Azure Cosmos DB berechnet bereitgestellten Durchsatz in Request Units je Sekunde (RU/s) stundenweise, bei Serverless-Konten die verbrauchten RUs je Million, dazu belegten Speicher je GB und Monat in jeder Region des Kontos, Sicherungskopien über die inklusive Menge hinaus und jede Wiederherstellung; die Cosmos DB Kosten eines Kontos sind die Summe dieser Posten über alle seine Regionen. Den größten Teil der Rechnung macht fast immer der bereitgestellte Durchsatz aus, weil er rund um die Uhr und je Region anfällt, unabhängig davon, wie viel davon tatsächlich verbraucht wird.
Preisdimensionen
Die Tabelle nennt die Dimensionen in den Begriffen, die Microsoft auf der Preisseite und in der Abrechnungsdokumentation verwendet. Wie eine Anfrage zu RUs wird, erklärt die Seite zu verwalteten Datenbanken im Vergleich der Anbieter; hier geht es darum, was davon auf der Rechnung steht.
| Dimension | Einheit | Was sie treibt | Optional |
|---|---|---|---|
| Standard-Durchsatz (manuell) | 100 RU/s je Stunde, abgerechnet nach dem höchsten in der Stunde bereitgestellten Wert | Die je Container oder Datenbank bereitgestellten RU/s; Einstieg 400 RU/s | Standard oder Autoscale |
| Autoscale-Durchsatz | 100 RU/s je Stunde zum 1,5-fachen Satz, abgerechnet nach dem höchsten Wert, auf den das System in der Stunde skaliert hat | Das Maximum Tmax; das System skaliert zwischen 10 und 100 Prozent davon; Einstieg 1.000 RU/s, Schritte von 1.000 RU/s | Ja |
| Serverless | 1 Million verbrauchte RUs | Zahl und Gewicht der Anfragen; nur eine Region je Konto | Eigener Kontotyp |
| Weitere Regionen | Durchsatz und Speicher fallen in jeder Region erneut an | Zahl der Regionen N: der Durchsatz T des Kontos wird zu T × N; mehrere Schreibregionen kosten den höheren Satz je 100 RU/s | Ja |
| Speicher | GB je Monat je Region, nach dem höchsten Stundenwert des Monats | Daten plus Indizes; der analytische Speicher hat einen eigenen Satz | Nein |
| Periodische Sicherung | GB je Monat je zusätzlicher Kopie, in LRS, ZRS oder RA-GRS | Intervall und Aufbewahrung über die zwei inklusiven Kopien hinaus | Standardmodus |
| Kontinuierliche Sicherung | GB je Monat je Region in der 30- und 35-Tage-Stufe; Wiederherstellung je GB | Datenmenge mal Regionen; die 7-Tage-Stufe kostet keinen Sicherungsspeicher, jede Wiederherstellung kostet | Ja |
| Kaufoption | Reserved Capacity in Einheiten von 100 RU/s, ein oder drei Jahre | Gleichmäßiger Durchsatz; reservierte Kapazität für verwaltete Dienste | Ja |
Bereitgestellter Durchsatz wird je angefangener Wanduhrstunde berechnet: Ein Container, der fünf Minuten nach dem Anlegen gelöscht wird, kostet eine volle Stunde, und wer um 9:30 Uhr von 400 auf 1.000 RU/s hochskaliert und um 10:45 Uhr zurück, zahlt zwei Stunden zu 1.000 RU/s. Der Speicher folgt derselben Logik mit dem höchsten Stundenwert: Wer einen halben Monat 100 GB und die andere Hälfte 50 GB belegt, zahlt 75 GB.
Autoscale rechnet je Stunde den höchsten Wert ab, auf den skaliert wurde, nie unter 10 Prozent von Tmax, und der Satz je 100 RU/s liegt beim 1,5-fachen des Standardsatzes. Microsoft nennt dafür eine Schwelle: Wer den vollen Wert in 66 Prozent der Stunden eines Monats oder öfter nutzt, fährt mit Standard-Durchsatz günstiger, darunter mit Autoscale. Bei Konten mit mehreren Schreibregionen und mehr als einer Region gilt für Standard und Autoscale derselbe Satz, Autoscale kostet dort also keinen Aufschlag. Seit dem 25. September 2024 angelegte Konten skalieren je Region und je physischer Partition (Dynamic Scaling), was bei ungleich verteilter Last weniger abgerechnete RU/s ergibt.
