Die Kosten eines Kubernetes-Dev-Clusters bestehen zum größten Teil aus Posten, die keine Last brauchen: die Clustergebühr, das NAT-Gateway, der Load Balancer des Ingress, die Mindestzahl der Nodes im System-Pool und die Agenten darauf. Diese Fixkosten fallen je Cluster an, und wer je Umgebung einen Cluster betreibt, Dev, Staging, QA, Preview, multipliziert sie mit der Zahl der Umgebungen, bevor der erste Workload läuft. Diese Seite rechnet die Fixkosten eines Clusters zusammen, stellt Namespace je Umgebung gegen Cluster je Umgebung, beschreibt Scale-to-Zero und Zeitpläne für Umgebungen, die nachts niemand nutzt, Preview-Umgebungen je Pull Request, und was Parität mit der Produktion wirklich verlangt. Die Cloud-Kosten nicht-produktiver Umgebungen außerhalb des Clusters behandelt der Artikel nicht-produktive Cloud-Kosten.

So funktioniert es

Ein Cluster hat vier Fixposten. Die Gebühr für die Steuerungsebene, je Cluster und Stunde, bei allen drei Anbietern 0,10 USD in der Standardstufe, bei AKS im Tarif Free null und bei GKE einmal je Rechnungskonto gutgeschrieben (EKS, AKS und GKE im Vergleich). Das Netzwerk: ein NAT-Gateway je Cluster oder Zone, ein Load Balancer je Ingress, öffentliche Adressen (Services, Load Balancer und Egress). Die Mindestnodes: ein System-Pool, der nie auf null geht, weil CoreDNS, die Agenten und die Add-ons einen Platz brauchen, bei AKS verlangt, bei den anderen üblich. Und die Add-ons selbst, die Logging-, Monitoring- und Cost-Agenten je Node und die Controller je Cluster (gemeinsame Clusterkosten). Die Workloads der Umgebung kommen dazu, und erst sie unterscheiden Dev von Staging.

Zwei Modelle verteilen Umgebungen. Cluster je Umgebung trennt sie vollständig: eigene Steuerungsebene, eigenes Netzwerk, eigene Nodes, eigene Zugriffsrechte, eigene Upgrades, und alle vier Fixposten je Umgebung. Namespace je Umgebung legt sie in einen Cluster: Die Fixposten fallen einmal an, die Umgebungen teilen sich Nodes und können mit Resource Quotas, Network Policies und Pod Security Standards getrennt werden, aber nicht auf der Ebene der Steuerungsebene oder des Netzwerks. Dazwischen liegt ein Cluster je Umgebungsklasse: einer für alles Nicht-Produktive mit einem Namespace je Umgebung, einer für die Produktion.

ein Cluster jeUmgebungein Cluster jeUmgebungsklasseein Namespace jeUmgebungDie UmgebungenWie verteilt?Vollständige Trennung:eigene Steuerungsebene,Netz, Nodes, Rechte undUpgrades; alle vierFixposten je UmgebungEiner für alles Nicht-Produktive mit einemNamespace je Umgebung,einer für die ProduktionDie Fixposten einmal;geteilte Nodes; Trennungdurch Quotas, Netzwerk-richtlinien und Pod Security,nicht auf der Steuerungsebene
Ein Cluster je Umgebung zahlt die vier Fixposten jedes Mal, ein Namespace je Umgebung zahlt sie einmal, und ein Cluster je Umgebungsklasse liegt dazwischen

Nicht-produktive Umgebungen haben eine Nutzungszeit, die Produktion nicht hat. Ein Zeitplan skaliert die User-Pools abends auf null und morgens zurück, über die Mindestgröße des Pools oder einen CronJob; die Clustergebühr und der System-Pool laufen weiter. AKS kann einen ganzen Cluster stoppen, Steuerungsebene und Nodes, und den Zustand bis zu zwölf Monate halten, nicht bei Clustern mit Node Auto Provisioning. In GKE Autopilot und auf Fargate verschwinden Pods, die auf null skaliert sind, sofort von der Rechnung, weil es keine Nodes gibt (HPA, VPA, KEDA und die Rechnung). Preview-Umgebungen je Pull Request sind das Extrem: ein Namespace je Branch, angelegt vom CI, mit einer Lebensdauer, nach der ein Controller ihn löscht; ohne diese Frist sammeln sich Namespaces, deren Branch längst gemergt ist.

Parität mit der Produktion heißt dieselbe Kubernetes-Version, dieselben Add-ons, dieselben Manifeste und dieselbe Topologie, wo sie das Verhalten ändert; sie heißt nicht dieselbe Node-Zahl, dieselben Instanzgrößen, drei Zonen oder ein eigener Cluster. Ein Staging mit einer Replika auf kleinen Nodes prüft, ob die Software läuft; ein Lasttest braucht Produktionsgröße für Stunden, nicht für Monate.

AWS

Ein EKS-Cluster kostet die Gebühr, solange er existiert; Node-Gruppen lassen sich auf null skalieren, die Steuerungsebene nicht stoppen. NAT-Gateways werden je Stunde und Gigabyte berechnet, auch wenn kein Pod läuft.

Azure

AKS im Tarif Free nimmt Entwicklungs-Clustern die Gebühr, und ein Cluster lässt sich stoppen und später mit seinem Zustand starten.

Google Cloud

Ein zonaler oder Autopilot-Cluster je Rechnungskonto ist über die Gutschrift gebührenfrei; Autopilot berechnet nur die Pods, die laufen, und ein Autopilot-Cluster ohne Pods kostet nur die Gebühr.

