AKS Kosten setzen sich aus einer Clusterverwaltungsgebühr je Stufe (Free, Standard, Premium oder AKS Automatic), den virtuellen Maschinen der Node-Pools, deren Datenträgern, dem Load Balancer und den öffentlichen IP-Adressen rund um den Cluster, dem ausgehenden Datenverkehr und der Telemetrie zusammen, die Container Insights in einen Log-Analytics-Arbeitsbereich schreibt. Auf der Rechnung dominieren fast immer die Node-VMs, gefolgt von der Log-Ingestion; die Verwaltungsgebühr selbst ist bei kleinen Clustern der kleinste Posten.
Preisdimensionen
| Dimension | Einheit | Was sie treibt | Optional |
|---|---|---|---|
| Clusterverwaltung Free | keine Gebühr, nur die genutzten Ressourcen | Entwicklung, Test, Cluster unter 10 Knoten; bis 1.000 Knoten, keine finanziell abgesicherte SLA | Standardstufe für Basis-SKU-Cluster |
| Clusterverwaltung Standard | je Cluster und Stunde (Meter Standard Uptime SLA) | Uptime-SLA von 99,95 % für den API-Server mit Verfügbarkeitszonen, 99,9 % ohne; bis 5.000 Knoten | Pflicht für Produktion mit SLA und für das Kostenanalyse-Add-on |
| Clusterverwaltung Premium | je Cluster und Stunde (Meter Standard Long Term Support) | wie Standard plus 24 Monate Long Term Support für Kubernetes-Versionen; nur zusammen mit dem Supportplan AKSLongTermSupport | nur für regulierte Umgebungen oder lange Upgrade-Fenster |
| AKS Automatic | je Cluster und Stunde (Automatic Hosted Control Plane) plus Meter je VM-Familie (Automatic General Purpose, Automatic Memory Optimized und weitere) | vorkonfiguriert auf Standardstufe mit Uptime-SLA und Pod-Readiness-SLA; Node Autoprovisioning, verwaltete System-Node-Pools, Managed Prometheus und Container Insights sind voreingestellt | eigene SKU bei der Clustererstellung |
| Node-Pools | VM-Stunde je Größe und Betriebssystem, sekundengenau | Anzahl und Größe der Knoten, Linux oder Windows, Spot oder regulär; Systemknoten laufen immer | keine, mindestens ein Node-Pool läuft |
| Datenträger | GB-Monat je Disk-SKU und Snapshot | OS-Disks je Knoten (sofern nicht ephemer), Persistent Volumes über die CSI-Treiber | ephemere OS-Disks vermeiden den Meter |
| Load Balancer und öffentliche IPs | Regel-Stunde, verarbeitete GB, IP-Stunde | ein Standard Load Balancer für Services vom Typ LoadBalancer und für den Egress, je eine statische IP je exponiertem Service | NAT Gateway oder User Defined Routing als Alternative für Egress |
| Bandbreite | GB ausgehend | Antworten an Clients im Internet, Replikation zwischen Regionen | keine |
| Virtual Nodes | Container-Instances-Sekunden je vCPU und GB | Pods, die über den Virtual-Kubelet-Add-on auf Azure Container Instances laufen; nur Linux, nur Azure CNI | Add-on, standardmäßig aus |
| Container Insights und Managed Prometheus | GB ingestiert und GB-Monat aufbewahrt im Log Analytics Workspace, Metrik-Samples | Containerlogs (stdout, stderr), Kubernetes-Events, Performance-Tabellen; Volumen wächst mit Pods und Log-Level | standardmäßig aus bei AKS Standard, voreingestellt bei AKS Automatic |
| Kaufoptionen | Reservierung oder Savings Plan auf die VM-Stunden | gleichmäßige Grundlast der Node-Pools | siehe Azure-Reservierungen und Azure Savings Plans |
Die Verwaltungsgebühr hängt an der Stufe, nicht an der Größe: Ein Standard-Cluster mit drei Knoten zahlt denselben Stundensatz wie einer mit 500. Virtual Nodes v2 ist laut Microsoft als Clustererweiterung in der Vorschau und ersetzt das bisherige Add-on.
