Azure Backup berechnet je geschützter Instanz eine monatliche Gebühr nach Größenklasse der Quelle, dazu den im Tresor belegten Sicherungsspeicher je GB und Monat in LRS, ZRS, GRS oder RA-GRS und in der Standard- oder Archivstufe, und Azure Site Recovery eine monatliche Gebühr je replizierter Instanz nach den ersten 31 Tagen plus Replikatspeicher, Transaktionen und Datentransfer; die Azure Backup Kosten eines Tresors sind also Instanzen mal Gebühr plus Speicher mal Satz. Welcher der beiden Teile die Rechnung bestimmt, entscheidet die Aufbewahrung: Bei kurzer Aufbewahrung dominieren die Instanzgebühren, bei langer der Speicher, der mit jedem behaltenen Wiederherstellungspunkt wächst.
Preisdimensionen
Die Begriffe sind die der Preisseite und der Backup-Dokumentation. Was Sicherung und Disaster Recovery bei allen Anbietern gemeinsam haben, steht auf der Seite zu Backup und Disaster Recovery; hier geht es um die Azure-Meter.
| Dimension | Einheit | Was sie treibt | Optional |
|---|---|---|---|
| Geschützte Instanz (Azure Backup) | Instanz je Monat, nach Größenklasse: bis 50 GB, 50 bis 500 GB, darüber je angefangene 500 GB | Zahl und genutzte Größe der VMs, lokalen Server, SQL-Server- und SAP-HANA-Instanzen in VMs, Dateifreigaben, Storage-Konten mit Blobs, Datenbankserver und AKS-Cluster | Nein |
| Sicherungsspeicher, Standardstufe | GB je Monat in LRS, ZRS, GRS oder RA-GRS | Datenmenge, tägliche Änderungsrate und Aufbewahrung je täglichem, wöchentlichem, monatlichem und jährlichem Punkt | Redundanz wählbar, nur vor der ersten Sicherung |
| Sicherungsspeicher, Archivstufe | GB je Monat in LRS oder GRS, mit 180 Tagen Mindestaufbewahrung und Abruf je GB | Monatliche und jährliche Punkte, die älter als drei Monate sind und mindestens sechs Monate Restlaufzeit haben (SQL und SAP HANA: vollständige Punkte ab 45 Tagen) | Ja |
| Snapshots für Instant Restore | Als Disk-Snapshot berechnet, nicht als Tresorspeicher | Aufbewahrung von 1 bis 5 Tagen (Standard-Richtlinie) oder bis 30 Tagen (Enhanced) | Ja |
| Regionsübergreifende Wiederherstellung | Hebt GRS auf RA-GRS | Nur bei GRS-Tresoren; nicht aus der Archivstufe | Ja |
| Geschützte Instanz (Site Recovery) | Instanz je Monat, jede Instanz die ersten 31 Tage ohne Gebühr | Zahl der replizierten VMs oder physischen Server; ein Satz für Ziel Azure, ein anderer für ein eigenes Ziel | Nein |
| Replikation und Failover (Site Recovery) | Replikat-Disks, Cache-Storage-Konto, Snapshots, Transaktionen, ausgehender Datentransfer, VM-Stunden nur während Failover und Test | Größe und Änderungsrate der Quell-Disks, Aufbewahrung der Wiederherstellungspunkte, Zahl der Tests | Nein |
| Kaufoption | Reserved Capacity für Sicherungsspeicher, ein oder drei Jahre, in Schritten von 100 TB und 1 PB | Große Tresore mit stabiler Belegung; Azure-Reservierungen | Ja |
Die Instanzgebühr richtet sich nach der Größe der Quelle vor Komprimierung und Verschlüsselung: bei einer VM die genutzte Größe ihrer Disks ohne temporären Speicher, bei Dateien und SQL die konfigurierten Daten. Bis 50 GB gilt eine ermäßigte Pauschale, von 50 bis 500 GB die volle, darüber die volle Pauschale je angefangene 500 GB; SQL Server mit Instanz-Snapshot hat eigene Klassen bis 500 GB, bis 20 TB und darüber. Welche Quelle welche Gebühr trägt, zeigt der Export an den Meternamen: VMs und lokale Server teilen einen Satz, SQL Server und SAP HANA in VMs, Dateifreigaben, Blob-Storage-Konten, PostgreSQL-Server, AKS und Cosmos DB haben je einen eigenen.
