Azure Dev/Test Preise sind Verbrauchspreise für Abonnements, die auf eines der drei Dev/Test-Angebote laufen: Windows-, SQL-Server- und BizTalk-VMs zum Linux-Satz derselben Größe, niedrigere Sätze für Azure SQL Database, SQL Managed Instance, App Service, Logic Apps und HDInsight, alle übrigen Dienste zum normalen Preis, und nur für aktive Visual-Studio-Abonnenten; daneben stellt Microsoft neuen Kunden ein kostenloses Konto mit Startguthaben und zwölf Monaten kostenloser Dienste sowie allen Kunden eine Liste dauerhaft kostenloser Monatskontingente. Auf der Rechnung macht der weggefallene Windows-Aufschlag den Unterschied, weil er bei jeder Windows-VM den größten Teil des Preises über Linux ausmacht; die Guthaben und Kontingente sind dagegen gedeckelt und laufen ab.

Preisdimensionen

Dev/Test ist kein Dienst, sondern ein Angebotstyp des Abonnements, den Microsoft über die Angebotsnummer (OfferId) führt. Die Tabelle listet die Angebote, das kostenlose Konto und die kostenlosen Dienste als Mechanismen, mit dem, was jeder an Preisen und Rechnung ändert.

MechanismusWer ihn bekommtWas er an Preisen und Rechnung ändertWo er optional ist
Pay-as-you-go Dev/Test (Angebot MS-AZR-0023P)aktive Visual-Studio-Abonnenten mit Standardabonnement, nicht mit monatlichem Cloud-Abonnement; jede Person, die mit den Ressourcen arbeitet, braucht ein eigenes AbonnementLinux-Satz für VMs mit Windows oder SQL Server, niedrige Sätze für Cloud Services, SQL Database, SQL Managed Instance, HDInsight, App Service (Basic, Standard, Premium v2 und v3) und Logic Apps; Zahlung per Kreditkarte; monatliche Nutzungsquoten; keine finanziell hinterlegte SLA außer Azure DevOps und App Centereigenes Abonnement je Entwickler oder Team; nur Entwicklung und Test
Enterprise Dev/Test (Angebot MS-AZR-0148P)EA-Kunden; der Enterprise-Administrator schaltet die Option je Account frei, der Account Owner legt die Abonnements an; Nutzer sind Visual-Studio-Abonnenten, Endanwender dürfen für Feedback und Abnahmetests zugreifenDev/Test-Satz gleich dem Linux-VM-Satz derselben Größe, niedrigere Sätze für SQL Database und SQL Managed Instance, Logic-Apps-Enterprise-Verbindung zu 50 Prozent, Visual-Studio-Software auf Windows-Server-VMs ohne Zusatzlizenz; alles andere zu EA-Sätzen; Abrechnung über das Enrollment ohne eigene ZahlungReservierungen über ein oder drei Jahre für VMs, SQL Database und SQL Managed Instance sind möglich
Azure Plan for Dev/Test (Angebot MS-AZR-0148G)MCA-Kunden, die über einen Microsoft-Vertriebsmitarbeiter kaufen; der Plan wird mit dem Abrechnungsprofil aktiviert, Visual-Studio-Abonnenten legen die Abonnements anniedrigere Sätze und Zugriff auf Dev/Test-Images; Rechnung im Abrechnungsprofillaut Dev/Test-Preisseite nicht über den CSP-Partnerkanal erhältlich
Monatliches Guthaben für Visual-Studio-Abonnenten (Angebote MS-AZR-0059P, 0060P, 0062P, 0063P)einzelne Abonnenten ausgewählter Stufen, als persönliche Sandboxein monatliches Guthaben, dessen Höhe von der Stufe abhängt; ist es aufgebraucht, stoppt die Nutzung, solange keine Zahlungsmethode hinterlegt ist; Dev/Test-Sätze gelten darüber hinausdas Konto, mit dem man sich anmeldet, bestimmt den Entra-Mandanten; beim Übertrag in ein EA wird das Abonnement zu Enterprise Dev/Test und verliert das Guthaben
Kostenloses Konto (Angebot MS-AZR-0044P)neue Kunden200 US-Dollar Guthaben in der Abrechnungswährung für 30 Tage, danach Wechsel auf Pay-as-you-go oder Deaktivierung; zwölf Monate begrenzte Kontingente, nach dem Upgrade weiter gültig, danach Pay-as-you-go-SätzeAbrechnungskonto im Microsoft Online Services Program mit höchstens fünf Abonnements
Kostenlose Dienste für zwölf Monatenur neue Kundenmonatliche Kontingente, die am Monatsende verfallen: je 750 Stunden B1s, B2pts v2 und B2ats v2, 750 Stunden Flexible Server B1MS mit 32 GB Speicher und 32 GB Sicherung für PostgreSQL und MySQL, 720 vCore-Stunden SQL Managed Instance, eine Standard-Container-Registry mit 100 GBnicht übertragbar; nur die genannten Stufen
Dauerhaft kostenlose Kontingentejedes Abonnementje Monat etwa 1 Million Functions-Aufrufe, 10 App-Service-Apps mit 1 GB, 180.000 vCPU-Sekunden und 2 Millionen Anfragen in Container Apps, 100.000 vCore-Sekunden SQL Database Serverless mit 32 GB, 1.000 RU/s und 25 GB in Cosmos DB, 1 Million API-Management-Aufrufe; Cost Management und Advisor ohne Kontingentgilt nur für die genannten Stufen, alles darüber zu Listenpreisen
Der entfallene Windows-Aufschlagalle drei Dev/Test-Angebotedie Windows-VM kostet den Linux-Satz; was eine Windows-Lizenz sonst ausmacht, beschreibt Lizenzen in der Cloudnur in Dev/Test-Abonnements
KaufoptionenEnterprise Dev/TestReservierungen auf VMs, SQL Database und SQL Managed InstanceAzure-Reservierungen