So erscheint es in den Abrechnungsdaten
Im Kostenexport ist ein AKS-Cluster kein einzelner Posten, sondern ein Bündel aus Metern mehrerer Dienste. Nur die Verwaltungsgebühr trägt den Dienst selbst: MeterCategory Azure Kubernetes Service, MeterName Standard Uptime SLA für die Standardstufe und Standard Long Term Support für Premium; AKS Automatic erscheint mit dem Produkt Azure Kubernetes Service - Automatic und den Metern Automatic Hosted Control Plane sowie Automatic General Purpose, Automatic Memory Optimized und den übrigen Familienmetern. Ein Free-Cluster hat keinen eigenen Meter.
Alles andere landet auf den Metern der jeweiligen Dienste, jeweils mit der Ressource aus der Node-Ressourcengruppe des Clusters (MC_, gefolgt von Ressourcengruppe, Clustername und Region) als ResourceId:
- Node-VMs als
MeterCategoryVirtual Machinesmit der Serie alsMeterSubCategory(etwaDsv5 Series) und der Größe alsMeterName(D4s v5, bei SpotD4s v5 Spot),PricingModelOnDemand,Spot,ReservationoderSavingsPlan; die Azure-Virtual-Machines-Preise beschreiben die Meter. - OS-Disks und Persistent Volumes unter
Storagemit den Disk-SKUs alsMeterSubCategory(Azure-Managed-Disks-Preise). - Der Standard Load Balancer unter
Load Balancermit den MeternStandard Included LB Rules and Outbound Rules,Standard Overage LB Rules and Outbound RulesundStandard Data Processed; die öffentlichen IPs unterVirtual Network,MeterSubCategoryIP Addresses,MeterNameStandard IPv4 Static Public IP. - Ausgehender Datenverkehr unter
Bandwidth(Azure-Bandbreiten- und Netzwerkpreise). - Container Insights unter
Log Analytics(Analytics Logs Data Ingestion,Analytics Logs Data Retention) oderAzure Monitor(Basic Logs Data Ingestion), zugeordnet zum Workspace, nicht zum Cluster (Azure-Monitor- und Log-Analytics-Preise). - Virtual Nodes unter
Container Instances(Container Apps, Container Instances und ACR).
Die Felder ResourceGroup und Tags liefern die Zuordnung zum Cluster: Die Node-Ressourcengruppe trägt den Clusternamen, und Tags, die auf dem Cluster gesetzt sind, setzt AKS auf die Node-Ressourcengruppe, den Load Balancer, die öffentliche IP und die übrigen Netzwerkressourcen, nicht aber auf die Node-Pools; deren Scale Sets und VM-Instanzen tragen nur die Tags, die auf dem Node-Pool selbst gesetzt sind. Im FOCUS-Export erscheinen dieselben Posten mit ServiceName als Dienstname (Azure Kubernetes Service, Virtual Machines, Log Analytics entsprechend dem Meter), x_SkuMeterCategory und SkuMeter für den Meter, ChargeCategory Usage für Verbrauch und Purchase für den Kauf einer Reservierung, CommitmentDiscountId für die Stunden, die eine Reservierung oder ein Savings Plan abdeckt.
