Azure Managed Disks Kosten entstehen aus der bereitgestellten Größe je Datenträgertyp und Monat, bei Standard HDD und Standard SSD zusätzlich aus Transaktionen, bei Premium SSD v2 und Ultra Disk aus getrennt bereitgestellter Kapazität, IOPS und Durchsatz je Stunde, dazu aus Snapshots nach belegter Größe. Auf der Rechnung dominieren meist die Premium-SSD-Stufen von OS- und Datendisks, die mit jeder VM mitlaufen und auch dann weiterkosten, wenn die VM deallokiert oder gelöscht ist.

Preisdimensionen

DimensionEinheitWas sie treibtOptional
Premium SSDStufe P1 bis P80 je Monat, stundengenau anteiligBereitgestellte Größe, auf die nächste Stufe aufgerundet; IOPS und Durchsatz sind in der Stufe enthaltenNein für OS-Datenträger auf Premium-fähigen Größen
Standard SSDStufe E1 bis E80 je Monat plus Transaktionen je 10.000Bereitgestellte Größe und I/O-Vorgänge bis 256 KiB, mit stündlicher Obergrenze der berechneten TransaktionenJa
Standard HDDStufe S4 bis S80 je Monat plus Transaktionen je 10.000Bereitgestellte Größe und I/O-Vorgänge bis 16 KiB, mit stündlicher Obergrenze; als OS-Datenträger ab 2028-09-08 nicht mehr nutzbarJa
Premium SSD v2GiB je Stunde, IOPS je Stunde über 3.000, MB/s je Stunde über 125Kapazität in 1-GiB-Schritten und die Leistung, die Sie darüber hinaus einstellen; nur als DatendiskJa
Ultra DiskGiB je Stunde, IOPS je Stunde, MB/s je StundeKapazität und getrennt eingestellte Leistung; nur als Datendisk; Reservierungsgebühr je vCPU auf Ultra-fähigen VMs ohne angehängten Ultra DiskJa
SnapshotsGB je Monat nach belegter GrößeInkrementelle Snapshots speichern nur die Änderungen auf Standard-HDD-Speicher; der erste ist eine VollkopieJa
BurstingPremium SSD über 512 GiB: Aktivierungsgebühr je Stunde plus Transaktionen über dem ZielwertGuthabenbasiertes Bursting bis P20 und bis E30 ist kostenlos; On-Demand-Bursting kostetJa
Geteilte DatenträgerPremium SSD: Aufschlag je Mount und Monat; Premium SSD v2 und Ultra: nach Gesamt-IOPS und Gesamt-MB/sZahl der VMs, die einen Premium-SSD-Datenträger gleichzeitig einhängenJa
KaufoptionReservierung je Datenträger-SKU, ein JahrPremium SSD P30 bis P80 in einer Region; gilt nicht für Snapshots, Transaktionen und andere TypenJa (Azure-Reservierungen)

Für Premium SSD, Standard SSD und Standard HDD zählt die bereitgestellte Größe, nicht die belegte: Azure rundet sie auf die nächste angebotene Stufe auf und berechnet diese Stufe, anteilig nach Stunden. Ein Standard-SSD-Datenträger mit 200 GiB wird zur Stufe E15 mit 256 GiB; ein nach 20 Stunden gelöschter E10 kostet den Monatspreis anteilig für 20 Stunden, unabhängig davon, wie viel darauf geschrieben wurde. Die Stufe legt zugleich IOPS und Durchsatz fest, bei Premium SSD etwa 5.000 IOPS und 200 MB/s für P30. Mit Performance Plus lassen sich IOPS und Durchsatz ab P30, E30 und S30 erhöhen, und die Leistungsstufe eines Premium SSD kann ohne Größenänderung gegen Aufpreis angehoben werden.

Premium SSD v2 und Ultra Disk kennen keine Stufen. Die Kapazität wird je GiB und Stunde berechnet, in 1-GiB-Schritten von 1 GiB bis 64 TiB bei Premium SSD v2. Jeder Premium SSD v2 bringt 3.000 IOPS und 125 MB/s ohne Aufpreis mit; alles darüber wird je IOPS und je MB/s und Stunde berechnet und lässt sich viermal in 24 Stunden ändern. Ultra Disks berechnen Kapazität, IOPS und Durchsatz von Anfang an getrennt. Beide Typen sind nur als Datendisks erlaubt; der OS-Datenträger bleibt Premium SSD oder Standard SSD. Die Typen aller drei Anbieter ordnet Block-, Objekt- und Dateispeicher ein.

