Azure SQL Database Kosten bestehen im vCore-Modell aus Rechenleistung je vCore und Stunde (bereitgestellt) oder je vCore-Sekunde (Serverless), der SQL-Server-Lizenz je vCore, sofern nicht Azure Hybrid Benefit greift, dem bereitgestellten Datenspeicher je GB und Monat, dem Sicherungsspeicher über die inklusive Menge hinaus und bei Hyperscale den Replikaten als eigener Rechenleistung; im DTU-Modell ist alles in einem Paket je Datenbank oder Pool und Tag gebündelt. Auf der Rechnung dominiert fast immer die Rechenleistung, weil eine bereitgestellte Datenbank rund um die Uhr läuft und Business Critical sie mit drei Replikaten etwa verdreifacht; Speicher und Sicherungen fallen erst bei großen oder stark geänderten Datenbanken ins Gewicht.
Preisdimensionen
| Dimension | Einheit | Was sie treibt | Optional |
|---|---|---|---|
| Rechenleistung, bereitgestellt (vCore) | vCore je Stunde nach Service Tier (General Purpose, Business Critical, Hyperscale) und Hardware | gewählte vCores und der damit festgelegte Arbeitsspeicher; Business Critical rechnet drei zusätzliche Replikate ein, Hyperscale jede Replik einzeln (bis vier HA-Replikate, bis 30 Named Replicas) | Alternative zu Serverless und DTU |
| Rechenleistung, Serverless (vCore) | vCore-Sekunde: Maximum aus genutzten vCores, genutztem Arbeitsspeicher geteilt durch 3 GB und dem konfigurierten Minimum | Autoscaling zwischen Minimum und Maximum, Auto-Pause nach 15 Minuten bis sieben Tagen (General Purpose) oder ab 60 Minuten (Hyperscale); pausiert kostet nur Speicher | nur General Purpose und Hyperscale, nur Standard-Series (Gen5), nur Einzeldatenbanken |
| SQL-Server-Lizenz | je vCore und Stunde | jede bereitgestellte vCore in General Purpose und Business Critical; Serverless enthält sie im vCore-Preis; neue Hyperscale-Datenbanken tragen laut Microsoft seit Dezember 2023 keine Lizenzgebühr | entfällt mit Azure Hybrid Benefit (nur bereitgestellt, nicht Serverless, nicht DTU) |
| DTU-Pakete | DTU je Datenbank und Tag (Basic, Standard, Premium) oder eDTU je Elastic Pool und Tag | gewähltes Paket, unabhängig von der Nutzung; Speicher ist bis zur Paketgrenze enthalten, mehr Speicher kostet je GB in Standard und Premium | Alternative zum vCore-Modell |
| Datenspeicher | GB je Monat, bereitgestellte Maximalgröße (General Purpose, Business Critical) oder belegter Speicher (Hyperscale, 10 GB bis 128 TB) | die gewählte Maximalgröße; Hyperscale wächst automatisch und berechnet die belegte Größe; zonenredundante Datenbanken haben eigene Speichermeter | keine |
| Sicherungsspeicher | GB je Monat über die kostenlose Menge hinaus (100 % der Maximalgröße je Datenbank oder je Pool), nach Redundanz (LRS, ZRS, GRS, GZRS) | Aufbewahrung 1 bis 35 Tage (Basic 1 bis 7), Änderungsrate, wöchentliche Vollsicherung plus Differenz- und Protokollsicherungen; im DTU-Modell im Paket enthalten | Long-Term Retention bis zehn Jahre, je GB getrennt berechnet |
| Elastic Pool | je Pool und Stunde zum höchsten eDTU- oder vCore-Wert der Stunde, ohne Gebühr je Datenbank | Poolgröße, nicht die Zahl oder Last der Datenbanken; Sicherungen bleiben je Datenbank | für viele Datenbanken mit wechselnder Last |
| Zonenredundanz | eigene Compute- und Speichermeter in General Purpose; bei Business Critical und Premium ohne Aufpreis aus den vorhandenen Replikaten | Verteilung über zwei oder drei Verfügbarkeitszonen; nicht in Basic und Standard | je Datenbank oder Pool |
| Managed Instance | vCore je Stunde, Lizenz, Speicher je GB, zusätzliche IOPS, Sicherungen | dieselben Dimensionen je Instanz statt je Datenbank; kein Hyperscale | eigener Dienst |
| Kaufoption | reservierte Kapazität auf die vCores für ein oder drei Jahre | bereitgestellte vCores in General Purpose, Business Critical, Hyperscale und Managed Instance; nicht Serverless, nicht DTU | siehe reservierte Kapazität für verwaltete Dienste |
Microsoft empfiehlt das vCore-Modell und nennt das DTU-Modell für Kunden, die ein vorkonfiguriertes Paket wollen; die Umstellung läuft online. Die Serverless-vCore kostet je Zeiteinheit mehr als die bereitgestellte, pausiert aber auf null; Business Critical liegt laut Microsoft beim rund 2,7-Fachen von General Purpose, weil die drei Replikate mitlaufen. Hyperscale rechnet jede Replik einzeln, legt keine Maximalgröße fest und sichert über Dateisystem-Snapshots. Wie sich die Dimensionen gegen RDS, Aurora und Cloud SQL stellen, zeigt verwaltete Datenbanken; die Lizenzfrage über alle Dienste hinweg Lizenzen in der Cloud.