Was es für Ihre Kosten bedeutet

Die Entscheidung ist die Zahl der Cluster, nicht die Zahl der Umgebungen. Jeder Cluster bringt seine Fixposten mit, und ein nicht-produktiver Cluster trägt sie für eine Umgebung, die nachts, am Wochenende und zwischen zwei Testläufen leer ist. Ein Cluster für alle nicht-produktiven Umgebungen mit einem Namespace je Umgebung teilt die Fixposten durch die Zahl der Umgebungen und lässt die Workloads einander die Nodes teilen; der Preis ist die geteilte Steuerungsebene, die ein Upgrade und einen Ausfall gemeinsam erlebt. Getrennte Cluster lohnen sich, wo Trennung der Zweck ist: ein Cluster zum Testen von Upgrades und Add-ons, ein Cluster mit anderen Zugriffsrechten, ein Cluster in einer anderen Region.

neinja: Upgrade-Tests,ein eigener MandantIst Trennungder Zweck?Ein Cluster für alle nicht produktivenUmgebungen, je ein Namespace: dieFixposten geteilt, die Nodes gemeinsamEin eigener Cluster, mitseinen FixpostenEin Zeitplan setzt die User-Pools zweiDrittel der Woche auf null: dieNode-Stunden ändern sichNur ein Cluster weniger ändertdie Fixposten
Die Zahl der Cluster ist die Entscheidung: ein Zeitplan ändert die Node-Stunden, nur ein Cluster weniger ändert die Fixposten

In den Abrechnungsdaten sind Umgebungen nur sichtbar, wenn der Cluster oder der Namespace einen Tag oder ein Label environment trägt, das bis in die Zuordnung reicht (Kosten je Kunde, Feature und Umgebung). Erst dann lässt sich die Zahl, die zählt, ausrechnen: der Anteil der nicht-produktiven Cluster an den Kubernetes-Kosten und der Anteil der Fixposten daran. Ein Zeitplan, der die User-Pools für zwei Drittel der Woche auf null setzt, ändert die Node-Stunden; die Fixposten ändert nur ein Cluster weniger.

Wo es schiefgeht

  • Ein Cluster je Entwickler. Symptom: Zwanzig Cluster, jeder mit Gebühr, NAT und System-Pool, jeder fast leer. Ursache: Umgebungen wurden als Cluster angelegt, weil der Namespace als zu wenig Trennung galt; die Fixposten laufen zwanzigfach.
  • Zeitplan ohne Wirkung. Symptom: Die User-Pools sind nachts auf null, die Rechnung sinkt kaum. Ursache: Clustergebühr, NAT, Load Balancer und System-Pool laufen weiter; sie waren der größere Teil.
  • Preview-Namespaces ohne Frist. Symptom: Der nicht-produktive Cluster hat hundert Namespaces und wächst. Ursache: Preview-Umgebungen werden je Pull Request angelegt, aber nie gelöscht; die Nodes bleiben.
  • Produktionsgröße in Staging. Symptom: Staging kostet so viel wie die Produktion. Ursache: Parität wurde als gleiche Node-Zahl und Instanzgröße verstanden statt als gleiche Version und Manifeste.
  • Umgebung ohne Label. Symptom: Die Kosten der nicht-produktiven Umgebungen lassen sich nicht beziffern. Ursache: Weder Cluster noch Namespaces tragen ein environment-Label; die Zuordnung kennt nur Nodes.
  • Gestoppter Cluster vergessen. Symptom: Ein AKS-Cluster lässt sich nach Monaten nicht mehr starten. Ursache: Der Zustand eines gestoppten Clusters wird zwölf Monate gehalten; danach ist er verloren.

Beispiel

Listenpreise, gelesen am 2026-10-21: Amazon EKS 0,10 USD je Cluster und Stunde; in Frankfurt (eu-central-1) NAT-Gateway 0,052 USD je Stunde ohne Verkehr, Application Load Balancer 0,027 USD je Stunde ohne Kapazitätseinheiten, m6i.large (2 vCPU, 8 GiB) 0,115 USD je Stunde On-Demand unter Linux.

Die Fixposten eines Clusters mit zwei m6i.large im System-Pool betragen im Monat mit 730 Stunden 73,00 (Gebühr) + 37,96 (NAT) + 19,71 (Load Balancer) + 167,90 (zwei Nodes) = 298,57 USD, vor jedem Workload. Vier Umgebungen als vier Cluster kosten 4 × 298,57 = 1.194,28 USD Fixposten im Monat; als vier Namespaces in einem Cluster 298,57 USD. Ein Zeitplan, der die User-Pools von Dev und Staging nur an Werktagen zwölf Stunden laufen lässt, senkt deren Node-Stunden auf 60 von 168 Wochenstunden, also 36 Prozent; zwei User-Pools aus je zwei m6i.large kosten dann 0,36 × 335,80 = 120,89 USD statt 335,80 USD, während die Fixposten der Cluster unverändert bleiben.

Quellen

Gelesen am 2026-10-21. Amazon EKS Preise, AWS Price List Bulk API, Angebote AmazonEC2, AWSELB und AmazonVPC, eu-central-1, Microsoft AKS-Cluster stoppen und starten und Tarife der AKS-Clusterverwaltung, Google Cloud GKE-Preise, Kubernetes Namespaces und Resource Quotas.