Rechnungen, Exporte und APIs

Rechnungen. Ein Pay-as-you-go-Dev/Test-Abonnement erhält wie jedes Pay-as-you-go-Abonnement eine eigene Rechnung mit einer Abrechnungsperiode ab dem Anmeldetag. Enterprise Dev/Test erscheint in der EA-Rechnung des Enrollments und zehrt vom Azure Prepayment, der Azure Plan for Dev/Test in der Rechnung des MCA-Abrechnungsprofils; die Kontotypen beschreibt Azure-Abrechnungskonten. Bei den Guthabenangeboten entsteht eine Rechnung nur für Verbrauch über dem Guthaben, beim kostenlosen Konto erst nach dem Upgrade.

Exporte. Der Kostenexport trägt das Angebot in OfferId, im FOCUS-Export in x_SkuOfferId: MS-AZR-0148P für Enterprise Dev/Test, MS-AZR-0023P für Pay-as-you-go Dev/Test, MS-AZR-0148G für den Azure Plan for Dev/Test, MS-AZR-0044P für das kostenlose Konto und die Visual-Studio-Nummern für die Guthabenabonnements; alle Dev/Test-Angebote teilen die Quota-ID MSDNDevTest_2014-09-01. Die Zählernamen ändern sich nicht: Eine Windows-VM steht weiter unter dem Windows-Produkt, etwa Virtual Machines Dsv5 Series Windows, nur ihr EffectivePrice entspricht dem Linux-Zähler. Drei Eigenheiten der Guthabenangebote stehen in Microsofts Datendokumentation: Die historischen Daten dieser Abonnements enthalten weder Guthaben noch Zahlungen und können von der Rechnung abweichen, Marketplace-Käufe sind für MSDN- und Visual-Studio-Angebote nicht verfügbar, und Pay-as-you-go-Daten brauchen bis zu 72 Stunden. Das verbleibende Kontingent der kostenlosen Dienste und ihr Ablaufdatum zeigt das Portal im Raster des Abonnements, nicht der Export. Wie der Export aufgebaut ist, steht unter Azure-Kostenexporte.