Serverless-Konten kennen keinen bereitgestellten Durchsatz: Abgerechnet werden die verbrauchten RUs je Million plus Speicher, ohne Mindestbetrag. Ein Serverless-Konto läuft nur in einer Region, jede physische Partition liefert bis zu 5.000 RU/s, und Microsoft empfiehlt den Modus für unregelmäßigen Verkehr mit einem Verhältnis von Durchschnitt zu Spitze unter 10 Prozent. Reserved Capacity und das kostenlose Kontingent gelten für Serverless nicht.
Jede Region zählt doppelt: Der in allen Containern und Datenbanken bereitgestellte Durchsatz wird in jeder Region des Kontos reserviert und berechnet, und der Speicher ebenso. Mit mehreren Schreibregionen gilt zusätzlich der höhere Multi-Master-Satz je 100 RU/s, der in Germany West Central etwa das Doppelte des Satzes für eine Schreibregion beträgt. Die Replikation zwischen Regionen erzeugt außerdem ausgehenden Datentransfer zu den üblichen Bandbreitenpreisen.
Sicherungen hängen am Modus. Periodisch nimmt Cosmos DB alle vier Stunden eine vollständige Sicherung und hält standardmäßig die letzten zwei Kopien; die beiden sind inklusive, jede weitere Kopie, die ein längeres Intervall oder eine längere Aufbewahrung erzeugt, kostet Sicherungsspeicher je GB und Monat. Kontinuierlich sichert das Konto in jeder Region; die 7-Tage-Stufe kostet keinen Sicherungsspeicher, die 30- und 35-Tage-Stufen kosten je GB Daten je Region und Monat, und jeder Aufruf der Wiederherstellung kostet einmalig je wiederhergestelltem GB.
Das kostenlose Kontingent (Free Tier) gibt einem Konto je Abonnement dauerhaft die ersten 1.000 RU/s und 25 GB frei, bei Standard- und Autoscale-Durchsatz, mit einer oder mehreren Schreibregionen; es muss beim Anlegen gewählt werden und erscheint auf der Rechnung nicht als Posten, sondern als Abzug vom berechneten Durchsatz und Speicher. Reserved Capacity gibt es für den bereitgestellten Durchsatz in Einheiten von 100 RU/s, mit 20 Prozent Rabatt bei einem Jahr und 30 Prozent bei drei Jahren für diese Einheit, bis zu 63 Prozent bei Reservierungen ab einer Million RU/s; sie deckt weder Speicher noch Netzwerk, und Autoscale-Durchsatz verbraucht die Reservierung mit dem Faktor 1,5. Die Mechanik der Reservierung erklärt die Seite zu Azure-Reservierungen.
So erscheint es in den Abrechnungsdaten
Im Kostenexport tragen alle Posten des Dienstes MeterCategory Azure Cosmos DB; die Ressource ist das Datenbankkonto (Microsoft.DocumentDB/databaseAccounts), nicht der Container. Welcher Container den Durchsatz verursacht hat, zeigt nur die Metrik Provisioned Throughput, nicht der Export. Die Menge der Durchsatzposten ist die Zahl der Einheiten von 100 RU/s mal Stunden: 1.000 RU/s über 720 Stunden ergeben 7.200 Einheiten. Die Meter der Retail-Prices-API sind dieselben wie im Export, ihre serviceName, productName und meterName stehen dort als MeterCategory, ProductName und MeterName.
