Azure Files Kosten hängen zuerst vom Abrechnungsmodell der Freigabe ab: Provisioned v2 berechnet bereitgestellten Speicher, IOPS und Durchsatz je Stunde, Provisioned v1 bereitgestellte GiB auf SSD mit festem Verhältnis zu IOPS und Durchsatz, und Pay-as-you-go die genutzten GiB plus Transaktionen je 10.000 in den Stufen Transaction Optimized, Hot und Cool; dazu kommen Snapshots, Azure File Sync je registriertem Server, Azure Backup und bei Azure NetApp Files der Kapazitätspool je GiB und Stunde nach Service Level. Auf der Rechnung dominiert bei provisionierten Freigaben und NetApp-Pools die bereitgestellte, nicht die genutzte Größe, bei Pay-as-you-go-Freigaben mit SMB-Clients oft die Transaktionen.

Preisdimensionen

DimensionEinheitWas sie treibtOptional
Provisioned v2: Speicher, IOPS, DurchsatzGiB je Stunde, IOPS je Stunde, MiB/s je Stunde, getrennt bereitgestelltdie drei gewählten Werte, nicht die Nutzung; Mindestwerte 32 GiB, 3.000 IOPS und 100 MiB/s auf SSD, 500 IOPS und 60 MiB/s auf HDD; Verringern erst 24 Stunden nach der letzten ErhöhungMicrosofts Empfehlung für alle neuen Freigaben
Provisioned v1 (Premium)bereitgestellte GiB je Monat auf SSD; IOPS und Durchsatz sind Rechengrößen darausdie bereitgestellte Größe, mindestens 100 GiB; mehr IOPS gibt es nur über mehr GiBnur für Bestandsfreigaben oder einen konkreten Grund
Pay-as-you-gogenutzte GiB je Monat, Metadaten je GiB, Transaktionen je 10.000 nach Typ, Abruf je GiB aus CoolStufe (Transaction Optimized, Hot, Cool), Datenmenge, SMB- und FileREST-Aufrufe; Löschtransaktionen sind kostenlosnur HDD, nur klassische Freigaben
Snapshotsje Modell: Overflow über die bereitgestellte Größe (v2), genutzte Differenz-GiB zum reduzierten Preis (v1), Teil der genutzten GiB (Pay-as-you-go)Aufbewahrung und Änderungsrate; Snapshots sind immer differenziellFile Sync und Azure Backup erzeugen sie mit
Soft Deletegenutzte GiB gelöschter Freigaben für die AufbewahrungsfristAufbewahrungsfrist auf dem Kontooptional, von Azure Backup aktiviert
Redundanzim Preis je GiB: LRS, ZRS, GRS, GZRSGRS und GZRS nur auf HDD; kein RA-GRS für Azure Files; Geo-Replikation überträgt Schreibvolumen je GiBje Speicherkonto
Azure File Syncje registriertem Server und Monat, der erste Server freiZahl der Windows-Server mit Agent; dazu die Freigabekosten durch Sync-Transaktionen, Snapshots und Cloud TieringZusatzdienst
Azure BackupProtected Instance je 250 GiB geschützter Freigaben je Konto; Snapshot-Speicher als Files-Nutzung; beim Vault-Standard-Tier Vault-Speichergeschütztes Volumen, Aufbewahrung, ÄnderungsrateZusatzdienst, siehe Azure-Backup- und Site-Recovery-Preise
Azure NetApp FilesKapazitätspool je GiB und Stunde nach Service Level (Standard, Premium, Ultra), Flexible zusätzlich je MiB/s und Stunde über 128 MiB/sbereitgestellte Poolgröße ab 1 TiB in 1-TiB-Schritten, unabhängig von Volumes und Daten; Snapshots zählen gegen das Volume-KontingentBackup je GiB-Monat, Wiederherstellung je GiB, Cross-Region Replication je übertragenem GiB, Cool Access getrennt
Kaufoptionreservierte Kapazität für ein oder drei Jahre, 10 oder 100 TiBProvisioned v1 und Pay-as-you-go (Hot, Cool); NetApp Files je Service Levelsiehe reservierte Kapazität für verwaltete Dienste

