Abrechnungsdaten europäische Cloud Anbieter liefern in drei Formen: als Rechnung mit Positionen je Produkt, als tägliche oder monatliche Nutzungsdatei je Projekt und, bei einigen, als Abrechnungs-API oder FOCUS-Report; keiner der acht Anbieter dieses Kapitels liefert einen stündlichen Export je Ressource mit Preis und Tags, wie ihn ein Nutzungsexport der Hyperscaler enthält. Diese Seite stellt die acht Anbieter in einer Tabelle gegenüber, sagt, was einem Export in der Art des Cost and Usage Report fehlt, wie sich die Daten auf FOCUS abbilden lassen und welche Umwege bleiben, wenn die Daten nicht reichen.

So funktioniert es

Jeder Anbieter erzeugt seine Rechnung aus einer internen Nutzungsmessung, aber nur ein Teil davon wird herausgegeben. Die Tabelle fasst zusammen, was die Dokumentation am Lesetag nennt; die Anbieterseiten dieses Kapitels tragen die Quellen.

Die interne Nutzungsmessungdes AnbietersDie Rechnung: Positionen jeProdukt, je Konto, Projektoder VertragEine Nutzungsdatei: täglichoder monatlich, je Projekt,in der Konsole oder als CSVBei einigen Anbietern eineBilling-API oder ein FOCUS-Report in einen BucketIns Kostenwerkzeug, mitden Lücken, die die Tabellenennt: Ressourcenkennung,Granularität, Preis jeZeile, Tags, Auslieferung
Nur ein Teil der Nutzungsmessung des Anbieters wird herausgegeben: die Rechnung, eine Nutzungsdatei und bei einigen Anbietern eine API oder ein FOCUS-Report, jedes mit seinen Lücken
AnbieterRechnungNutzungsdateiAPIGranularitätRessourcenkennungTags oder LabelsWährung
HetznerPDF je Konto und Monat, nach ProduktkategorieVerbrauchsaufstellung als CSV über den RechnungslinkNur Preise (GET /pricing), keine NutzungMonat je Position; Console nur laufender MonatServername in der AufstellungKeine in den KostendatenEUR oder USD je Projekt
ScalewayPDF je Organisation mit ProjekttabelleKostenmanager in der KonsoleConsumption API (Rechnungsdaten) und FinOps API (Charges je Ressource mit Zeitfenster)Belastung je Ressource und Zeitraum, zuschneidbarRessourcen-ID, Name wo übergebenProjekt als ZuordnungsebeneEUR
OVHcloudRechnung je Projekt am 1. des FolgemonatsNutzungshistorie im Kundencenterusage/current und usage/forecast je Projekt; FOCUS-1.3-Export als CSV in einen S3-Bucket, täglich oder stündlichMonat bis zum Lauf im Export; Typ in der APIIm FOCUS-Export nach SpezifikationIm FOCUS-Export, soweit belegtEUR
IONOSPDF je Vertrag und MonatCost & Usage im DCD, sechs Monate zurückBilling API: Rechnungen, Auslastung je Monat oder Tag je Rechenzentrum, Nutzung je ZählerTag je Rechenzentrum und ZählerRechenzentrums-UUID, ZählerKeine in den KostendatenEUR
STACKITRechnung je Kundenkonto um den 5.Cost Dashboard je Projekt, VortagCost API je Projekt oder Konto; Invoice Exporter API; FOCUS 1.1 und 1.2 als CSV in einen BucketTag oder Monat im FOCUS-ReportNach FOCUS, Projekt in x_ProjectIdNach FOCUS, soweit belegtEUR
T Cloud PublicPDF je Tenant und MonatCSV mit täglicher Nutzung in MyWorkplaceKeine Abrechnungs-API dokumentiertTag je Ressource in der CSVIn der CSVTag Management Service, Kosten je Tag in den RechnungsbeilagenEUR
ExoscalePDF und JSON je Organisation und MonatUsage Details im Portal, stündlich aktualisiertGET /usage-report je Monat mit Mengen ohne Preise; Detailberichte je Ressource nur mit höherem SupportplanMonat je Produkt; je Ressource nur mit SupportplanNur in den DetailberichtenKeine in den KostendatenEUR, CHF oder USD
UpCloudRechnungen über Guthaben und Nutzung im KundenkontoControl PanelGET /1.3/price, GET /1.3/account, monatliche Abrechnungsübersicht je RessourceMonat je RessourceIn der AbrechnungsübersichtKeine in den KostendatenEUR, auch GBP, USD, SGD

Was ein Export in der Art des Cost and Usage Report liefert, beschreibt der AWS Cost and Usage Report: eine Zeile je Ressource, Nutzungsart und Stunde, mit Menge, Satz, Betrag, Konto, Region, Tags und der Zuordnung zu Rabatten. Dafür bräuchte ein europäischer Anbieter fünf Dinge, die die Tabelle einzeln prüft: eine stabile Ressourcenkennung in jeder Zeile, eine Zeit-Granularität von höchstens einem Tag, den Preis je Zeile oder eine Preisliste mit derselben Kennung, die Tags oder Labels der Ressource und eine maschinenlesbare Auslieferung ohne Klick im Portal. OVHcloud und STACKIT erfüllen mit ihren FOCUS-Exporten alle fünf, T Cloud Public vier mit der täglichen CSV, Scaleway vier mit der FinOps API, IONOS drei mit der täglichen Auslastung je Rechenzentrum, Exoscale und UpCloud zwei bis drei je nach Supportplan, Hetzner eines.

