppt,wenn nicht gebrauchtDie Klasse: Graviton unter Intelderselben Größe, t4g für kleineDatenbanken, solange die Credits reichenEine Reserved Instance für eine stetigeGrundlast: nur die Instanzstunde,nie Speicher, I/O oder Backups
Multi-AZ verdoppelt Instanz und Speicher und gehört in die Produktion, Klasse und Stoppen wirken auf die Instanzzeile, und eine Reserved Instance deckt nur diese Zeile

Kaufoption: Für gleichmäßige Grundlast senken Reserved Instances die Instanzstunde je Klasse, Engine und Region, mit Größenflexibilität innerhalb der Familie und bei Aurora auch über Standard und I/O-Optimized hinweg; Speicher, I/O und Sicherungen decken sie nie. Welche Form passt, klärt Commitment-Strategie; Savings Plans gelten nicht für RDS.

Architektur: Lesereplikate kosten eine volle Instanz und sind nur dort nötig, wo die Leselast den Writer übersteigt; ein Multi-AZ-DB-Cluster liefert zwei lesbare Standbys für den Preis von drei Instanzen. Versionen nahe dem Ende des Standard-Supports werden vor dem Stichtag aktualisiert, weil Extended Support je vCPU-Stunde teurer ist als jede Klasse; Datenbanken, die nur gelegentlich gebraucht werden, laufen als Serverless v2 mit Minimum 0 ACU. Die Dimensionen aller drei Anbieter stellt Managed Databases nebeneinander.

Wo es schiefgeht

  • Die Rechnung verdoppelt sich mit einem Haken. Multi-AZ in einer Testumgebung verdoppelt Instanz und Speicher. Zeilen mit Multi-AZUsage und Multi-AZ-GP3-Storage in Konten ohne Produktion sind der Hinweis.
  • Extended Support erscheint ohne Entscheidung. Eine Instanz auf PostgreSQL 13 oder MySQL 5.7 zahlt seit dem Ende des Standard-Supports je vCPU-Stunde, automatisch. Zeilen mit ExtendedSupport: im Usage Type listen die betroffenen Instanzen; das Upgrade beendet sie.
  • Die Sicherungen kosten, obwohl nichts konfiguriert wurde. Manuelle Snapshots gelöschter Instanzen bleiben ohne Freimenge liegen. ChargedBackupUsage zeigt die Menge; Snapshots ohne Instanz werden gelöscht oder nach S3 exportiert.
  • Aurora I/O übersteigt die Instanzen. Ein Cluster unter Aurora Standard mit Analyse- oder Batchlast zahlt I/O je Million. Übersteigt Aurora:StorageIOUsage ein Viertel der Aurora-Kosten, ist I/O-Optimized günstiger.
  • Serverless v2 schläft nicht. Ein Cluster mit Minimum über 0 ACU oder mit einer Verbindung, die ihn wach hält, zahlt das Minimum rund um die Uhr. ServerlessV2Usage nachts auf dem Minimum zeigt, was die Pause gespart hätte.
  • Die gestoppte Instanz läuft wieder. RDS startet eine gestoppte Instanz nach sieben Tagen von selbst, und der Speicher läuft in der Pause weiter. Dauerhaft nicht gebrauchte Instanzen werden mit Snapshot gelöscht.
  • Der Proxy kostet je vCPU, nicht je Verbindung. RDS Proxy zahlt die vCPU der Instanz, mindestens zwei, je Stunde. An einer kleinen Instanz übersteigt er leicht ein Zehntel ihres Preises.

Beispiel

Listenpreise in USD für Frankfurt (eu-central-1), gelesen am 2026-10-21 aus der AWS-Preisliste: Eine db.m7g.large (2 vCPU, 8 GiB) kostet mit MySQL oder PostgreSQL 0,200 USD je Stunde Single-AZ und 0,401 USD Multi-AZ, also 146,00 USD und 292,73 USD im Monat mit 730 Stunden; dieselbe Klasse als db.m6i.large mit SQL Server Standard License Included 1,011 USD je Stunde Single-AZ. gp3-Speicher kostet 0,137 USD je GB-Monat Single-AZ und 0,274 USD Multi-AZ, Sicherungen über der Freimenge 0,103 USD je GB-Monat, Extended Support für PostgreSQL 13 0,122 USD je vCPU-Stunde in den ersten beiden Jahren und 0,244 USD im dritten, RDS Proxy 0,018 USD je vCPU-Stunde. Bei Aurora kostet eine db.r7g.large (2 vCPU, 16 GiB) 0,333 USD je Stunde unter Standard und 0,433 USD unter I/O-Optimized, der Speicher 0,119 USD und 0,268 USD je GB-Monat, I/O 0,22 USD je Million, Serverless v2 0,14 USD und 0,19 USD je ACU-Stunde, Sicherungen über dem Clustervolumen 0,023 USD je GB-Monat.

Eine PostgreSQL-Datenbank auf db.m7g.large mit 200 GB gp3 kostet Single-AZ 146,00 plus 27,40 = 173,40 USD im Monat und Multi-AZ 292,73 plus 54,80 = 347,53 USD; läuft sie auf PostgreSQL 13, kommen 2 × 730 × 0,122 = 178,12 USD Extended Support hinzu, mehr als die Instanz selbst. Ein Aurora-Cluster mit einer db.r7g.large, 200 GB und 300 Millionen I/O im Monat kostet unter Standard 243,09 plus 23,80 plus 66,00 = 332,89 USD und unter I/O-Optimized 316,09 plus 53,60 = 369,69 USD; bei 600 Millionen I/O kippt der Vergleich auf 398,89 gegen 369,69 USD. Die Zahlen zeigen, dass Multi-AZ und Extended Support jeweils mehr kosten als die Datenbank selbst, und dass I/O-Optimized erst oberhalb von rund einem Viertel I/O-Anteil günstiger wird, wie AWS es nennt.

Quellen

Gelesen am 2026-10-21. Preise: Amazon RDS for MySQL Pricing, Amazon Aurora Pricing, Amazon RDS Proxy Pricing, AWS Price List, Angebot AmazonRDS für eu-central-1. Abrechnungsdaten: Spalten des Cost and Usage Report: lineItem, FOCUS 1.0 mit AWS-Spalten. Dienst: Amazon RDS Extended Support, Multi-AZ-Bereitstellungen, RDS-Speichertypen, Automatisierte Sicherungen, Stoppen einer DB-Instanz, Aurora-Speicher und Zuverlässigkeit, Aurora Serverless v2 und wie es funktioniert.