Provisioned v2 ist laut Microsoft das Modell für alle neuen Freigaben: Es nimmt den Preis von der Nutzung und macht ihn planbar, verlangt dafür aber, dass jemand die drei Werte setzt und bei Wachstum nachzieht. Bei Pay-as-you-go gilt dieselbe Hardware für alle drei Stufen; sie unterscheiden sich nur im Preis je GiB (höchster in Transaction Optimized, niedrigster in Cool) und im Preis je Transaktion (umgekehrt). Microsoft rät, eine Migration in Transaction Optimized zu beginnen und die Stufe erst nach dem Umzug nach gemessener Nutzung zu wählen; ein Stufenwechsel berechnet je Datei eine Schreib- oder Lesetransaktion der kühleren Stufe und aus Cool heraus den Abruf je GiB, höchstens fünfmal in 30 Tagen. Bei NetApp Files legt der Service Level den Durchsatz je TiB fest, 16 MiB/s bei Standard, 64 bei Premium, 128 bei Ultra; Flexible koppelt Durchsatz und Kapazität ab und gibt jedem Pool 128 MiB/s mit, ein Preis je Stunde folgt jeder Größen- oder Level-Änderung ab der nächsten vollen Stunde. Die Modelle der drei Anbieter stellt Block-, Objekt- und Dateispeicher nebeneinander.

So erscheint es in den Abrechnungsdaten

Alle Freigaben eines Speicherkontos erscheinen im Kostenexport mit MeterCategory Storage und dem Speicherkonto als ResourceId; das Abrechnungsmodell steht in der MeterSubCategory: Azure Files Provisioned v2 mit den Metern Provisioned Storage, Provisioned IOPS, Provisioned Throughput MiBPS, Overflow Snapshot Usage und Soft-Deleted Usage, je Medium und Redundanz als Präfix (SSD LRS Provisioned Storage, HDD ZRS Provisioned IOPS); Premium Files für Provisioned v1 mit Premium LRS Provisioned, Premium LRS Snapshots, Premium LRS Burst Transactions und Premium LRS Burst Bandwidth; Files v2 für Pay-as-you-go mit Data Stored, Metadata, Write Operations, List Operations, Read Operations, Other Operations oder Protocol Operations, Data Retrieval und Geo-Replication Data Transfer, jeweils mit Stufe und Redundanz als Präfix (Hot LRS Data Stored, Cool GRS Write Operations, Standard LRS Data Stored für Transaction Optimized). Die Einheiten verraten das Modell: Provisioned v2 meldet stündlich GiB-Stunden (1.024 Einheiten je Stunde für 1.024 GiB), Provisioned v1 und Pay-as-you-go melden stündlich Monatsanteile (1,3763 Einheiten je Stunde in einem 31-Tage-Monat für 1.024 GiB), Transaktionen kommen als Bruchteile von 10.000.

Azure File Sync trägt das Produkt File Sync mit dem Meter Standard Server je registriertem Server und Standard Server - Free für den ersten; die Sync-Transaktionen, Snapshots und Abrufe liegen auf den Metern der Freigabe, nicht beim Sync-Dienst. Azure Backup für Freigaben erzeugt die Protected-Instance-Posten unter dem Backup-Dienst, der Snapshot-Speicher bleibt bei Storage. Azure NetApp Files ist ein eigener Dienst: MeterCategory Azure NetApp Files mit den Metern Standard Capacity, Premium Capacity, Ultra Capacity, Flexible Service Level Capacity und Flexible Service Level Throughput MiBps je Stunde, Backup Capacity je GiB-Monat, Volume Restore Capacity je GiB, Cross Region Replication je übertragenem GiB mit Quell- und Zielregion im Produktnamen sowie Standard Storage with Cool Access Capacity und Standard Storage with Cool Access Data Transfer für die kühle Stufe. Microsoft Defender for Storage berechnet seine Transaktionsgebühr unter dem Defender-Dienst, auch für provisionierte Freigaben, bei denen Transaktionen sonst nichts kosten (Sentinel-, Defender- und Key-Vault-Preise).