So erscheint es in den Abrechnungsdaten
Im Kostenexport trägt jeder Posten MeterCategory SQL Database, und die MeterSubCategory nennt Produktfamilie, Service Tier und Metertyp: Single/Elastic Pool General Purpose - Compute Gen5, General Purpose - Serverless - Compute Gen5, Single/Elastic Pool Business Critical - Compute Gen5, SingleDB/Elastic Pool Hyperscale - Compute Gen5 für die Rechenleistung mit dem MeterName vCore (Zone Redundancy vCore bei zonenredundanten Datenbanken), Single/Elastic Pool General Purpose - SQL License für die Lizenz, ebenfalls mit vCore, Single/Elastic Pool General Purpose - Storage mit General Purpose Data Stored, Single/Elastic Pool PITR Backup Storage mit LRS Data Stored, ZRS Data Stored oder RA-GRS Data Stored, LTR Backup Storage mit Backup LRS Data Stored, im DTU-Modell Single Standard mit S0 DTUs bis S3 DTUs je Tag und Elastic Pool - Standard mit eDTUs je Tag. Microsoft selbst nennt in der Sicherungsdokumentation die Filter single/elastic pool pitr backup storage und ltr backup storage für die Unterkategorie in Cost Analysis; ein Meter erscheint erst, wenn Verbrauch darauf liegt.
Die ResourceId ist die Datenbank, bei Pool-Rechenleistung und -Speicher der Pool, bei Sicherungen immer die Datenbank; der logische Server selbst erzeugt keine Posten. Bei Serverless summiert der Export die vCore-Sekunden des Tages zur Quantity in vCore-Stunden, sodass Pausen als niedrigere Menge erscheinen und nicht als eigener Posten. Azure Hybrid Benefit erkennt man daran, dass der Lizenzposten fehlt; Dev/Test-Abonnements führen den Lizenzmeter mit dem Preis null (Azure-Dev/Test-Preise). Reservierte Kapazität erscheint als PricingModel Reservation auf den Compute-Posten mit ReservationId; der Kauf selbst als ChargeType Purchase. Managed Instance trägt MeterCategory SQL Managed Instance mit entsprechenden Unterkategorien (General Purpose - Compute Gen5, General Purpose - Storage mit Additional IOPS, PITR Backup Storage), Sicherungen außerhalb des Dienstes die Meter von Azure Backup.
Im FOCUS-Export stehen Dienst und Meter in ServiceName, x_SkuMeterCategory, x_SkuMeterSubcategory und SkuMeter; ChargeCategory ist Usage für Verbrauch und Purchase für den Reservierungskauf, CommitmentDiscountId und CommitmentDiscountType markieren die reservierten vCore-Stunden, und PricingCategory trennt On-Demand von Commitment. Die Lizenz ist dort ein eigener Posten mit demselben ResourceId wie die Rechenleistung, was beim Summieren je Datenbank zu beachten ist.