Snapshots werden nach belegter Größe berechnet: Ein Snapshot eines 64-GiB-Datenträgers mit 10 GiB Daten kostet 10 GiB. Inkrementelle Snapshots speichern nach der ersten Vollkopie nur die Änderungen seit dem letzten Snapshot, liegen immer auf Standard-HDD-Speicher und nutzen ZRS, wo es verfügbar ist; bis zu 500 je Datenträger sind möglich. Der tägliche Nutzungsbericht zeigt die Menge als Anteil des Monats, 10 GiB erscheinen in einem Monat mit 31 Tagen als 0,3226 je Tag.

So erscheint es in den Abrechnungsdaten

Managed Disks stehen im Kostenexport nicht unter Virtual Machines, sondern unter MeterCategory Storage. MeterSubCategory nennt den Typ, etwa Premium SSD Managed Disks, Standard SSD Managed Disks, Standard HDD Managed Disks, Azure Premium SSD v2 oder Ultra Disks; MeterName nennt bei den Stufentypen die Stufe und die Redundanz, etwa P30 LRS Disk, E10 ZRS Disk oder S10 LRS Disk, mit UnitOfMeasure 1/Month und einer Quantity, die den Anteil des Monats ausdrückt. Transaktionen tragen Disk Operations im Namen und die Einheit 10K; Snapshots heißen LRS Snapshots oder ZRS Snapshots mit der Einheit 1 GB/Month; Mounts geteilter Premium-SSD-Datenträger heißen P30 LRS Disk Mount. Premium SSD v2 und Ultra Disk erzeugen drei Zeilen je Datenträger: Provisioned Capacity je 1 GiB/Hour, Provisioned IOPS und Provisioned Throughput (MBps) je 1/Hour; bei Premium SSD v2 sind die Zeilen unter dem kostenlosen Sockel mit Preis 0 enthalten.

ConsumedService ist Microsoft.Compute, und ResourceId endet auf disks/ und dem Datenträgernamen oder auf snapshots/ und dem Snapshot-Namen, nie auf der VM. Deshalb lassen sich die Datenträger einer VM nur über die Ressourcengruppe, über Tags oder über die Zuordnung des Datenträgers zur VM im Resource Graph zusammenführen; ein Datenträger erbt die Tags der VM nicht. Wie der Export aufgebaut ist, steht unter Azure-Kostenexporte.

RessourcengruppeTags am DatenträgerResource GraphEin verwalteter Datenträgeroder SnapshotKategorie Storage, der Typ alsUnterkategorie, Stufe und Redundanzals Meter, die Menge einAnteil des MonatsDie Ressource: der Datenträger oderder Snapshot, nie die VM; keineTags von ihr geerbtWie zur VM verknüpft?Jeder Datenträger der GruppeNur, wo gesetztDie VM-Zuweisung desDatenträgers
Ein Datenträger ist eine eigene Ressource unter der Kategorie Storage, nach Meter gestuft, und findet zu seiner VM nur über Ressourcengruppe, Tags oder Resource Graph

Im FOCUS-Export werden die Zeilen zu ChargeCategory Usage mit PricingCategory Standard, bei reservierten Datenträgern Committed; MeterName landet in SkuMeter, Typ und Kategorie in x_SkuMeterSubcategory und x_SkuMeterCategory. ServiceName leitet Microsoft aus ConsumedService und Ressourcentyp ab, sodass Datenträger unter demselben Dienst wie die VM erscheinen können, mit dem Ressourcentyp als Unterscheidung (FOCUS-Spalten).

Stellhebel

Konfiguration: Die Stufe ist der Preis, also lohnt sich die Frage, ob ein P30 mit 1 TiB gebraucht wird oder ein P20 mit 512 GiB reicht. Der Typ ist der zweite Hebel: Standard SSD für Webserver und Testumgebungen, Premium SSD für Produktion mit festen Leistungszielen, Premium SSD v2 dort, wo Kapazität und Leistung getrennt bemessen werden sollen (Speicheroptimierung). Wer Leistung nur zeitweise braucht, nutzt das kostenlose guthabenbasierte Bursting statt einer höheren Stufe; wer dauerhaft im Burst läuft, zahlt mit einer höheren Leistungsstufe weniger als mit On-Demand-Bursting.

Webserver oderTestumgebungfeste Ziele inder ProduktionKapazität undLeistung getrenntnur hin undwiederDie kleinste Stufe, diedie Daten fasstWelche Leistungbraucht sie?Standard SSDPremium SSD;eine einjährigeReservierung fürP30 bis P80Premium SSD v2Eine niedrigereStufe mit guthaben-basiertem Bursting
Die Stufe ist der Preis: die kleinste Stufe, die die Daten fasst, der Typ nach dem Leistungsbedarf, und eine Reservierung nur für große Premium-Stufen

Kaufoption: Für Premium SSD P30 bis P80 gibt es eine einjährige Reservierung je SKU und Region, die automatisch auf passende Datenträger wirkt; sie deckt weder kleinere Stufen noch Snapshots oder Transaktionen (Reservierungsabdeckung und Auslastung).