Im FOCUS-Export stehen dieselben Werte in x_SkuMeterCategory, x_SkuMeterSubcategory und SkuMeter; ServiceName nennt den Dienst, ChargeCategory ist Usage für Verbrauch und Purchase für den Kauf reservierter Kapazität, deren Stunden CommitmentDiscountId tragen. Eine einzelne Freigabe ist im Export nicht sichtbar, weil die Ressource das Speicherkonto ist; wer Freigaben Teams zuordnen will, trennt sie auf Konten oder nutzt die neuen File-Share-Ressourcen (Microsoft.FileShares), die ohne Speicherkonto als eigene Ressource erscheinen, derzeit nur für SSD mit NFS und Provisioned v2.

ein Kontoje Teamdie neuen Datei-freigabe-RessourcenEine DateifreigabeDas Speicherkonto als Ressource:die Freigabe selbst imExport unsichtbarFreigaben Teamswie zuordnen?Über das KontoÜber die Freigabe alseigene RessourceDaneben: File Sync je Server,Backup unter dem Backup-Dienst,NetApp Files unter eigener Kategorie
Das Speicherkonto, nicht die Freigabe, ist die Ressource, deshalb erreichen Freigaben Teams nur über getrennte Konten oder die neuen Dateifreigabe-Ressourcen

Stellhebel

Konfiguration. Bei Provisioned v2 sind IOPS und Durchsatz eigene Posten: Die Empfehlung des Portals folgt der Größe, der Bedarf folgt dem Workload, und beides lässt sich getrennt senken. Bei Provisioned v1 bestimmt allein die Größe die Leistung; wer IOPS braucht, kauft GiB. Pay-as-you-go-Freigaben gehören in die Stufe, die zu ihrem Transaktionsmuster passt: Cool ist bei vielen Zugriffen teurer als Transaction Optimized, weil die Transaktionspreise die Speicherersparnis übersteigen. Snapshot-Aufbewahrung kostet in jedem Modell Kapazität, bei v2 erst über der bereitgestellten Größe. Bei NetApp Files passen Poolgröße und Service Level zur Stunde; ein Pool, der für einen Batch-Lauf auf Ultra gehoben wird, kehrt danach auf Standard zurück, und Flexible nimmt bei großen, langsamen Volumes die überprovisionierte Dimension aus der Rechnung (Rightsizing).

Kaufoption. Reservierte Kapazität gibt es für Provisioned v1 und Pay-as-you-go (Hot und Cool), nicht für Provisioned v2, sowie für NetApp-Pools je Service Level, ohne die Cool-Access-Stufe (reservierte Kapazität für verwaltete Dienste).

Architektur. Große, ruhige Datenmengen gehören nicht auf Dateifreigaben: Was keine SMB- oder NFS-Semantik braucht, ist in Blob Storage je GiB günstiger, und was nur einem Server dient, auf einem Managed Disk. Bei File Sync kostet jeder zusätzliche Server die Monatsgebühr und jede tägliche Enumeration eine List-Transaktion je Verzeichnis; Cloud Tiering senkt den lokalen Speicher, erzeugt aber Abrufe und Egress. NetApp Cool Access verschiebt kalte Blöcke in günstigeren Speicher, Snapshots und Short-Term Clones ersetzen vollständige Kopien, und ein Replikationsziel auf Flexible mit Basisdurchsatz hält die DR-Kopie günstig (Speicheroptimierung, Backup und Disaster Recovery). Freigaben und Pools, die niemand mehr einhängt, laufen zum vollen bereitgestellten Preis weiter (ungenutzte und verwaiste Ressourcen).

keine SMB- oderNFS-Semantiknur einenServerSMB oder NFS fürmehrere ClientsNetApp-FunktionenWas brauchendie Daten?Blob Storage:günstiger je GiBEin verwalteterDatenträgerAzure Files: bei v2Speicher, IOPS undDurchsatz als getrennteZeilen, jede fürsich gesenktNetApp Files: dasService-Level unddie Poolgröße
Nur Daten, die SMB- oder NFS-Semantik brauchen, gehören auf eine Freigabe; der Rest geht in einen Blob oder auf einen Datenträger, und die eigenen Hebel der Freigabe sind ihre bereitgestellten Zeilen