Der Sicherungsspeicher kommt getrennt dazu und wächst mit jedem behaltenen Wiederherstellungspunkt. Nach der ersten vollständigen Sicherung sind die Punkte inkrementell; wie viel sie belegen, bestimmen Änderungsrate und Aufbewahrung, und Microsoft rechnet für Datenbanken mit hoher Änderungsrate. Die Redundanz des Tresors ist GRS, bis sie vor der ersten Sicherung auf LRS oder ZRS geändert wird; danach ist sie fest, und ein Wechsel verlangt einen neuen Tresor. Wiederherstellen aus der Standardstufe kostet nichts, auch keinen ausgehenden Datentransfer.
Die Archivstufe nimmt nur bestimmte Punkte: bei VMs monatliche und jährliche, die mindestens drei Monate in der Standardstufe lagen, noch mindestens sechs Monate aufbewahrt werden und keine unabgelaufenen täglichen oder wöchentlichen Punkte vor dem nächsten monatlichen haben; bei SQL Server und SAP HANA vollständige Punkte ab 45 Tagen. Archivierte VM-Punkte werden zu vollständigen Punkten, weshalb der gesamte Speicher bei geringer Änderungsrate steigen kann; Microsoft liefert deshalb je VM eine Empfehlungsliste, deren Verschiebung Kosten senkt. Ein archivierter Punkt zählt 180 Tage; wer früher löscht, zahlt die Restzeit anteilig, und jede Wiederherstellung aus dem Archiv kostet den Abruf je GB. ZRS-Tresore unterstützen die Archivstufe nicht.
Site Recovery ist eine Lizenzgebühr je geschützter Instanz, also je VM oder physischem Server, und jede neue Instanz ist 31 Tage lang gebührenfrei, auch wenn der Tresor schon länger andere Instanzen schützt. Daneben laufen von Anfang an die Azure-Kosten der Replikation: die Replikat-Disks in der Zielregion, die die Quell-Disks spiegeln, das Cache-Storage-Konto in der Quellregion (Premium Block Blob bei hoher Änderungsrate), Snapshots der Quell- und Replikat-Disks nach belegter Kapazität, Speichertransaktionen für die Replikation und ausgehender Datentransfer, wenn die Replikation eine Region verlässt, komprimiert um bis zu 50 Prozent. Rechenleistung entsteht nur, wenn ein Failover oder ein Test-Failover VMs anlegt; der Test selbst kostet keine Gebühr, seine Snapshots und VMs aber schon, bis sie aufgeräumt sind. Während der Erstreplikation kommt eine temporäre Quell-Disk hinzu, und eine Kapazitätsreservierung für die Zielregion ist eine eigene, optionale Ausgabe.
So erscheint es in den Abrechnungsdaten
Im Kostenexport tragen die Posten von Azure Backup MeterCategory Backup, die von Site Recovery MeterCategory Azure Site Recovery; die Ressource ist in beiden Fällen der Tresor (Microsoft.RecoveryServices/vaults, für Backup-Tresore Microsoft.DataProtection/backupVaults), nicht die geschützte VM. Die Tags der VM greifen deshalb nicht, und wer Sicherungskosten je Team zuordnen will, braucht einen Tresor je Team oder eine Aufteilung nach Instanzen (virtuelle Tags und Zuordnungsregeln). Die Menge einer Instanzgebühr ist die Zahl der Instanzen je Monat, anteilig nach Tagen; bei Instanzen über 500 GB wächst sie je angefangene 500 GB. Die Meter der Retail-Prices-API sind dieselben wie im Export; serviceName, productName und meterName stehen dort als MeterCategory, ProductName und MeterName.