Architektur: Ein ephemeraler OS-Datenträger auf dem lokalen Speicher der VM-Größe ersetzt den OS-Datenträger bei zustandslosen Scale Sets (Azure Virtual Machines). Daten, die selten gelesen werden, gehören in Blob Storage statt auf einen Datenträger, und Sicherungen über Azure Backup statt über manuelle Vollsnapshots (Backup und Site Recovery). Ein Kriterium für die Wahl des Datenträgertyps bei Datenbanken auf VMs beschreibt Datenbankoptimierung.

Wo es schiefgeht

  • Die VM ist gelöscht, der Datenträger nicht. Der OS-Datenträger einer gelöschten VM bleibt stehen, wenn seine Löschoption nicht gesetzt war, und kostet die volle Stufe weiter. Suchen Sie Datenträger mit dem Status Unattached (ungenutzte und verwaiste Ressourcen).
  • Die Stufe ist größer als die Größe. Ein Datenträger mit 130 GiB wird als P15 mit 256 GiB berechnet, weil Azure auf die nächste Stufe aufrundet. Vergleichen Sie MeterName mit der im Portal bereitgestellten Größe.
  • Transaktionen auf Standard-Datenträgern. Standard SSD und Standard HDD berechnen I/O-Vorgänge je 10.000 bis zu einer stündlichen Obergrenze; eine Datenbank oder ein Log-Verzeichnis auf einem Standard-Datenträger erzeugt Zeilen mit Disk Operations, die der Datenträgerpreis nicht erahnen lässt.
  • Snapshots wachsen mit. Vollsnapshots kopieren jedes Mal den belegten Datenträger; inkrementelle Snapshots speichern nur die Änderungen, aber eine lange Kette ohne Aufräumen summiert sich trotzdem. Prüfen Sie Zeilen mit Snapshots in MeterName gegen die Zahl der Snapshots je Datenträger.
  • On-Demand-Bursting bleibt an. Die Aktivierungsgebühr fällt je Stunde an, auch wenn der Datenträger nicht angehängt ist, bis Sie das Bursting abschalten; frühestens zwölf Stunden nach dem Einschalten.
  • Ultra-fähige VM ohne Ultra Disk. Eine VM mit aktivierter Ultra-Disk-Fähigkeit und ohne angehängten Ultra Disk zahlt die Reservierungsgebühr je vCPU, bei Größen mit eingeschränkten Kernen nach den tatsächlichen vCPUs.
  • Geteilte Premium-SSD-Datenträger. Jeder weitere Mount eines geteilten Premium SSD kostet einen Aufschlag je Monat; bei Premium SSD v2 und Ultra Disk fällt stattdessen die Summe der vier Leistungswerte an.

Beispiel

Listenpreise der Azure Retail Prices API in EUR für Germany West Central, gelesen am 2026-10-21, jeweils LRS: Ein P30 (1 TiB) kostet 130,8342 EUR je Monat, ein E30 derselben Größe 67,5818 EUR und ein S30 36,0436 EUR; eine Stufe kleiner kosten P10 (128 GiB) 19,0778 EUR, E10 8,4477 EUR und S10 5,1813 EUR je Monat. Transaktionen auf Standard SSD stehen bei 0,0023 EUR je 10.000 (Zähler Disk Transactions LRS Disk Operations), auf Standard HDD bei 0,0006 EUR je 10.000. Snapshots kosten auf Premium-SSD-Speicher 0,1276 EUR je GB und Monat, auf Standard-HDD-Speicher, den inkrementelle Snapshots verwenden, 0,044 EUR. Ein zusätzlicher Mount eines geteilten P30 kostet 7,5158 EUR je Monat. Für Premium SSD v2 gibt die API in EUR nur vier Nachkommastellen aus, sodass der Kapazitätspreis als 0,0001 EUR je GiB und Stunde erscheint; dieselbe Abfrage in USD nennt 0,00013 USD je GiB und Stunde, 0,000008 USD je IOPS und Stunde über 3.000 und 0,000065 USD je MB/s und Stunde über 125. Die Zahlen zeigen, dass Premium SSD je Stufe etwa das Doppelte von Standard SSD kostet und dass ein inkrementeller Snapshot je GB deutlich günstiger ist als der Datenträger, den er sichert.

Quellen

Gelesen am 2026-10-21. Preise: Azure Retail Prices API, Managed-Disks-Stufen in Germany West Central in EUR, Snapshots und Transaktionen, Premium SSD v2 und Ultra Disk in EUR, dieselbe Abfrage in USD, Dokumentation der Azure Retail Prices API. Abrechnungsdaten: Felder der Kostendetails, Umwandlung von Cost-Management-Daten nach FOCUS. Dienst: Datenträgertypen und Abrechnung, Bursting, Inkrementelle Snapshots, Geteilte Datenträger, Reservierungen für Azure Disk Storage.