Ein Posten ist eine Zeile der Rechnung oder des Abrechnungsexports: ein Dienst, eine Nutzungsart oder ein Meter, eine Menge in einer Preiseinheit, ein Preis je Einheit und der Betrag daraus, für einen Zeitraum und ein Konto. Jede Cloud-Rechnung ist die Summe solcher Posten, und jeder folgt derselben Kette: Gemessene Nutzung wird in eine Preiseinheit umgerechnet, mit einem Preis je Einheit bewertet und so zum Betrag. Wer die Kette kennt, verfolgt einen Rechnungsbetrag bis zur Ressource zurück und sieht, wo Preisstufen, Mindestmengen und Rundung von der einfachen Formel Menge mal Preis abweichen.

So funktioniert es

Alle drei Anbieter messen Nutzung in einer technischen Einheit (Sekunden, Byte-Sekunden, Anfragen), rechnen sie in die Einheit um, in der der Preis gilt (Stunden, Gibibyte-Monat, 1.000 Anfragen), und bewerten die Menge mit dem Preis, der für das Konto und die erreichte Preisstufe gilt. Die Rechnung zeigt das Ergebnis, der Export die Glieder der Kette. Wie sie heißen und wo Stufen, Mindestmengen und Rundung eingreifen, unterscheidet sich je Anbieter.

AWS

Der Cost and Usage Report (CUR 2.0) bildet für jede Kombination aus Produkt, Usage Type und Operation einen Posten, etwa USW2-BoxUsage:m2.2xlarge mit RunInstances für eine Instanzgröße in einer Region. line_item_unblended_cost ist die Menge mal line_item_unblended_rate, dem Preis je Einheit des einzelnen Kontos; pricing_public_on_demand_rate zeigt den öffentlichen On-Demand-Preis, bei gestaffelten Produkten den der höchsten Stufe. Für Dienste mit Mengenstaffeln wie AWS Data Transfer und Amazon S3 behandelt Consolidated Billing eine Organisation wie ein Konto: AWS bestimmt die Stufe aus der zusammengerechneten Nutzung des Monats, teilt den Mengenrabatt den Mitgliedskonten anteilig zu und wendet auch den Free Tier auf die Summe der Organisation an. Mindestmengen setzen die Dienste selbst: Amazon S3 berechnet Objekte in S3 Standard-IA und S3 One Zone-IA mit mindestens 128 KB und 30 Tagen.

Azure

Azure berechnet nicht die Ressource, sondern ihre Meter, von denen eine virtuelle Maschine mehrere hat; die Cost Details (Exports oder Cost Details API) führen Quantity je Meter und Tag. Von den drei Preisspalten ist PayGPrice der Listenpreis, UnitPrice der vertraglich verhandelte Preis und EffectivePrice der tatsächlich gezahlte, in dem Preisstufen bereits enthalten sind. Microsoft stimmt mit EffectivePrice mal Quantity ab, unter einem Microsoft Customer Agreement in der Preiswährung und danach mit ExchangeRatePricingToBilling in die Abrechnungswährung umgerechnet. Für Nutzung, die eine Reservierung oder ein Savings Plan deckt, ist EffectivePrice im Actual-Cost-Datensatz 0. Die Pay-as-you-go-Rechnung führt die Spalten Name, Type, Resource, Region, Consumed, Rate und Value. Im Enterprise Agreement kann die Einheit zwischen Rechnung, Preisblatt und Cost Details anders skaliert sein (je Tag gegen je Monat), und ein Meter mit enthaltener Menge zeigt seine Quantity bei Preis und Kosten 0, während PayGPrice den Listenpreis behält.

Google Cloud

Google Cloud bepreist SKUs (etwa Standard Storage US). Der Standardexport nach BigQuery trägt die Menge zweimal: usage.amount in der Messeinheit usage.unit (bei Standard Storage Byte-Sekunden) und usage.amount_in_pricing_units in der Preiseinheit (etwa Gibibyte-Monat). price.pricing_unit_quantity sagt, wie viele Einheiten ein Preis umfasst (1.000.000 bei einem Preis je Million), price.tier_start_amount, ab welcher Menge eine Stufe gilt; cost enthält verhandelte Rabatte, cost_at_list nicht. Der Preisexport legt je SKU in aggregation_info fest, wie Stufen zählen: je Abrechnungskonto (ACCOUNT) oder Projekt (PROJECT) und je Tag (ONE_DAY) oder Monat (ONE_MONTH). Die Zähler setzen sich um Mitternacht US-Pazifikzeit zurück, und keine Stufe greift über SKUs oder Abrechnungskonten hinweg, auch nicht innerhalb einer Organisation.

FOCUS

Die FOCUS-Spezifikation der FinOps Foundation (Version 1.4) trennt die gemessene Menge (ConsumedQuantity, ConsumedUnit, oft feiner) von der bepreisten (PricingQuantity, PricingUnit), deren Einheit der veröffentlichten Preisliste und, wo die Rechnung eine nennt, der Rechnung entsprechen muss. ListUnitPrice ist der Preis ohne Rabatte, ContractedUnitPrice der vereinbarte, ohne Verhandlung gleich dem Listenpreis; ein Kostenwert ist, wo beide gefüllt sind, Preis je Einheit mal PricingQuantity. Das vollständige Mapping behandelt FOCUS-Spalten und das Mapping der Anbieter.

