OVHcloud Preise für die Public Cloud bestehen aus Instances je Sekunde oder je Monat, Object Storage je GiB-Stunde in mehreren Klassen, Block Storage je GB-Stunde nach Leistungsstufe, einer Steuerungsebene je Kubernetes-Cluster, dazu Floating IPs, Load Balancern und Gateways je Stunde; ausgehender Verkehr ist in Europa im Instance-Preis enthalten, und ein Savings Plan senkt den Instance-Preis gegen eine Zusage über ein bis 36 Monate. Auf der Rechnung dominieren die Instances, und zwar zum Stundenpreis, solange niemand den Monatspreis oder einen Savings Plan gewählt hat.

Preisdimensionen

Jedes Public-Cloud-Projekt erhält seine eigene Rechnung, und jede Ressource im Projekt gehört einer der Dimensionen unten. Die Preise der Instances stehen in Euro ohne Umsatzsteuer auf der deutschen Preisseite; der Monatswert daneben ist bei den Instances der dritten Generation nicht der Listenpreis, sondern der Preis mit einem Savings Plan über zwölf Monate, auf 730 Stunden gerechnet.

DimensionEinheitWas sie treibtOptional
Instances, stündlichSekunde ab dem Zustand ACTIVE, mindestens eine Minute, je Typ und RegionReihe (B3, C3, R3, D2 und ältere Generationen), Größe, Region; Windows-Lizenz je vCore und StundeNein
Instances, monatlichJeder angebrochene Monat voll, rund 50 Prozent unter dem StundenpreisUmstellung je Instance, jederzeit von stündlich auf monatlich, nie zurück; bei Gen 3 nur über Savings PlanJa
Savings PlanZusage über eine Anzahl Instances für 1, 6, 12, 24 oder 36 MonateB3, C3, R3 und Managed Rancher; automatische Zuordnung; Rest je Sekunde zum ListenpreisJa (Commitment-Strategie)
Block StorageGB je Stunde nach Leistungsstufe, Granularität 1 GB, angezeigt je GB und Monat auf 730 StundenGröße und Stufe; Snapshots und Backups je belegtem GBJa
Object StorageGiB je Stunde nach Klasse, Granularität 1 GiBStandard (Multi Zone), One Zone, Infrequent Access, Active Archive, Cold Archive mit Mindestspeicherdauern von 730, 2.190 und 4.380 StundenJa
VerkehrAusgehend im Instance-Preis enthalten außer Asien-Pazifik (1 TB je Projekt und Monat)Eingehend überall inklusive; Object-Storage-Egress und API-Aufrufe im SpeicherpreisNein
Managed KubernetesStunde je Cluster-SteuerungsebeneFree Tier kostenlos; Standard mit drei Verfügbarkeitszonen und 99,99 Prozent SLA je Clusterstunde; Nodes als InstancesJa
NetzwerkStunde je Floating IP, Public IP, Load Balancer, GatewayAnzahl und Größe; private Netze kostenlos; Instances außer in Local Zones mit einer IPv4Ja
Bare MetalMetal Instances je Stunde oder Monat im Projekt; dedizierte Server je Monat außerhalbModell und LaufzeitJa

Die Stundenabrechnung ist sekundengenau: Die Uhr läuft, sobald eine Instance den Zustand ACTIVE erreicht, die Bauzeit zählt nicht, und nach der ersten Minute wird jede Sekunde berechnet, nie auf die nächste Stunde aufgerundet. Eine gestoppte oder pausierte Instance zahlt weiter; eine stündliche Instance lässt sich „shelven", dann wird nur noch ihr Snapshot berechnet, und erst die Löschung beendet die Abrechnung. Der Monatspreis liegt bei etwa der Hälfte, dafür wird jeder angebrochene Monat ganz berechnet, auch wenn die Instance am dritten Tag gelöscht wird. Die Umstellung von stündlich auf monatlich geht jederzeit im Kundencenter, über die OpenStack- oder OVHcloud-API oder Terraform; zurück geht sie nicht. Bei den Instances der dritten Generation gibt es den Monatspreis nicht mehr als Option, sondern nur den Savings Plan.

stündlichmonatlichgestoppt oder pausiertgeshelvtgelöschtEine Instance ab demZustand ACTIVE; dieBauzeit zählt nichtAbrechnungsart?Sekundengenau nach derersten Minute, nie auf dienächste Stunde aufgerundetJeder angebrochene Monatganz, auch bei Löschung amdritten Tag; zurück zustündlich geht es nichtGestoppt, geshelvtoder gelöscht?Zahlt weiterNur noch der Snapshotwird berechnetDie Abrechnung endet
Stündliche Instances zahlen sekundengenau und auch gestoppt weiter, Shelven lässt nur den Snapshot übrig, und der Monatspreis berechnet jeden angebrochenen Monat ganz

