Hetzner Cloud Preise bestehen aus einem Stundenpreis je Servertyp mit einem Monatsdeckel, einer Traffic-Freimenge je Server in Terabyte, Volumes und Snapshots je Gigabyte, Backups als Anteil des Serverpreises sowie eigenen Posten für Primary IPs, Floating IPs, Load Balancer und Object Storage. Auf der Rechnung dominieren fast immer die Server, die den ganzen Monat laufen und damit ihren Monatsdeckel zahlen; Datenverkehr erscheint erst, wenn die Freimenge von 20 TB je Server überschritten ist.
Preisdimensionen
Hetzner führt für jeden Servertyp einen Stundenpreis und einen Monatspreis. Abgerechnet wird das Minimum aus Stunden mal Stundenpreis und dem Monatspreis, Stunden werden aufgerundet, und ein Server wird berechnet, solange er existiert, auch ausgeschaltet. Die Typen teilen sich in geteilte vCPUs (CX mit Intel oder AMD, CPX mit AMD, CAX mit Ampere ARM) und dedizierte vCPUs (CCX); die Preise auf den Produktseiten gelten je Standortgruppe, für Europa Falkenstein, Nürnberg und Helsinki.
| Dimension | Einheit | Was sie treibt | Optional |
|---|---|---|---|
| Server | Stunde je Typ, gedeckelt beim Monatspreis, Standortgruppe | Typ (vCPU, RAM, NVMe-Disk), Laufzeit bis zur Löschung | Nein |
| Primary IPv4 | 0,50 EUR je Monat, eigene Position | Jede fertig angelegte Primary IPv4, auch ohne Server; IPv6 kostenlos | Ja, Server auch nur mit IPv6 |
| Ausgehender Traffic | TB je Monat über die Freimenge, in 100-MB-Blöcken | 20 TB je Server in Europa inklusive (CCX bis 60 TB), 1,00 EUR je weiterem TB; eingehend und intern frei | Nur über der Freimenge |
| Volumes | GB je Monat, stündlich berechnet und gedeckelt | 10 GB bis 10 TB je Volume, bis zu 16 je Server | Ja |
| Snapshots | GB je Monat, nach komprimierter Größe, anteilig | Größe der Serverdisk nach Kompression, Lebensdauer bis zum Löschen | Ja |
| Backups | 20 Prozent des Serverpreises je Monat | Aktivierung je Server, sieben Slots, täglich | Ja |
| Floating IPs | 3,00 EUR je Monat (IPv4), 1,00 EUR (IPv6), anteilig | Jede reservierte Adresse | Ja |
| Load Balancer | Stunde je Typ, gedeckelt beim Monatspreis | LB11, LB21, LB31 nach Diensten und Zielen, 20 TB inklusive in Europa | Ja |
| Object Storage | Grundpreis je Konto, stündlich gedeckelt, plus TB-Stunden und TB Egress | 6,49 EUR je Monat mit 1 TB Speicher und 1 TB Egress, darüber 0,0087 EUR je TB-Stunde und 1,00 EUR je TB | Ja |
| Dedizierte Server | Monatspreis je Server über Robot, nicht stündlich | Serverauktion ab 67,70 EUR je Monat am Lesetag | Ja |
Die Deckelung ist die Eigenheit, die jede Rechnung prägt. Ein CX23 kostet 0,0096 EUR je Stunde und höchstens 5,99 EUR im Monat; nach 624 Stunden ist der Deckel erreicht, die restlichen Stunden eines Monats kosten nichts mehr. Wer Server für Stunden oder Tage anlegt, zahlt die Stunden; wer sie stehen lässt, den Monatspreis. Die Produktseiten zeigen die Monatspreise „inkl. IPv4", die Dokumentation führt die Primary IPv4 mit 0,50 EUR je Monat als eigene Rechnungsposition, die auch für eine Adresse anfällt, die keinem Server zugewiesen ist.
Traffic ist im Serverpreis enthalten: 20 TB ausgehend je Monat je Server an den europäischen Standorten für die CX-, CPX- und CAX-Typen, bei den dedizierten CCX-Typen 20 bis 60 TB je nach Größe. Nur ausgehender Verkehr zählt; eingehender und interner Verkehr, auch zu dedizierten Hetzner-Servern derselben Netzwerkzone, ist frei. Über der Freimenge berechnet Hetzner 1,00 EUR je TB in Europa, abgerechnet in Blöcken von 100 MB; an den US-Standorten liegt die Freimenge bei 1 bis 8 TB, in Singapur bei 0,5 bis 8 TB mit 7,40 EUR je weiterem TB. Was dieses Modell von gemessenem Egress unterscheidet, erklärt Inklusivtraffic und Pauschalpreismodelle.