Keiner dieser Exporte kennt Namespaces, Deployments oder Pods. Das Kostenanalyse-Add-on von AKS (Standard- oder Premium-Stufe, Basis OpenCost) gleicht Nutzungsdaten aus dem Cluster mit den Rechnungsdaten ab und zeigt in Cost Management die Sichten nach Namespace und nach Asset, mit vier Ladungen: Idle (bereitgestellte, von keinem Workload genutzte Kapazität), Service (Uptime SLA, Defender for Containers), System (von AKS je Knoten reservierte Kapazität für kubelet und Container-Runtime) und Unallocated. Die Sichten gibt es nur für Enterprise Agreement und Microsoft Customer Agreement, die Daten liegen nach 8 bis 24 Stunden vor, Virtual Nodes werden nicht unterstützt. Was Container-Kostendaten allgemein leisten, beschreibt Kubernetes-Kostendaten.
Stellhebel
Konfiguration. Die Free-Stufe reicht für Entwicklung und Test; Microsoft empfiehlt sie für Cluster unter zehn Knoten und ohne SLA-Bedarf. Premium lohnt nur, wenn eine Kubernetes-Version länger als die Community-Unterstützung laufen muss, denn die LTS-Gebühr ist ein Vielfaches der Standardgebühr. Bei Container Insights entscheiden die Log-Voreinstellungen, die Tabellenwahl in der Data Collection Rule, Namespace- und Annotation-Filter für stdout und stderr sowie Basic Logs für ContainerLogV2 über das ingestierte Volumen; Microsoft nennt dafür Transformationen zur Ingestion-Zeit und das Umschalten der Visualisierungen auf Managed Prometheus als günstigere Metrikquelle. Ephemere OS-Disks nehmen den Disk-Meter je Knoten aus der Rechnung, wo die VM-Größe sie zulässt.
Kaufoption. Node-Pools sind gewöhnliche VMs: Reservierungen und Savings Plans decken ihre Stunden ab, Spot-Node-Pools senken den Stundenpreis für unterbrechbare Arbeit (Spot- und Preemptible-Kapazität). Welche Form zur Grundlast passt, klärt die Commitment-Strategie; die Verwaltungsgebühr selbst kennt keine Kaufoption.
Architektur. Cluster Autoscaler oder Node Autoprovisioning passen die Knotenzahl an die Requests an, und Requests, die zur tatsächlichen Nutzung passen, senken die Idle-Ladung, die das Kostenanalyse-Add-on ausweist (Kubernetes-Effizienz, Rightsizing). Entwicklungscluster lassen sich über Nacht auf null Knoten skalieren oder stoppen (Scheduling und Auto-Scaling). Viele kleine Cluster vervielfachen Verwaltungsgebühr, Systemknoten, Load Balancer und Log-Workspaces; Namespaces in einem größeren Cluster teilen sie, und die Kubernetes-Kostenzuordnung verteilt sie wieder auf Teams. Ein Service vom Typ LoadBalancer je Anwendung erzeugt je eine öffentliche IP; ein Ingress-Controller oder das Application-Routing-Add-on bündelt sie auf eine.
Wo es schiefgeht
- Die VM-Kosten tauchen nicht unter dem Cluster auf. Die Node-VMs liegen in der Node-Ressourcengruppe
MC_...und auf den Metern vonVirtual Machines; wer nach der Ressourcengruppe des Clusterobjekts filtert, sieht nur die Verwaltungsgebühr, und wer nach dem Cluster-Tag filtert, verliert die VMs, weil Cluster-Tags nicht auf Node-Pools vererbt werden. NachResourceGroupder Node-Ressourcengruppe gruppieren oder die Tags zusätzlich auf jedem Node-Pool setzen. - Log Analytics kostet mehr als die Knoten. Container Insights sammelt standardmäßig stdout und stderr aller Pods und alle Kubernetes-Events in einen Workspace; mit ausführlichem Logging wächst die Ingestion schneller als der Cluster. Im Workbook Container Insights Usage prüfen, welche Tabellen und Namespaces das Volumen treiben, dann Preset, Filter oder Basic Logs setzen.
- Der Cluster ist leer, die Rechnung nicht. Systemknoten, Standard-Gebühr, Load Balancer, öffentliche IPs und Workspace laufen auch ohne Workloads weiter. Entwicklungscluster, die nachts nicht gebraucht werden, stoppen oder den Node-Pool auf null skalieren.