MeterCategory | MeterName | Was es ist |
|---|---|---|
Backup | Azure VM Protected Instance, On Premises Server Protected Instance | Instanzgebühr für VMs und lokale Server, je Monat |
Backup | SQL Server in Azure VM Protected Instance, SAP HANA on Azure VM Protected Instance | Instanzgebühr für Datenbanken in VMs |
Backup | Azure Files Protected Instance, Azure Files Vaulted Protected Instance, Azure Blob Protected Instance, PostgreSQL Protected Instance, Azure Kubernetes Protected Instance, Cosmos DB Protected Instance | Instanzgebühr je Quelltyp |
Backup | Standard LRS Data Stored, Standard ZRS Data Stored, Standard GRS Data Stored, Standard RA-GRS Data Stored | Tresorspeicher der Standardstufe, GB je Monat |
Backup | Archive LRS Data Stored, Archive GRS Data Stored, Archive LRS Early Delete, Archive GRS Early Delete | Archivstufe und vorzeitiges Löschen |
Backup | Azure Blob LRS Write Operations, ADLS Gen2 Vaulted GRS Write Operations | Schreibvorgänge je 10.000 bei Blob- und Data-Lake-Sicherung |
Azure Site Recovery | VM Replicated to Azure, VM Replicated to System Center | Lizenzgebühr je replizierter Instanz und Monat |
Vieles landet bewusst anderswo: Die Snapshots für Instant Restore stehen als Disk-Snapshots unter MeterCategory Storage bei der VM (Azure-Managed-Disks-Preise), Snapshots von Dateifreigaben im Storage-Konto der Freigabe auf den Files-Metern (Azure-Files- und NetApp-Files-Preise), und die operative Blob-Sicherung belegt das Quellkonto (Azure-Blob-Storage-Preise). Bei Site Recovery stehen Replikat-Disks, Cache-Konto und Snapshots unter Storage, der Datentransfer zwischen Regionen unter Bandwidth (Azure-Bandbreiten- und Netzwerkpreise) und die VMs eines Failovers unter Virtual Machines (Azure-Virtual-Machines-Preise); auf dem Site-Recovery-Meter selbst steht nur die Lizenz. Im FOCUS-Export tragen die Zeilen ServiceName Backup oder Azure Site Recovery und ChargeCategory Usage; eine Reservierung für Sicherungsspeicher ist eine Zeile mit ChargeCategory Purchase. Den Export erklärt Azure-Kostenexporte, die Spalten FOCUS-Spalten und die Zuordnung der Anbieter.
Stellhebel
Konfiguration:
- Aufbewahrung je Punkttyp festlegen. Tägliche Punkte für Wochen, wöchentliche für Monate, monatliche und jährliche für Jahre: Jede Verlängerung ist Speicher je GB und Monat, und die Richtlinie gilt rückwirkend für alle Punkte. Die Muster sammelt die Speicheroptimierung.
- Redundanz vor der ersten Sicherung wählen. GRS ist Standard und das Doppelte von LRS; für Entwicklungs- und Testumgebungen empfiehlt Microsoft LRS. Nach der ersten Sicherung ist der Wechsel ein neuer Tresor.
- Empfohlene Punkte archivieren. Für VMs nur die Punkte aus der Empfehlungsliste, für SQL Server und SAP HANA alle archivierbaren; 180 Tage Mindestaufbewahrung und Abrufkosten einplanen. Wie Stufen bei Objektspeicher wirken, erklärt Speicherstufen und Lebenszyklus.
- Disks ausschließen. Die Instanzgebühr folgt der genutzten Größe; eine ausgeschlossene Daten-Disk mit Zwischendaten senkt sie und den Speicher.
Kaufoption:
- Reservierter Sicherungsspeicher ab 100 TB. Ein oder drei Jahre auf den Tresorspeicher, in Schritten von 100 TB und 1 PB; die Instanzgebühren bleiben Listenpreis. Die Commitment-Strategie sagt, wann sich ein Commitment auf Speicher lohnt.
Architektur:
- Backup und Site Recovery nicht verwechseln. Backup ist Wiederherstellung von Daten, Site Recovery ist Failover ganzer Maschinen mit laufender Replikation; eine VM in beiden zahlt beide Gebühren und zwei Speicherkopien. Welche Maschinen ein Failover-Ziel brauchen, gehört in die Architekturentscheidungen.
- Schutz beendeter Ressourcen aufräumen. Eine gelöschte VM, deren Sicherung mit beibehaltenen Daten weiterläuft, zahlt Speicher bis zum Ablauf der Punkte; die Seite zu ungenutzten und verwaisten Ressourcen beschreibt die Suche.
- Test-Failover aufräumen und Replikation in der Region halten. Jeder Test lässt Snapshots und VMs zurück, bis sie gelöscht werden, und Replikation über Regionsgrenzen zahlt Datentransfer; die Optimierung des Datentransfers beschreibt den Posten.