Ein Savings Plan ist eine Zusage über eine Anzahl Instances eines Typs, nicht über einen Betrag: Das Kundencenter zeigt Auslastung (genutzte gegen gedeckte Ressourcen) und Abdeckung (gedeckte gegen verbrauchte), die Rechnung trägt eine Zeile für den Plan und daneben die Sekunden darüber hinaus zum Standardpreis, und Instances werden automatisch zugeordnet. Die Dokumentation rechnet 54 Prozent Ersparnis bei drei Jahren für 20 B3-16 und 35 Prozent bei einem Jahr für zehn B3-8 vor; die Preisseite wirbt mit bis zu 30 Prozent und zeigt für zwölf Monate 15 Prozent. Ein Plan lässt sich noch nicht ändern, und Local Zones sowie Regionen mit drei Verfügbarkeitszonen sind ausgenommen.

Object Storage wird nach belegtem Speicher in GiB-Stunden berechnet, angezeigt als GiB-Monat auf 730 Stunden; eingehender Verkehr, interner Verkehr, API-Aufrufe und öffentlicher Egress sind im Speicherpreis enthalten, was den Dienst von den gemessenen Modellen der Hyperscaler unterscheidet. Die kalten Klassen haben Mindestspeicherdauern, und ein Objekt, das vorher gelöscht oder umgeschichtet wird, zahlt die Differenz zum Stundenpreis der Klasse nach; wie Klassen und Lifecycle zusammenspielen, erklärt Speicherklassen und Lifecycle. Managed Kubernetes bepreist nur die Steuerungsebene: kostenlos im Free Tier, je Clusterstunde in der Standardstufe mit drei Verfügbarkeitszonen; Nodes sind Public-Cloud-Instances, auf die Savings Plans wirken, Volumes und Floating IPs werden einzeln berechnet, wie Container und Kubernetes für die Hyperscaler beschreibt. Bare Metal gibt es zweimal: als Metal Instances innerhalb des Public-Cloud-Projekts, die wie Instances je Stunde oder Monat auf derselben Rechnung stehen, und als dedizierte Server mit Monatspreis und eigener Rechnung außerhalb des Projekts.

Rechnungen, Exporte und APIs

Jedes Projekt hat seine eigene Rechnung, die alle im Monat berechneten Ressourcen zusammenfasst und am ersten Tag des Folgemonats entsteht; Savings Plans erscheinen als eine Zeile mit dem Gesamtbetrag, anteilig bei Beginn mitten im Monat, die gedeckten Instances werden nicht einzeln ausgewiesen. Das Kundencenter zeigt je Projekt die Nutzungshistorie und die laufende Nutzung, die stündlich aktualisiert wird, dazu eine Schätzung der nächsten Rechnung und Alarme, wenn die Hochrechnung eine Schwelle übersteigt. Wie die Rechnung Umsatzsteuer oder Reverse Charge ausweist, hängt vom Vertragspartner und vom Kunden ab; Umsatzsteuer und Reverse Charge erklärt die Regel.

Die OVHcloud-API liefert je Projekt die laufende Nutzung über GET /cloud/project/{serviceName}/usage/current und eine Hochrechnung über /usage/forecast; die Nutzung des Monats steht darin nach Ressourcentyp, nicht als stündliche Zeile je Ressource. Seit 2026 geht OVHcloud einen Schritt weiter als jeder andere Anbieter dieses Kapitels: Über POST /finops/bucketExport lässt sich ein Export der Abrechnungsdaten in einen beliebigen S3-kompatiblen Bucket einrichten, als CSV im Format FOCUS 1.3, einmal täglich zu einer gewählten Stunde oder stündlich, wobei jeder Lauf den laufenden Kalendermonat bis zu diesem Zeitpunkt abdeckt; die Anleitung dazu ist vom 2026-08-31 und nennt weder die Spaltenliste noch den Produktumfang, beides steht in der FOCUS-Spezifikation und im Export selbst. Was das für die Abbildung auf FOCUS-Spalten heißt und wo die anderen Anbieter stehen, zeigt Kostendaten europäischer Anbieter erfassen.

Stellhebel

Konfiguration

Die Wahl zwischen stündlich und monatlich ist der erste Hebel: Eine Instance, die den Monat durchläuft, kostet monatlich etwa die Hälfte, eine, die nach einer Woche gelöscht wird, stündlich weniger als monatlich, und die Umstellung ist eine Einbahnstraße. Shelven statt stoppen spart bei stündlichen Instances die Rechenzeit, denn Stoppen zahlt weiter; Zeitpläne und Auto-Scaling beschreibt die Muster. Rightsizing zwischen B3, C3 und R3 gilt wie überall, mit dem Unterschied, dass die Windows-Lizenz je vCore zählt.