Volumes kosten je GB und Monat, werden stündlich berechnet und ebenfalls gedeckelt; Snapshots zahlen nach der komprimierten Größe, ein Snapshot einer 40-GB-Disk also 40 GB oder weniger, anteilig für den Teil des Monats, in dem er existiert. Backups sind eine Pauschale von 20 Prozent des Serverpreises für sieben tägliche Slots; bei einem Server für 3,29 EUR im Monat sind das 0,658 EUR. Die Preise je GB für Volumes und Snapshots stehen im Konfigurator der Cloud-Seite und in der Cloud Console, nicht in der Dokumentation.
Object Storage wird je Konto berechnet, nicht je Bucket: ein Grundpreis von 6,49 EUR je Monat, stündlich mit 0,0104 EUR berechnet und gedeckelt, enthält bis zu 744 TB-Stunden Speicher und 1 TB Egress in einem Monat mit 31 Tagen; darüber kosten Speicher 0,0087 EUR je TB-Stunde und Egress 1,00 EUR je TB, Anfragen sind kostenlos, und berechnet wird jede Stunde, in der mindestens ein Bucket existiert. Dedizierte Server bestellt man über die Robot-Oberfläche zum Monatspreis; sie folgen anderen Regeln als die Cloud und sind hier nur insofern von Belang, als interner Verkehr zu ihnen frei ist.
Rechnungen, Exporte und APIs
Hetzner rechnet nach Nutzung ab: eine Rechnung je Monat je Kundenkonto, an einem individuellen Rechnungsdatum, das seit dem 2026-10-01 je Kunde gesetzt ist und sich in der Kontoverwaltung ablesen lässt. Beträge unter 10 EUR werden gesammelt und erst nach drei Monaten abgerechnet. Die PDF-Rechnung fasst nach Produktkategorie und Oberfläche zusammen (Hetzner Console für die Cloud, Robot für dedizierte Server, konsoleH für Webhosting) und listet die Positionen; einzelne Verbrauchswerte stehen nicht in der PDF, sondern in einer gesonderten Verbrauchsaufstellung, die sich im Browser öffnen oder als CSV herunterladen lässt, erreichbar über den QR-Code und den Link auf der Rechnung oder über Rechnungen und Übersicht in der Kontoverwaltung. Die Cloud Console zeigt die Nutzung nur für den laufenden Monat; der Vormonat erscheint erst mit seiner Rechnung, die bis zu 28 Tage nach Monatsende entstehen kann.
Primary IPs und Server erscheinen als getrennte Positionen; eine Rechnung mit zwei Primary IPv4 und einem Server trägt also drei Zeilen. Projekte in der Cloud Console tragen jeweils ihre eigene Währung, EUR oder USD, und ein Server, der von einem EUR-Projekt in ein USD-Projekt wechselt, wird ab dem Wechsel in Dollar berechnet. Umsatzsteuer kommt auf Nettopreise nach dem Land des Kontos; die Preisseite hat dafür einen Länderwähler, und wie Reverse Charge auf Cloud-Rechnungen wirkt, steht unter Umsatzsteuer und Reverse Charge. Gezahlt wird per SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte; Jahresrechnungen gibt es nicht.
Die Cloud API hat einen Preis-Endpunkt, GET /pricing, der alle Preise der Plattform liefert, netto und brutto, in der Währung und mit dem Umsatzsteuersatz des Projektinhabers, je Standort als Stunden- und Monatspreis für Servertypen, Load-Balancer-Typen, Volumes, Images, Backups, Primary und Floating IPs und Traffic. Einen Nutzungs- oder Rechnungsendpunkt hat die Cloud API nicht; die 152 Pfade der Spezifikation am Lesetag enthalten neben den Preisen nur Metriken je Server und Load Balancer. Kostendaten je Ressource und Stunde entstehen also aus der Rechnungs-CSV je Monat, aus der Ressourcenliste der API und aus dem Preisendpunkt, nicht aus einem Nutzungsexport des Anbieters; was das für die Erfassung bedeutet, steht unter Kostendaten europäischer Anbieter erfassen.
Stellhebel
Konfiguration
Der Servertyp ist der größte Hebel, weil der Preis mit vCPU und RAM wächst und die dedizierten CCX-Typen ein Mehrfaches der geteilten kosten; Rightsizing heißt hier, zwischen CX, CPX, CAX und CCX und innerhalb der Reihe zu wählen. Löschen statt ausschalten beendet die Abrechnung, denn ein ausgeschalteter Server zahlt weiter; ein Snapshot und das spätere Neuanlegen sind oft günstiger als ein stehender Server, wie die Abrechnungs-FAQ selbst vorrechnet. Nicht zugewiesene Primary und Floating IPs sowie Volumes ohne Server sind klassische Leerlaufkosten und gehören gelöscht; Leerlauf und verwaiste Ressourcen beschreibt die Suche.