ProductName | MeterName | Was es ist |
|---|---|---|
Azure Cosmos DB | 100 RU/s | Standard-Durchsatz, eine Schreibregion, je Stunde |
Azure Cosmos DB | 100 Multi-master RU/s | Durchsatz bei mehreren Schreibregionen, je Stunde |
Azure Cosmos DB autoscale | AP1 100 RUs bis AP4 100 RUs | Autoscale-Durchsatz, je Stunde |
Azure Cosmos DB serverless | 1M RUs | Verbrauchte RUs eines Serverless-Kontos |
Azure Cosmos DB | Data Stored | Transaktionaler Speicher, GB je Monat, je Region |
Azure Cosmos DB Analytics Storage | Standard Data Stored | Analytischer Speicher |
Azure Cosmos DB - PITR | Cont 30D Bckp Continuous Backup, Cont 30D Bckp Data Restore | Kontinuierliche Sicherung und Wiederherstellung je GB; Cont 7D Bkup Continuous Backup steht mit null |
Azure Cosmos DB Snapshot | Periodic Backup - LRS Data Stored, - ZRS, - RA-GRS | Zusätzliche periodische Kopien |
Azure Cosmos DB Dedicated Gateway | D4s, E8s und weitere | Stunden eines dedizierten Gateways |
Das kostenlose Kontingent erscheint als Meter mit dem Preis null, und die abgerechnete Menge ist bereits um 1.000 RU/s und 25 GB gekürzt. Nicht unter Cosmos DB landen drei Dinge: der ausgehende Datentransfer der Replikation zwischen Regionen, der auf den Bandbreiten-Metern steht (Azure-Bandbreiten- und Netzwerkpreise), private Endpunkte, die Private Link berechnet, und eine mit Azure Backup eingerichtete Tresor-Sicherung des Kontos, die als Cosmos DB Protected Instance unter MeterCategory Backup erscheint (Azure-Backup- und Site-Recovery-Preise).
Im FOCUS-Export derselben Daten tragen die Zeilen ServiceName Azure Cosmos DB, ServiceCategory Databases und ChargeCategory Usage; x_SkuMeterCategory und SkuMeter wiederholen Meterkategorie und Meternamen. Der Kauf einer Reservierung ist eine Zeile mit ChargeCategory Purchase, und die von ihr gedeckten Durchsatzstunden tragen die CommitmentDiscountId. Wie der Export selbst angelegt wird, erklärt Azure-Kostenexporte, die Spalten FOCUS-Spalten und die Zuordnung der Anbieter.
Stellhebel
Konfiguration:
- Durchsatz nach der Metrik setzen. Die Metrik
Normalized RU Consumptionzeigt je Stunde, wie viel des bereitgestellten Durchsatzes verbraucht wurde; liegt der stündliche Höchstwert im Mittel unter 66 Prozent, lohnt Autoscale, darüber Standard. Das ist das Rightsizing dieses Dienstes. - Sicherungsstufe wählen. Die kontinuierliche 7-Tage-Stufe kostet keinen Sicherungsspeicher; die 30- und 35-Tage-Stufen kosten je GB und Region. Im periodischen Modus bestimmen Intervall und Aufbewahrung die Zahl der Kopien über die zwei inklusiven hinaus.
- Das kostenlose Kontingent auf das richtige Konto legen. Ein Konto je Abonnement, nur beim Anlegen wählbar; 1.000 RU/s und 25 GB decken eine kleine Produktionslast oder die Entwicklungsumgebung.
Kaufoption:
- Reserved Capacity für die Grundlast. Reservierungen in 100-RU/s-Einheiten gelten über alle Regionen und APIs des Abonnements; Autoscale verbraucht sie mit dem Faktor 1,5, Serverless gar nicht. Wie viel Grundlast ein Commitment decken sollte, behandelt die Commitment-Strategie.
Architektur:
- Regionen zählen. Jede Leseregion verdoppelt Durchsatz und Speicher, jede weitere Schreibregion rechnet außerdem zum Multi-Master-Satz. Dynamic Scaling senkt den Preis einer passiven Sekundärregion, weil sie unabhängig herunterskaliert. Ob ein zweiter Standort die Verfügbarkeit bringt, die er kostet, gehört in die Architekturentscheidungen.
- Serverless für unregelmäßige Last. Entwicklungs-, Test- und selten genutzte Anwendungen zahlen mit Serverless nur verbrauchte RUs; der Wechsel verlangt ein neues Konto und eine Region.
- Leere Container löschen. Jeder Container mit eigenem Durchsatz kostet seine RU/s auch ohne Daten und Anfragen; die Seite zu ungenutzten und verwaisten Ressourcen beschreibt die Suche danach.