Stellhebel
Konfiguration. Serverless lohnt für Einzeldatenbanken mit Pausen: Microsoft nennt unregelmäßige Nutzung mit niedriger Durchschnittslast als Fall für Serverless und gleichmäßige, hohe Last für bereitgestellte Rechenleistung. Minimum-vCores und Auto-Pause-Verzögerung sind die Stellschrauben, denn eine Datenbank, die nicht pausiert, zahlt das Minimum durchgehend; Features wie Geo-Replikation oder Long-Term Retention verhindern das Pausieren. Bei bereitgestellten Datenbanken ist die vCore-Zahl der Hebel (Rightsizing); Business Critical nur dort, wo die Latenz der lokalen SSD und die Replikate gebraucht werden, sonst General Purpose oder Hyperscale, das ohne Lizenzgebühr auskommt. Sicherungsaufbewahrung auf das Nötige kürzen, lokal redundante Sicherungen für Nicht-Produktion wählen und bei dauerhaft hohem Sicherungsspeicher in General Purpose mehr Datenspeicher bereitstellen, der günstiger ist als der Sicherungs-GB, so Microsofts eigener Rat. Zonenredundanz ist bei Business Critical und Premium kostenlos, bei General Purpose ein eigener Preis.
Kaufoption. Reservierte Kapazität senkt den vCore-Preis der bereitgestellten Stufen für ein oder drei Jahre, Azure Hybrid Benefit nimmt die Lizenz aus der Rechnung, wenn SQL-Server-Lizenzen mit Software Assurance vorhanden sind; eine Enterprise-Kernlizenz deckt vier vCores General Purpose oder eine vCore Business Critical, eine Standard-Kernlizenz eine vCore General Purpose. Beides gilt nicht für Serverless und DTU (reservierte Kapazität für verwaltete Dienste, Azure-Reservierungen).
Architektur. Viele kleine Datenbanken mit wechselnder Last gehören in einen Elastic Pool: Der Pool kostet zum höchsten Wert der Stunde, aber nur einmal, und Microsoft nennt Einsparungen schon ab zwei S3-Datenbanken als möglich. Leseverkehr auf Business Critical geht ohne Aufpreis auf die Read-Scale-Out-Replik, bei Hyperscale auf Named Replicas, die extra kosten. Eine Geo-Sekundärdatenbank ist eine eigene Datenbank mit eigener Rechenleistung, eigenem Speicher und eigenem Lizenzposten. Nicht-Produktionsdatenbanken pausieren per Serverless oder laufen in einem kleineren Tier (Scheduling und Auto-Scaling); was die Datenbankwahl insgesamt ändert, steht unter Datenbankoptimierung. Wer statt relationaler Daten Dokumente speichert, vergleicht mit Azure Cosmos DB, wer PostgreSQL oder MySQL braucht, mit Azure Database for PostgreSQL und MySQL.
Wo es schiefgeht
- Serverless pausiert nie. Die Rechenleistung erscheint jeden Tag mit 24 Stunden Minimum, obwohl die Anwendung nachts ruht; ein Monitoring, eine Geo-Replikation oder eine offene Verbindung hält die Datenbank wach. Die Serverless-Metrik
app_cpu_billedund die Pausenereignisse prüfen, blockierende Features abschalten oder auf bereitgestellt wechseln. - Der Lizenzposten ist doppelt so groß wie erwartet. Business Critical trägt einen höheren Lizenzmeter je vCore als General Purpose, und ein Geo-Sekundär zahlt die Lizenz ebenfalls. Unterkategorie
SQL Licenseje Datenbank lesen und Azure Hybrid Benefit setzen, wo Lizenzen vorhanden sind. - Sicherungsspeicher wächst schneller als die Datenbank. Indexneuaufbauten und Massenladungen vergrößern Differenz- und Protokollsicherungen, längere Aufbewahrung vervielfacht sie, und gelöschte Datenbanken behalten ihre Sicherungen bis zum Ablauf. Meter
PITR Backup Storageje Datenbank gegen die Maximalgröße stellen, Aufbewahrung kürzen, Indexwartung seltener fahren. - Der Pool kostet mehr als die Datenbanken einzeln. Der Pool wurde für Spitzen dimensioniert, die alle Datenbanken gleichzeitig haben; dann teilt sich nichts. Nutzungsmuster der Datenbanken übereinanderlegen und Datenbanken mit dauerhaft mittlerer bis hoher Last aus dem Pool nehmen.