Wo es schiefgeht

  • Die Freigabe ist halb leer, die Rechnung voll. Provisioned v1, Provisioned v2 und NetApp-Pools berechnen die bereitgestellte Größe; die Nutzung spielt keine Rolle. Bereitgestellte GiB gegen genutzte GiB stellen und verkleinern, bei v2 frühestens 24 Stunden nach der letzten Erhöhung.
  • Transaktionen übersteigen den Speicher. Eine Pay-as-you-go-Freigabe in Cool bedient einen aktiven Workload, oder ein Scan, Virenscanner oder Backup-Agent liest täglich jede Datei. Die Operationsmeter je Konto lesen, die Stufe wechseln oder auf Provisioned v2 migrieren, wo Transaktionen in den IOPS enthalten sind.
  • Ein Stufenwechsel hat einen Tagesposten erzeugt. Beim Wechsel wurde je Datei eine Transaktion der kühleren Stufe berechnet, aus Cool heraus zusätzlich der Abruf je GiB. Stufen nach gemessener Nutzung wählen und nicht hin und her schalten.
  • Snapshots wachsen unbemerkt. Azure Backup oder File Sync legt Snapshots an, und bei hoher Änderungsrate wächst die Differenz; bei v2 erscheint sie erst als Overflow Snapshot Usage, wenn die bereitgestellte Größe überschritten ist. Aufbewahrung in der Backup-Richtlinie kürzen oder die Größe planen.
  • Defender for Storage kostet auf provisionierten Freigaben. Der Transaktionspreis von Defender fällt auch dort an, wo Azure Files Transaktionen nicht berechnet. Transaktionsstarke Konten prüfen und gegebenenfalls ausnehmen.
  • Der NetApp-Pool ist größer als seine Volumes. Ein Pool wurde auf 4 TiB angelegt, die Volumes belegen 2 TiB, berechnet werden 4. Pool in 1-TiB-Schritten bis auf die Volume-Kontingente verkleinern.
  • File-Sync-Server zählen doppelt. Server wurden neu registriert, ohne die alte Registrierung zu entfernen, und jeder zählt monatlich. Registrierte Server im Storage Sync Service bereinigen.

Beispiel

Listenpreise der Azure Retail Prices API in EUR für Germany West Central, gelesen am 2026-10-21: Pay-as-you-go mit LRS kostet je GB und Monat 0,0508 EUR in Transaction Optimized, 0,0238 EUR in Hot und 0,0132 EUR in Cool (GRS 0,0847, 0,0476 und 0,0264 EUR; ZRS 0,066, 0,0291 und 0,0165 EUR), Metadaten mit LRS 0,0246 EUR je GB und Monat; Schreibtransaktionen je 10.000 kosten 0,0132 EUR in Transaction Optimized, 0,0618 EUR in Hot und 0,1144 EUR in Cool, Lesetransaktionen 0,0013, 0,0049 und 0,0114 EUR, List-Transaktionen 0,0132, 0,0618 und 0,0618 EUR, der Abruf aus Cool 0,0088 EUR je GB. Provisioned v1 kostet mit LRS 0,169 EUR je bereitgestelltem GB und Monat, Snapshots 0,1434 EUR je GB und Monat, mit ZRS 0,2112 EUR; Provisioned v2 auf SSD mit LRS listet die API mit 0,0002 EUR je GiB und Stunde für Speicher und 0,0001 EUR je MiB/s und Stunde für Durchsatz, die HDD-Meter liegen in EUR unter der vierten Nachkommastelle, auf die die API rundet, und bleiben hier aus. Azure File Sync kostet 4,3999 EUR je registriertem Server und Monat, der erste Server ist frei. Azure NetApp Files listet die API mit 0,0002 EUR je GiB und Stunde für Standard, 0,0004 EUR für Premium, 0,0005 EUR für Ultra, 0,0002 EUR für Flexible plus 0,0035 EUR je MiB/s und Stunde, Backup mit 0,0572 EUR je GiB und Monat, Cool Access mit 0,0001 EUR je GiB und Stunde plus 0,0187 EUR je abgerufenem GiB. Ein GB in Hot (Pay-as-you-go) kostet so im Monat ein Siebtel des bereitgestellten Premium-GB, aber 10.000 Hot-Schreibtransaktionen kosten mehr als zweieinhalb GB Hot-Speicher: Pay-as-you-go lohnt bei ruhigen Daten, Provisioned bei aktiven.

Quellen

Gelesen am 2026-10-21. Microsoft Learn: Abrechnung von Azure Files verstehen, Azure File Sync planen, Kostenmodell von Azure NetApp Files, Service Levels von Azure NetApp Files, Azure Files Backup, Redundanz in Azure Storage, Felder der Kostendetails, FOCUS-Schema des Kostenexports. Preise: Azure Retail Prices API in EUR, Azure Files in Germany West Central, Azure File Sync, Azure NetApp Files.