- Datenbankweit geteilter Durchsatz nur mit Bedacht. Bis zu 25 Container können sich einen Autoscale-Bereich teilen, dann nimmt der Ausreißer den anderen die Kapazität; Microsoft rät für die meisten Lasten zu Durchsatz je Container. Weitere Muster sammelt die Datenbankoptimierung.
Wo es schiefgeht
- Der Durchsatz bleibt nach dem Lasttest oben. Symptom: Die Durchsatzposten steigen und fallen nicht zurück. Ursache: Standard-Durchsatz ändert sich nur von Hand, und jede Stunde wird mit dem höchsten bereitgestellten Wert abgerechnet, auch wenn er nur Minuten galt.
- Die zweite Region verdoppelt die Rechnung. Symptom: Nach dem Hinzufügen einer Region steigt der Durchsatzposten um den vollen Betrag, bei mehreren Schreibregionen stärker. Ursache: T × N je Region, Speicher je Region und der Multi-Master-Satz für alle Regionen, sobald mehr als eine schreibt.
- Autoscale kostet mehr als manuell. Symptom: Ein gleichmäßig ausgelasteter Container kostet nach dem Wechsel zu Autoscale das 1,5-fache. Ursache: Bei einer mittleren Stundenauslastung über 66 Prozent übersteigt der höhere Satz die Ersparnis der ruhigen Stunden.
- Leere Container kosten. Symptom: Ein Konto ohne Daten erzeugt Durchsatzkosten. Ursache: Jeder Container mit eigenem Durchsatz und jede Datenbank mit geteiltem Durchsatz rechnet ihre RU/s ab dem Anlegen ab, mindestens eine volle Stunde.
- Sicherungskosten ohne Wiederherstellung. Symptom: Ein neuer Posten
Continuous Backupje Region. Ursache: Die 30- oder 35-Tage-Stufe kostet je GB in jeder Region des Kontos; die 7-Tage-Stufe nicht. Jede Wiederherstellung kommt je GB hinzu. - Das kostenlose Kontingent greift nicht. Symptom: Ein zweites Konto zahlt vom ersten RU/s an. Ursache: Je Abonnement nur ein Free-Tier-Konto, nur beim Anlegen wählbar, nicht für Serverless.
Beispiel
Germany West Central, Listenpreise in EUR aus der Azure Retail Prices API, gelesen am 2026-10-21: Standard-Durchsatz 0,007 EUR je 100 RU/s und Stunde, Autoscale 0,0106 EUR, Durchsatz mit mehreren Schreibregionen 0,0141 EUR; Serverless 0,2684 EUR je Million RUs; Speicher 0,22 EUR je GB und Monat; kontinuierliche Sicherung in der 30-Tage-Stufe 0,176 EUR je GB und Monat, Wiederherstellung 0,132 EUR je GB; zusätzliche periodische Kopien 0,103 EUR (LRS), 0,1285 EUR (ZRS) und 0,205 EUR (RA-GRS) je GB und Monat. Ein Container mit 1.000 RU/s Standard-Durchsatz kostet über 730 Stunden 10 × 0,007 × 730 = 51,10 EUR; in zwei Regionen mit einer Schreibregion 102,20 EUR; mit zwei Schreibregionen 10 × 0,0141 × 730 × 2 = 205,86 EUR. Die Zahl der Regionen und der Schreibmodus wiegen schwerer als jede Preisdifferenz zwischen Standard und Autoscale.
Quellen
Gelesen am 2026-10-21. Microsoft: Azure Cosmos DB Preise, Understanding your Azure Cosmos DB bill, Create containers and databases with autoscale throughput, How to choose between manual and autoscale, Azure Cosmos DB serverless, Compare provisioned throughput and serverless, Continuous backup with point-in-time restore, Periodic backup and restore, Azure Cosmos DB lifetime free tier, Pricing and discounts with reserved capacity, Optimize cost for multi-region deployments. Abrechnungsdaten: Understand cost details fields, FOCUS cost and usage details file schema, Azure Retail Prices REST API. Preise: Retail-Prices-Abfrage für Azure Cosmos DB in Germany West Central in EUR.