Dieses Kapitel betrachtet Cloud-Kosten aus europäischer Sicht: in welcher Währung Rechnung und Bericht stehen, wie Umsatzsteuer auf Cloud-Rechnungen erscheint, welche Gesellschaft eines Providers die Rechnung stellt und was Datenresidenz und europäische Regulierung an den Kosten ändern. Es beschreibt Mechanismen und das, was die Provider dokumentieren. Jede rechtliche, steuerliche und bilanzielle Beurteilung gehört zu Ihrem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsberater.
Was dieses Kapitel behandelt
Der Abschnitt Geld beginnt bei der Rechnung. In welcher Währung rechnen die Provider ab, und wie wird daraus ein Bericht in Euro oder Pfund, der Monat für Monat vergleichbar bleibt? Wie zeigt eine Rechnung Umsatzsteuer oder das Reverse-Charge-Verfahren, und wo steht die Steuer in den Abrechnungsdaten? Welche europäische Gesellschaft eines Providers stellt die Rechnung, und warum hängen Steuer, Währung und Vertragsbedingungen an ihr? Warum kostet derselbe Dienst in zwei europäischen Regionen nicht dasselbe, und wie groß darf ein Vergleich sein, bevor er ungenau wird? Und was ändert sich für Unternehmen im Vereinigten Königreich, die in Pfund berichten und eigenen Steuerregeln folgen?
Der Abschnitt Souveränität beginnt beim Ort und bei der Kontrolle der Daten. Was kostet es, Daten und Verarbeitung in einer bestimmten Region zu halten, und welche Datentransfers entstehen dabei? Was bieten AWS, Microsoft und Google unter dem Etikett Souveränität an, und was bedeuten eigene Preislisten, Konten und Rechnungen für die Kosten? Wie verändert der Data Act die Entgelte, die Provider für einen Wechsel berechnen dürfen? Welche Kostenfolgen haben die Anforderungen an Ausfallsicherheit und Nachweise aus DORA und NIS2? Was bedeutet die DSGVO für Kostendaten, in denen Namen, E-Mail-Adressen oder Tags stehen? Und welche Rolle spielen die Emissionsdaten der Provider in Berichten nach der CSRD? Wie sich Wechselkosten heute planen lassen, zeigt der Artikel EU Data Act: Cloud-Wechselkosten vor 2027 richtig planen.
Beide Abschnitte erklären, wie die Provider abrechnen und was ihre Dokumentation und die offiziellen Seiten der EU und des Vereinigten Königreichs zum Mechanismus sagen. Ob eine Regel für Ihr Unternehmen gilt, welche Steuer anfällt oder ob ein Angebot eine Anforderung erfüllt, ist eine Beurteilung, die Ihr Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsberater trifft. Jede Seite folgt demselben Aufbau: wie der Mechanismus funktioniert, was er für die Kosten bedeutet und wo Teams sich dabei verrechnen.
Wichtige Begriffe
- Europäische Sovereign-Cloud: die Angebote der Provider, die Daten und Betrieb auf Europa begrenzen, oft mit eigener Preisliste und eigenen Konten.
- Effektive Kosten: die Kostenbasis nach Rabatten und Commitments, auf der sich Regionen und Angebote fair vergleichen lassen.
- Kostenbericht: der Bericht, der offenlegt, in welcher Währung er rechnet und ob er Steuern enthält.
- Datentransfer: die Kosten, die entstehen, wenn Daten Regionen, Umgebungen oder Provider wechseln.
- Budget: der Rahmen, der eine Kursregel braucht, sobald Rechnung und Budget in verschiedenen Währungen stehen.
Benachbarte Kapitel
Kapitel 2, „So funktioniert die Cloud-Abrechnung“, zeigt die Rechnung mit ihren Positionen; dieses Kapitel erklärt deren Steuerzeilen und den Rechnungssteller dahinter. Kapitel 3, „Abrechnungsdaten und Standards“, beschreibt die Exporte, deren Steuer- und Währungsspalten dieses Kapitel liest. Kapitel 5, „Was Cloud-Dienste kosten“, beschreibt die Preise je Dienst, auf die sich jeder Vergleich von Regionen und Sovereign-Cloud-Angeboten stützt. Kapitel 8, „Budgets, Prognosen und Finanzen“, setzt die Budgets, die eine Kursregel brauchen, wenn Rechnung und Budget in unterschiedlichen Währungen stehen. Kapitel 13, „Werkzeuge“, folgt auf dieses Kapitel und beschreibt die Werkzeuge, mit denen sich Kostendaten auswerten lassen. Alle Kapitel stehen im Handbuch.