Eine Zeile eines Dev/Test-AbonnementsDas Angebot: OfferId im Kostenexport,x_SkuOfferId in FOCUS, die Quoten-ID,die jedes Dev/Test-Angebot teiltDer Meter unverändert: eine Windows-VMweiter unter dem Windows-ProduktDer Dev/Test-Preis, wie ihn die RetailPrices API unter dem PreistypDevTestConsumption führt
Das Angebot im Export entscheidet den Preis, während die Meter-Namen gleich bleiben, deshalb zeigt sich Dev/Test im Preis, nicht im Meter

APIs. Die Retail-Prices-API führt die Dev/Test-Sätze als eigenen priceType DevTestConsumption neben Consumption, mit demselben productName und armSkuName; so lässt sich für jede Größe der Linux-, Windows- und Dev/Test-Preis nebeneinanderlegen. Budgets funktionieren auf diesen Abonnements wie auf allen anderen; für Pay-as-you-go-, MSDN- und Visual-Studio-Abonnements bietet das Budget den Rücksetzzeitraum "Billing month", weil ihre Abrechnungsperiode nicht dem Kalendermonat folgt (Azure Advisor, Budgets und Kostenwarnungen).

Stellhebel

Konfiguration. Jede Umgebung, die nicht produktiv ist, gehört in ein Abonnement mit Dev/Test-Angebot: im EA schaltet der Enterprise-Administrator die Option am Account frei, im MCA kommt der Plan über den Microsoft-Vertrieb, bei Pay-as-you-go legt der Abonnent das Abonnement selbst an. Die Bedingung bleibt dieselbe: Wer die Ressourcen nutzt, braucht ein aktives Visual-Studio-Abonnement, Abnahmetester ausgenommen, und produktive Last ist ausgeschlossen. Kleine Dauerlasten passen oft in die dauerhaft kostenlosen Kontingente, wenn sie auf den genannten Stufen laufen; was darüber liegt, kostet Listenpreis, und die Kontingente eines Monats verfallen. Die Muster für Nicht-Produktionskosten beschreibt der Artikel zu Nicht-Produktionskosten in der Cloud.

janeinProduktion?Das Standardangebot,mit SLAEin Abonnement mit Dev/Test-Angebot:beim EA vom Enterprise Administratorfreigeschaltet, beim MCA über denVertrieb, bei Pay-as-you-govom Abonnenten selbstDie Bedingung: jeder Nutzer ein aktivesVisual-Studio-Abonnement, Abnahmetesterausgenommen; keine ProduktionslastNachts und am Wochenende gestoppt,zusätzlich zum niedrigeren Preis
Jede nicht produktive Umgebung kommt in ein eigenes Dev/Test-Abonnement, unter der Bedingung, dass ihre Nutzer ein Visual-Studio-Abonnement halten und keine Produktionslast dort läuft

Kaufoption. In Enterprise Dev/Test lassen sich VMs, SQL Database und SQL Managed Instance reservieren, auf Basis des ohnehin niedrigeren Satzes; ob sich das lohnt, entscheidet die Laufzeit der Umgebung. Die API zeigt den Dev/Test-Satz auch für Spot-VMs, sodass eine Windows-Spot-VM im Dev/Test-Abonnement den Linux-Spot-Preis kostet (Spot- und Preemptible-Kapazität). Entwicklungsumgebungen, die nachts und am Wochenende stehen, sparen über Zeitpläne und Autoscaling mehr als über jedes Angebot.

Architektur. Ein Abonnement je Umgebung hält das Angebot sauber: Produktion auf dem Standardangebot mit SLA, Entwicklung und Test auf Dev/Test, und die Zuordnung je Umgebung ergibt sich aus dem Abonnement statt aus Tags (Kosten je Kunde, Funktion und Umgebung). Wer Visual-Studio-Guthaben in ein EA überträgt, verbraucht das Guthaben vorher, weil die Umwandlung es löscht.