Die Abbildung auf FOCUS folgt daraus. Bei OVHcloud und STACKIT kommen die Spalten fertig, mit anbietereigenen Zusätzen wie x_ProjectId; bei den übrigen entstehen BilledCost und ServiceName aus der Rechnung oder der Nutzungsdatei, ResourceId nur dort, wo die Datei sie trägt, ChargePeriodStart und ChargePeriodEnd in Tages- oder Monatsgrenzen, ListUnitPrice aus der Preisliste oder dem Preisendpunkt, und Tags bleiben leer, wo die Kostendaten keine kennen. Welche Spalten verbindlich sind und was eine leere Spalte bedeutet, erklärt FOCUS-Spalten; die Währung steht bei allen acht in der Rechnungswährung des Kontos, bei Exoscale und UpCloud wahlweise, und ein Bericht in Euro über mehrere Anbieter braucht denselben Kurs für alle, wie EUR- und GBP-Reporting beschreibt.

Was es für Ihre Kosten bedeutet

Zwei Umwege schließen die Lücke, und beide haben Grenzen. Das Parsen der Rechnung oder der Rechnungs-CSV liefert Beträge je Position und Monat, verbindlich und vollständig, aber ohne Stunden, ohne Ressourcenkennung, wo die Position nur das Produkt nennt, und erst Tage nach Monatsende; es taugt für den Abschluss und für Trends je Produkt, nicht für die Zuordnung zu Teams und nicht für Alarme im laufenden Monat. Das Abfragen der Ressourcenliste über die API zu festen Zeitpunkten und das Bewerten mit der Preisliste, bei Hetzner über GET /pricing, bei UpCloud über GET /1.3/price, liefert eine Schätzung je Ressource und Stunde im laufenden Monat, mit Tags aus den Ressourcen selbst, aber ohne Rabatte, Gutscheine, Freimengen und Rundungen des Anbieters; es taugt für Zuordnung und Alarme, nicht für den Abschluss, und die Differenz zur Rechnung muss am Monatsende erklärt werden, wie Exporte mit der Rechnung abgleichen beschreibt. Wer beides kombiniert, hat die Form eines Nutzungsexports nachgebaut, mit dem Monatsabgleich als Pflicht.

Abschluss undTrends je ProduktZuordnung und Alarmeim laufenden MonatWofür sinddie Daten?Die Rechnung oder ihre CSVparsen: verbindlich undvollständig, je Positionund Monat, Tage nachMonatsendeDie Ressourcenliste abfragenund mit der Preislistebewerten: je Ressource undStunde, mit Tags, ohneRabatte, Freimengenund RundungenBeides zusammen baut dieForm eines Nutzungsexportsnach, mit dem Monatsabgleichgegen die Rechnungals Pflicht
Die Rechnung dient dem Abschluss, die bewertete Ressourcenliste der Zuordnung und den Alarmen, und wer beides kombiniert, schuldet den Monatsabgleich

Für die Kostenzuordnung heißt das: Bei Scaleway, OVHcloud und STACKIT ist das Projekt die natürliche Ebene, bei IONOS das Rechenzentrum, bei T Cloud Public der Tag, bei den übrigen die Ressource aus der API; eine Zuordnung nach Team braucht also eine Regel je Anbieter, wie Tags und Labels sie für die Hyperscaler beschreibt. Für den Vergleich über Anbieter hinweg bleibt FOCUS der kleinste gemeinsame Nenner, mit leeren Spalten, wo ein Anbieter nichts liefert.

Wo es schiefgeht

  • Die Rechnung kommt zu spät für den Abschluss. Symptom: der Monatsabschluss wartet auf Hetzner oder OVHcloud. Ursache: die Rechnung entsteht am 1. oder bis zu 28 Tage nach Monatsende; der laufende Monat kommt nur aus der Console oder der API.
  • Schätzung und Rechnung weichen ab. Symptom: die aus der Preisliste gerechneten Kosten übersteigen die Rechnung. Ursache: Monatsdeckel, Freimengen, Rabatte und Gutscheine fehlen in der Schätzung; Scaleway nennt die Abweichung zwischen FinOps API und Rechnung selbst.
  • Keine Ressourcenkennung. Symptom: eine Position lässt sich keinem Server zuordnen. Ursache: die Rechnung nennt das Produkt, nicht die Ressource; nur FOCUS-Exporte und Detailberichte tragen die Kennung.
  • Tags fehlen in den Kostendaten. Symptom: die Zuordnung nach Team scheitert. Ursache: nur T Cloud Public, OVHcloud und STACKIT tragen Tags oder Labels in Kostendaten; bei den anderen müssen sie aus der Ressourcen-API kommen.
  • Zwei Währungen in einem Bericht. Symptom: Summen über Anbieter hinweg stimmen nicht. Ursache: Exoscale rechnet in CHF, Hetzner-Projekte in USD; die Umrechnung braucht einen festen Kurs je Monat.
  • Der Export bricht ab. Symptom: keine neuen FOCUS-Dateien im Bucket. Ursache: bei STACKIT bricht ein gelöschtes Service-Konto den Plan unwiderruflich; bei OVHcloud lebt der Export von der API-Konfiguration.
  • Tagesdaten als Stundendaten gelesen. Symptom: eine Kostenspitze lässt sich keiner Stunde zuordnen. Ursache: die feinste Stufe ist bei den meisten Anbietern der Tag; die Stunde entsteht nur aus eigenem Polling.

Quellen

Gelesen am 2026-10-21. Hetzner Cloud API, Spezifikation und Abrechnungssystem, Scaleway FinOps API und Rechnung lesen, OVHcloud Export in einen Bucket und Abrechnung, IONOS Cost & Usage und Billing API, STACKIT FOCUS-Report und Kostendaten abrufen, T Cloud Public Leistungsbeschreibung (PDF), Exoscale Usage Reports, UpCloud API Preise und Konten.