- Idle-Ladung bleibt hoch, obwohl der Autoscaler läuft. Der Autoscaler reagiert auf Requests, nicht auf Nutzung; zu hohe Requests halten Knoten am Leben, die kaum ausgelastet sind. Requests gegen die gemessene Nutzung prüfen, Vertical Pod Autoscaler als Vorschlag nutzen.
- Premium-Gebühr ohne Bedarf. Ein Cluster wurde auf Premium gehoben, um ein Upgrade aufzuschieben, und blieb dort. Supportplan auf
KubernetesOfficialzurücksetzen und die Stufe auf Standard senken, sobald die Version wieder im Community-Support ist. - Eine Reservierung deckt die Node-Pools nicht. Die Reservierung wurde für eine andere VM-Serie oder Region gekauft, oder Node Autoprovisioning wählt wechselnde Größen.
PricingModelundCommitmentDiscountIdder Node-Posten prüfen und die Reservierung auf die tatsächlichen Serien ausrichten. - Mehrere öffentliche IPs pro Anwendung. Jeder Service vom Typ LoadBalancer bekommt eine eigene statische IP und Regeln auf dem Load Balancer. Services zählen und hinter einem Ingress zusammenführen.
Beispiel
Listenpreise der Azure Retail Prices API in EUR für Germany West Central, gelesen am 2026-10-21, Verbrauchspreise ohne Reservierung: Die Clusterverwaltung kostet in der Standardstufe 0,088 EUR je Cluster und Stunde (Standard Uptime SLA), in der Premiumstufe 0,528 EUR (Standard Long Term Support); für AKS Automatic listet die API den Meter Automatic Hosted Control Plane mit 0,1408 EUR je Stunde und die Familienmeter Automatic General Purpose mit 0,009 EUR, Automatic Memory Optimized mit 0,0142 EUR und Automatic GPU Accelerated mit 0,0411 EUR, jeweils mit der Einheit einer Stunde, ohne dass die API sagt, worauf sich eine Einheit bezieht. Ein Linux-Knoten der Größe Standard_D4s_v5 kostet 0,2024 EUR je Stunde, als Spot-Knoten 0,0374 EUR. Rund um den Cluster kostet eine statische Standard-IPv4-Adresse 0,0044 EUR je Stunde, der Standard Load Balancer 0,022 EUR je Stunde für die enthaltenen Regeln, 0,0088 EUR je zusätzlicher Regel und Stunde und 0,0044 EUR je verarbeitetem GB. Die Log-Ingestion kostet 2,6311 EUR je GB in Analytics Logs und 0,572 EUR je GB in Basic Logs, die Aufbewahrung über den inklusiven Zeitraum 0,1144 EUR je GB und Monat. Drei D4s_v5-Knoten (0,6072 EUR je Stunde) kosten damit fast das Siebenfache der Standardgebühr, und schon ein GB Analytics Logs am Tag übersteigt die Verwaltungsgebühr desselben Tages (2,112 EUR); die Verwaltungsgebühr ist nicht der Hebel, Knoten und Logs sind es.
Quellen
Gelesen am 2026-10-21. Microsoft Learn: AKS Free, Standard und Premium Pricing Tiers, Einführung in AKS Automatic, Virtual Nodes, Kosten von Container Insights, AKS-Kostenanalyse-Add-on, AKS-Nutzung und -Kosten verstehen, Azure-Tags in AKS, Felder der Kostendetails, FOCUS-Schema des Kostenexports. Preise: AKS-Preisseite (skriptgerendert, ohne lesbare Beträge) und die Azure Retail Prices API in EUR: Azure Kubernetes Service in Germany West Central, Standard_D4s_v5, öffentliche IP-Adressen, Standard Load Balancer, Log Analytics, Basic Logs.