- Hyperscale-Replikate verdoppeln die Rechenleistung. Jede HA-Replik und jede Named Replica ist ein eigener vCore-Posten, bei Serverless je mit eigenem Minimum. Zahl der Replikate gegen den Lesebedarf prüfen.
- Zonenredundanz hat die General-Purpose-Datenbank verteuert. Anders als bei Business Critical trägt General Purpose eigene Meter für zonenredundante Rechenleistung und Speicher. Entscheiden, welche Datenbanken den Zonenausfall überstehen müssen.
- Die DTU-Datenbank zahlt extra Speicher. Standard und Premium berechnen Speicher über der Paketgrenze je GB und Long-Term Retention getrennt. Paketgröße gegen Datengröße prüfen oder ins vCore-Modell wechseln, wo Speicher und Rechenleistung getrennt skalieren.
Beispiel
Listenpreise der Azure Retail Prices API in EUR für Germany West Central, Standard-Series (Gen5), gelesen am 2026-10-21: Die bereitgestellte General-Purpose-vCore kostet 0,1473 EUR je Stunde (Meter vCore), die SQL-Lizenz 0,088 EUR je vCore und Stunde (regionsloser Meter SQL License), zusammen 0,2353 EUR; mit Azure Hybrid Benefit entfällt die Lizenz. Business Critical kostet 0,2947 EUR je vCore-Stunde plus 0,33 EUR Lizenz, Hyperscale 0,1768 EUR je vCore-Stunde und Replik, Serverless in General Purpose 0,505 EUR je vCore-Stunde, sekundengenau abgerechnet, und Serverless in Hyperscale 0,3659 EUR. Für zonenredundante General-Purpose-Datenbanken führt die API den Meter Zone Redundancy vCore mit 0,0884 EUR je vCore-Stunde neben dem Meter vCore. Datenspeicher kostet 0,1206 EUR je GB und Monat in General Purpose (0,2411 EUR zonenredundant), 0,2618 EUR in Business Critical und 0,1047 EUR in Hyperscale; Sicherungsspeicher über der inklusiven Menge 0,1047 EUR je GB und Monat mit LRS oder ZRS und 0,2094 EUR mit RA-GRS, Long-Term Retention 0,0262 EUR mit LRS. Im DTU-Modell kostet Basic 0,1417 EUR je Tag, Standard S0 0,4258 EUR und S3 4,2579 EUR je Tag, der Elastic Pool 0,0638 EUR je eDTU und Tag, zusätzlicher Standard-Speicher 0,1945 EUR je GB und Monat. Managed Instance liegt in General Purpose bei denselben 0,1473 EUR je vCore-Stunde, 0,1206 EUR je GB Speicher und 0,0435 EUR je zusätzlicher IOPS und Monat.
Daraus folgt die Serverless-Schwelle: Zwei bereitgestellte General-Purpose-vCores mit Lizenz kosten 0,4706 EUR je Stunde, also 11,2944 EUR je Tag; Serverless kostet bei voller Last auf zwei vCores 1,01 EUR je Stunde, auf dem Minimum von 0,5 vCores 0,2525 EUR und pausiert nichts. Eine Datenbank, die weniger als 11,18 Stunden am Tag auf zwei vCores läuft und sonst pausiert, ist in Serverless günstiger; läuft sie die übrigen Stunden auf dem Minimum statt pausiert, sinkt die Schwelle auf 6,9 Stunden (11,2944 abzüglich 24 mal 0,2525, geteilt durch 0,7575). Gegen die Variante mit Azure Hybrid Benefit (0,2946 EUR je Stunde für zwei vCores) liegt die Schwelle bei 7,0 Stunden mit Pause.
Quellen
Gelesen am 2026-10-21. Microsoft Learn: Kaufmodelle für Azure SQL Database, Serverless Compute Tier, Abrechnung des Serverless Compute Tier, Hyperscale Service Tier, Elastic Pools, Automatische Sicherungen, Lokale und zonenredundante Verfügbarkeit, Azure Hybrid Benefit, Felder der Kostendetails, FOCUS-Schema des Kostenexports. Preise: Azure Retail Prices API in EUR, SQL Database in Germany West Central, SQL-Lizenzmeter, SQL Managed Instance in Germany West Central.