AnbieterBepreistes ObjektMengeEinheitPreis je Einheit
AWS, CUR 2.0Usage Type und Operation: line_item_usage_type, line_item_operationline_item_usage_amountpricing_unitline_item_unblended_rate
Azure, Cost DetailsMeter: MeterId, MeterNameQuantityUnitOfMeasureEffectivePrice
Google Cloud, StandardexportSKU: sku.id, sku.descriptionusage.amount_in_pricing_unitsusage.pricing_unitprice.effective_price
FOCUSSkuId, SkuPriceIdPricingQuantityPricingUnitListUnitPrice, ContractedUnitPrice

Was es für Ihre Kosten bedeutet

Die Rechnung zeigt die Kette nie vollständig. Sie fasst viele Exportzeilen zu einem Posten zusammen: AWS nach Service, eine Rechnung unter einem Microsoft Customer Agreement nach Rechnungsabschnitt und Produkt, Google nach Abrechnungskonto, und Googles Rechnungsdetails enthalten ausdrücklich keinen SKU-Preis. Den Preis je Einheit einer einzelnen Nutzungsstunde zeigt nur der Export; was auf dem Dokument steht, erklärt Aufbau einer Cloud-Rechnung.

Für den Kostenbericht folgen daraus drei Entscheidungen. Erstens, welcher Preis gemeint ist: Listenpreis, verhandelter und effektiver Preis ergeben für dieselbe Menge drei Beträge, und nur der effektive führt zu den effektiven Kosten; die Kostenarten klärt Listen-, berechnete, effektive, amortisierte Kosten. Zweitens, welche Einheit gilt: Die Einheit gehört zum Preis, und wer Mengen über Posten mit verschiedenen Einheiten addiert, addiert Unvergleichbares. Drittens, auf welcher Ebene abgestimmt wird, denn Stufen und Rundung verschieben den Betrag: Der effektive Preis steht erst fest, wenn die Menge des Zeitraums die Stufe bestimmt hat, Googles Kostentabelle führt Unrounded cost (bis zu sechs Nachkommastellen) neben Cost (zwei), und Microsoft legt nach der Rechnung einen Datensatz RoundingAdjustment an.

Wovon der Preis einer Instanz oder eines Datentransfers abhängt, behandeln Virtuelle Maschinen und Instanzfamilien und Datentransfer und Egress; welche Posten erst nach Monatsende hinzukommen, Abrechnungszeitraum, Cut-off und späte Posten.

Wo es schiefgeht

  • Menge in der falschen Einheit. Symptom: Menge mal Preis ergibt nicht den Betrag der Zeile. Ursache: die Menge steht in der Messeinheit (bei Google usage.amount in Byte-Sekunden), der Preis gilt je Preiseinheit, zu der nur die Mengenfelder der Tabelle oben passen.
  • Listenpreis für den gezahlten Preis gehalten. Symptom: die nachgerechnete Summe liegt über der Rechnung. Ursache: pricing_public_on_demand_rate, PayGPrice und cost_at_list zeigen den Listenpreis, nicht den gezahlten Preis aus der Tabelle oben.
  • Preisstufe je Konto gedacht. Symptom: ein Konto zahlt einen anderen Preis je Einheit als erwartet. Ursache: AWS bestimmt die Stufe aus der Nutzung der ganzen Organisation, Google je Abrechnungskonto oder Projekt und je Tag oder Monat, wie aggregation_info es je SKU festlegt.
  • Rechnungsposten gegen Exportzeilen gestellt. Symptom: Export und Rechnung weichen um Cent ab. Ursache: die Rechnung summiert und rundet je Posten, der Export rechnet je Ressource genauer; Microsoft gleicht das mit RoundingAdjustment aus, Google mit dem Kostentyp Rounding Error.
  • Nullpreis als Fehler gelesen. Symptom: Zeilen mit Menge, aber ohne Betrag. Ursache: enthaltene Mengen im Enterprise Agreement, von Reservierungen gedeckte Nutzung (EffectivePrice 0, bei AWS line_item_unblended_rate 0 für DiscountedUsage) und kostenlose Stufen sind reguläre Posten mit Preis 0.

Quellen

Gelesen am 2026-10-16. AWS Line item columns, Pricing columns, What are AWS Cost and Usage Reports?, Consolidating billing for AWS Organizations, Effective billing date, account activity, and volume discounts, Understanding your bill, Amazon S3 pricing; Microsoft Understand usage details fields, Ingest cost details data, Review your individual Azure subscription bill, Understand your Microsoft Customer Agreement invoice; Google Cloud Structure of standard data export, Structure of pricing data export, SKUs, View and download the cost details of your invoice or statement; FinOps Foundation FOCUS column library, Pricing Quantity, Pricing Unit, Consumed Quantity, Consumed Unit, List Unit Price, Contracted Unit Price.