Wo es schiefgeht

  • Produktion im Dev/Test-Abonnement. Das Angebot ist auf Entwicklung und Test beschränkt und trägt keine finanziell hinterlegte SLA; ein Ausfall hat keinen Anspruch, und die Nutzung verletzt die Angebotsbedingungen.
  • Nutzer ohne Visual-Studio-Abonnement. Pay-as-you-go Dev/Test verlangt es von jeder Person, die mit den Ressourcen arbeitet; Enterprise Dev/Test erlaubt Endanwendern nur Feedback und Abnahmetests.
  • Guthaben aufgebraucht, Abonnement steht. Ohne hinterlegte Zahlungsmethode stoppt das Visual-Studio-Abonnement, wenn das Monatsguthaben erschöpft ist; die Deaktivierung sieht aus wie ein Ausfall.
  • Übertrag ins EA löscht das Guthaben. Ein Visual-Studio-Abonnement wird beim Übertrag zu Enterprise Dev/Test und verliert sein Guthaben; dasselbe passiert, wenn der Abonnent Account Owner wird.
  • Das kostenlose Konto läuft ab. Nach 30 Tagen oder verbrauchtem Guthaben werden Abonnement und Dienste deaktiviert, bis das Upgrade erfolgt; nach dem Upgrade wird alles außerhalb der kostenlosen Stufen zu Pay-as-you-go-Sätzen berechnet.
  • Kontingente verfallen monatlich. Nicht genutzte Mengen eines Monats werden nicht übertragen, und nach zwölf Monaten laufen die befristeten Dienste zu Listenpreisen weiter.
  • Export passt nicht zur Rechnung. Bei Guthabenangeboten fehlen Guthaben und Zahlungen in den historischen Daten; die Rechnung ist die Referenz, wie Gutschriften, Erstattungen und Korrekturen beschreibt.
  • Dev/Test über den Partner erwartet. Die Preisseite nennt das Angebot für den CSP-Partnerkanal als nicht verfügbar.

Beispiel

Germany West Central, EUR-Listenpreise der Azure-Retail-Prices-API, gelesen am 2026-10-21, für eine Standard_D4s_v5: Linux 0,2024 EUR je Stunde, Windows 0,3643 EUR je Stunde, Windows im Dev/Test-Abonnement (priceType DevTestConsumption) 0,2024 EUR je Stunde, also exakt der Linux-Satz; bei Spot kostet Windows 0,0673 EUR und Dev/Test 0,0374 EUR je Stunde, wieder der Linux-Spot-Preis. Der entfallene Aufschlag beträgt bei dieser Größe 0,1619 EUR je Stunde. Für Azure SQL Database nennt Microsofts Dev/Test-Preisseite einen Nachlass von bis zu 55 Prozent, für die Logic-Apps-Enterprise-Verbindung 50 Prozent. Das kostenlose Konto bringt 200 US-Dollar Guthaben für 30 Tage; die Zwölf-Monats-Liste umfasst je 750 Stunden B1s, B2pts v2 und B2ats v2, 750 Stunden Flexible Server B1MS mit 32 GB Speicher und 32 GB Sicherung für PostgreSQL und MySQL sowie 720 vCore-Stunden SQL Managed Instance; dauerhaft kostenlos sind je Monat unter anderem 1 Million Functions-Aufrufe, 100.000 vCore-Sekunden SQL Database Serverless, 1.000 RU/s mit 25 GB in Cosmos DB und 1 Million API-Management-Aufrufe. Die Zahlen zeigen: Der Windows-Aufschlag ist der Betrag, den Dev/Test je VM-Stunde streicht, und die Kontingente decken kleine Lasten vollständig, große gar nicht.

Quellen

Gelesen am 2026-10-21. Microsoft Learn: What is Azure Dev/Test offer?, Creating Enterprise Azure Dev/Test subscriptions, Start using individual Azure Dev/Test credit, EA billing administration on the Azure portal, Get started with Microsoft Customer Agreement billing account, Avoid charges with your Azure free account, Understand Cost Management data, Understand usage details fields, Tutorial: Create and manage budgets. Azure: Azure Dev/Test pricing, Enterprise Dev/Test offer, Pay-As-You-Go Dev/Test offer, Azure account and free services. Preise: Azure-Retail-Prices-API, EUR, Germany West Central, Standard_D4s_v5 mit Consumption und DevTestConsumption); die Filter dokumentiert die Azure Retail Prices REST API.