nein: Tage odereine WochejaneinjaLäuft die Instanceden Monat durch?Stündlich, sekundengenau:weniger als der volle MonatDritte Generation?Der Monatspreis, etwa dieHälfte; die Umstellung isteine EinbahnstraßeEin Savings Plan: eine Zahlvon Instances eines Typsüber zwölf oder mehr Monate
Eine Instance, die den Monat durchläuft, nimmt den Monatspreis oder bei der dritten Generation einen Savings Plan; eine für Tage bleibt stündlich

Kaufoption

Der Savings Plan ersetzt bei Gen 3 den Monatspreis und lohnt für eine stabile Grundlast über zwölf oder mehr Monate; die Dokumentation nennt Ersparnisse von 35 bis 54 Prozent je nach Laufzeit und Menge. Weil die Zusage in Instances zählt, nicht in Euro, deckt ein Plan für zehn B3-8 keine B3-16; Abdeckung und Auslastung im Kundencenter zeigen, ob die Zusage passt, was Commitment-Abdeckung und -Auslastung erklärt.

Architektur

Inklusiver Egress macht OVHcloud für ausgehende Last anders als gemessene Anbieter: Verkehr aus Instances und Object Storage ist in Europa Teil des Preises, und Inklusivtraffic und Pauschalpreismodelle ordnet das ein. Kalte Object-Storage-Klassen lohnen nur mit Mindestspeicherdauer; wer Objekte früher löscht, zahlt nach. Der kostenlose Free Tier der Kubernetes-Steuerungsebene reicht für Cluster ohne SLA-Anspruch; die Standardstufe zahlt je Clusterstunde für drei Zonen.

Wo es schiefgeht

  • Monatlich gewählt, früh gelöscht. Symptom: eine am Monatsanfang gelöschte Instance steht mit dem vollen Monatspreis auf der Rechnung. Ursache: jeder angebrochene Monat wird voll berechnet; die Umstellung lässt sich nicht rückgängig machen.
  • Gestoppt, nicht gelöscht. Symptom: eine gestoppte Instance kostet weiter. Ursache: Stoppen und Pausieren beenden die Abrechnung nicht; Shelven reduziert sie auf den Snapshot, Löschen beendet sie.
  • Der Monatswert ist ein Plan-Preis. Symptom: die Rechnung einer stündlichen B3-Instance liegt weit über dem Monatswert der Preisseite. Ursache: der Monatswert ist der Preis mit zwölfmonatigem Savings Plan; ohne Plan gilt der Sekundenpreis.
  • Plan deckt den falschen Typ. Symptom: Instances laufen zum Listenpreis neben einem Savings Plan. Ursache: die Zusage zählt Instances eines Typs; B3-16 werden von einem Plan für B3-8 nicht gedeckt, Local Zones und 3-AZ-Regionen nie.
  • Frühe Löschung aus Cold Archive. Symptom: eine Nachberechnung beim Umschichten. Ursache: Mindestspeicherdauer von 4.380 Stunden; die Differenz wird zum Stundenpreis der Klasse berechnet.
  • Zwei Rechnungen je Monat. Symptom: mehrere Rechnungen desselben Kontos. Ursache: jedes Projekt bekommt seine eigene Rechnung; Projekte sind die Abrechnungseinheit.
  • Nutzung nach Typ, nicht nach Ressource. Symptom: die API-Nutzung lässt sich nicht einer Instance zuordnen. Ursache: usage/current fasst nach Ressourcentyp zusammen; die Zuordnung je Ressource kommt aus dem FOCUS-Export in den Bucket.

Beispiel

Listenpreise der deutschen Preisseite, EUR ohne Umsatzsteuer, gelesen am 2026-10-21: eine B3-8 (2 vCore, 8 GB, 500 Mbit/s) kostet 0,060928 EUR je Stunde, mit zwölfmonatigem Savings Plan 37,81 EUR je Monat; eine B3-16 (4 vCore, 16 GB) 0,121737 EUR je Stunde, mit Plan 75,54 EUR; eine B3-32 (8 vCore, 32 GB) 0,243474 EUR je Stunde, mit Plan 151,08 EUR; eine B2-30 der zweiten Generation mit 50 GB SSD 0,084371 EUR je Stunde oder 29,9523 EUR im Monat zum Monatspreis. Die Zahlen zeigen, dass eine B3-8 bei 730 Stunden zum Sekundenpreis 44,48 EUR kostet und mit Plan 37,81 EUR, also 15 Prozent weniger, wie die Preisseite für zwölf Monate angibt, dass die Reihe linear mit den vCores skaliert, und dass der ausgehende Verkehr in keiner dieser Zahlen als eigene Position auftaucht.

Quellen

Gelesen am 2026-10-21. Preise: Public Cloud Preise, deutsche Seite, Managed Kubernetes Service. Abrechnung: Public Cloud Abrechnung, Wechsel von stündlicher zu monatlicher Abrechnung, Savings Plans, Abrechnungsdaten in einen Bucket exportieren.