Wo es schiefgeht
- Der Speicher wächst, obwohl nichts hinzukam. Symptom: Der Posten
Standard GRS Data Storedsteigt Monat für Monat. Ursache: Jeder behaltene Wiederherstellungspunkt belegt seine Änderungen, und die jährlichen Punkte laufen erst nach Jahren ab. - Die Instanzgebühr springt. Symptom: Eine VM kostet plötzlich die doppelte Gebühr. Ursache: Ihre genutzte Größe hat 500 GB überschritten, und ab dort zählt jede angefangene 500 GB; eine angehängte Daten-Disk reicht.
- Archivieren hat den Speicher erhöht. Symptom: Nach dem Verschieben in die Archivstufe steigt der gesamte Sicherungsspeicher. Ursache: Archivierte VM-Punkte werden zu vollständigen Punkten; bei geringer Änderungsrate frisst das den Preisvorteil, weshalb nur empfohlene Punkte verschoben werden sollten.
- Vorzeitiges Löschen aus dem Archiv. Symptom: Ein Posten
Archive GRS Early Delete. Ursache: Eine Richtlinienänderung oder das Beenden des Schutzes hat Punkte gelöscht, die keine 180 Tage im Archiv lagen; die Restzeit wird anteilig berechnet. - Site Recovery kostet ab dem ersten Tag. Symptom: Replikationskosten vor Ablauf der 31 Tage. Ursache: Gebührenfrei ist nur die Lizenz; Replikat-Disks, Cache-Konto, Transaktionen und Datentransfer laufen sofort.
- Der Test-Failover läuft weiter. Symptom: VM-Stunden und Snapshots in der Zielregion ohne Failover. Ursache: Ein Test-Failover wurde nicht bereinigt; seine VMs und Snapshots kosten, bis sie gelöscht sind.
- Die Sicherung lässt sich keinem Team zuordnen. Symptom: Die Backup-Kosten hängen am Tresor, nicht an den gesicherten VMs. Ursache: Die Ressource des Postens ist der Tresor; VM-Tags erreichen ihn nicht.
Beispiel
Germany West Central, Listenpreise in EUR aus der Azure Retail Prices API, gelesen am 2026-10-21. Azure Backup: geschützte Azure-VM 8,7997 EUR je Instanz und Monat, lokaler Server 8,7997 EUR, SQL Server in einer VM 28,5991 EUR, SAP HANA 91,5171 EUR, PostgreSQL-Server 6,5998 EUR, Dateifreigabe 4,2503 EUR, Blob-Storage-Konto 11,4396 EUR, AKS 10,5597 EUR; Standardstufe 0,0264 EUR je GB und Monat in LRS, 0,0528 EUR in GRS, 0,0246 EUR in ZRS und 0,0501 EUR in RA-GRS; Archivstufe 0,0021 und 0,0026 EUR (LRS) sowie 0,0033 und 0,004 EUR (GRS), die API führt je zwei Meter dieses Namens; vorzeitiges Löschen 0,0021 EUR (LRS) und 0,0033 EUR (GRS) je GB. Azure Site Recovery: 21,9993 EUR je in Azure replizierter VM und Monat, in West Europe außerdem 14,0795 EUR je zu System Center replizierter VM. Eine VM mit 200 GB genutzter Größe zahlt die volle Instanzgebühr von 8,7997 EUR, und je 100 GB Tresorspeicher kommen 2,64 EUR (LRS) oder 5,28 EUR (GRS) im Monat hinzu, während ein archiviertes GB in GRS den Satz der Standardstufe um mehr als das Zehnfache unterschreitet; die neueren ZRS- und RA-GRS-Meter liegen am Lesetag unter LRS und GRS.
Quellen
Gelesen am 2026-10-21. Microsoft: Azure Backup Preise, Azure Backup pricing, What is Azure Backup, Archive tier overview, Create and configure Recovery Services vaults, Azure Site Recovery Preise, Understanding Azure Site Recovery charges, Site Recovery FAQ. Abrechnungsdaten: Understand cost details fields, FOCUS cost and usage details file schema, Azure Retail Prices REST API. Preise: Retail-Prices-Abfrage für Backup in Germany West Central in EUR, Retail-Prices-Abfrage für Azure Site Recovery in Germany West Central in EUR, Retail-Prices-Abfrage für Azure Site Recovery in West Europe in EUR.