Kaufoption
Hetzner bietet für die Cloud keine Reservierungen, Savings Plans oder Volumenrabatte; der Monatsdeckel ist das Commitment, und ein Server, der den ganzen Monat läuft, zahlt ihn. Die Entscheidung ist deshalb die zwischen stündlichem Betrieb für kurze Lasten und dem Deckel für dauerhafte, und zwischen Cloud und dedizierten Servern mit Monatspreis für Lasten, die groß und stabil genug sind.
Architektur
Die Traffic-Freimenge je Server macht viele kleine Server bei viel ausgehendem Verkehr günstiger als wenige große, weil jeder Server 20 TB mitbringt; umgekehrt ist das Object Storage mit 1 TB Egress im Grundpreis der falsche Ort für Auslieferungen im Terabyte-Bereich, wenn ein Server den Verkehr tragen kann. Ein Load Balancer bringt eigene 20 TB mit. Interner Verkehr über private Netze ist frei, also lohnt es, Dienste innerhalb einer Netzwerkzone über das private Netz statt über öffentliche IPs zu verbinden; die Mechanik dahinter erklärt Datentransfer und Egress.
Wo es schiefgeht
- Der Server ist aus, die Rechnung läuft. Symptom: ein ausgeschalteter Server steht weiter mit dem Monatspreis auf der Rechnung. Ursache: Hetzner berechnet jeden Server bis zur Löschung, unabhängig vom Zustand; nur Löschen, gegebenenfalls nach einem Snapshot, beendet die Position.
- Eine Stunde für wenige Minuten. Symptom: ein kurz angelegter Testserver kostet eine volle Stunde. Ursache: Hetzner rundet die Stunden auf; viele kurzlebige Server summieren sich.
- IP-Adressen ohne Server. Symptom: Positionen für Primary IPv4 übersteigen die Zahl der Server. Ursache: jede fertig angelegte Primary IPv4 wird berechnet, auch ohne Zuweisung; eine Floating IP ebenso.
- Traffic über der Freimenge. Symptom: eine Traffic-Position in Terabyte neben einem einzelnen Server. Ursache: ein Server mit viel Egress hat seine 20 TB überschritten; die Freimenge gilt je Server, nicht je Konto, und wird nicht zwischen Servern geteilt.
- Object Storage ohne Daten. Symptom: 6,49 EUR je Monat für ein Konto ohne nennenswerten Speicher. Ursache: der Grundpreis fällt in jeder Stunde an, in der ein Bucket existiert, auch leer.
- Zwei Währungen in einem Konto. Symptom: Projekte desselben Kontos erscheinen in EUR und USD. Ursache: die Währung ist eine Eigenschaft des Projekts; ein verschobener Server wechselt die Währung.
- Die Nutzung des Vormonats fehlt. Symptom: die Console zeigt nur den laufenden Monat. Ursache: der Vormonat kommt mit der Rechnung, bis zu 28 Tage später; die Verbrauchs-CSV ist die Quelle für den Monatsabschluss.
Beispiel
Listenpreise für die europäischen Standorte Falkenstein, Nürnberg und Helsinki, EUR ohne Umsatzsteuer, gelesen am 2026-10-21: ein CX23 (2 vCPU, 4 GB, 40 GB NVMe, 20 TB Traffic) kostet 0,0096 EUR je Stunde und höchstens 5,99 EUR je Monat; ein CPX32 (4 vCPU, 8 GB, 160 GB) 0,0577 EUR je Stunde und 35,99 EUR je Monat; ein CCX23 mit 4 dedizierten vCPU und 16 GB 0,1386 EUR je Stunde und 86,49 EUR je Monat mit 20 TB. Ein Load Balancer LB11 kostet 7,49 EUR je Monat, Object Storage 6,49 EUR Grundpreis, ein zusätzliches TB Traffic 1,00 EUR, eine Primary IPv4 0,50 EUR und eine Floating IPv4 3,00 EUR je Monat. Die Zahlen zeigen, dass ein CX23 nach 5,99 geteilt durch 0,0096, also 624 Stunden, seinen Deckel erreicht und die übrigen 120 Stunden eines Monats mit 31 Tagen frei sind, dass ein voller Monat CCX23 fast das Fünfzehnfache eines CX23 kostet, und dass 20 TB Egress, die bei einem gemessenen Modell eine eigene Position wären, hier im Serverpreis stecken.
Quellen
Gelesen am 2026-10-21. Preise: Cloud Cost-Optimized, Cloud Regular Performance, Cloud General Purpose, Load Balancer, Object Storage, IP-Preise. Abrechnung: Cloud Billing FAQ, Abrechnungssystem bei Hetzner, Cloud API, Spezifikation mit dem Endpunkt GET /pricing. Dienst: Server-Übersicht, Volumes, Backups und Snapshots, Object Storage Übersicht.