Committed Use Discounts (CUDs) sind die Rabatte, die Google Cloud für eine Zusage über ein oder drei Jahre gewährt: entweder auf eine Mindestmenge an Ressourcen in einer Region (ressourcenbasiert) oder auf einen Mindestbetrag je Stunde für berechtigte Dienste (ausgabenbasiert). Ein Committed Use Discount wird automatisch angewendet, und die Zusage wird für die ganze Laufzeit berechnet, ob die Nutzung anfällt oder nicht; kündigen lässt sie sich nicht. Für die Rechnung heißt das: CUDs senken den Preis der planbaren Grundlast, und ihr Wert hängt daran, dass die Nutzung die Zusage jede Stunde füllt. Dazu wechseln ausgabenbasierte CUDs derzeit von Gutschriften zu direkten Rabatten, was die Abrechnungsdaten verändert.
So funktioniert es
Ressourcenbasierte CUDs
Ressourcenbasierte CUDs gibt es nur für Compute Engine. Gekauft wird eine Menge an vCPUs, Arbeitsspeicher, GPUs, Local SSD oder Sole-Tenant-Nodes einer Maschinenserie in einer Region; Betriebssystemlizenzen sind eigene Zusagen. Der Rabatt gilt für die Summe dieser Ressourcen in der Region, unabhängig von VM-Größe und Maschinentyp. Gekauft wird in einem Projekt; mit CUD Sharing gilt die Zusage für alle Projekte desselben Cloud-Billing-Kontos, und für Konten, die ab dem 2026-06-16 angelegt wurden, ist Sharing standardmäßig aktiv. Die Zusage wird am Tag nach dem Kauf aktiv und monatlich berechnet. Der Plan, ein oder drei Jahre, bestimmt den Rabatt; die Laufzeit darf länger sein, beim Einjahresplan unter drei, beim Dreijahresplan unter sechs Jahren. Ressourcenbasierte Zusagen lassen sich automatisch verlängern, und nur sie lassen sich mit angehängten Reservierungen kaufen, die Kapazität zusichern.
Ausgabenbasierte CUDs
Ausgabenbasierte CUDs werden auf dem Cloud-Billing-Konto gekauft, dem Abrechnungskonto von Google Cloud, und gelten für berechtigte Nutzung in allen Projekten, die es bezahlt; über Abrechnungskonten hinweg lassen sie sich nicht teilen. Compute Flexible CUDs decken mit einer Stundenzusage Compute Engine, GKE und Cloud Run, unabhängig von Projekt, Region und Maschinentyp. Dienstspezifische Zusagen gelten für einen Dienst, etwa Cloud SQL, AlloyDB, Spanner, Bigtable oder BigQuery, je nach Dienst nur in der gekauften Region (Cloud SQL) oder in allen Regionen des Abrechnungskontos (AlloyDB, Spanner, Bigtable); sie behandelt Reservierte Kapazität für Datenbanken und Dienste. Flexible Savings Plans messen die Zusage über ein monatliches statt ein stündliches Fenster.
Das neue Verbrauchsmodell
Stand 2026-10-16 schreibt Google, dass einige ausgabenbasierte CUDs automatisch auf ein neues Verbrauchsmodell migrieren, das Rabatte statt Gutschriften nutzt; den Termin zeigt ein Hinweis auf der Seite Billing Overview der Konsole. Die Seite zu ausgabenbasierten CUDs spricht zugleich davon, dass die Mehrheit bereits umgestellt sei. Laut ihrer Tabelle betrifft das unter anderem Compute Flexible CUDs, Cloud SQL, AlloyDB, BigQuery, Spanner, Bigtable, Memorystore und Dataflow; beim Gutschriftenmodell bleiben VMware Engine, NetApp Volumes, Backup and DR für VMware Engine und Backup for GKE. Ressourcenbasierte CUDs sind nicht betroffen.
| Merkmal | Neues Modell | Altes Modell |
|---|---|---|
| Zusage angegeben als | rabattierte Ausgaben je Stunde | On-Demand-Ausgaben je Stunde |
| Gedeckte Nutzung | direkt zum rabattierten Preis | zum Listenpreis, mit Gutschrift verrechnet |
| Gebühren-SKU | neue SKU zu 1 USD je Stunde | alte SKU zu niedrigerem Preis |
| Ersparnis in Berichten | netto | als Bruttobetrag der Gutschrift |
Reihenfolge der Anwendung
Die Rabattarten für Compute Engine schließen sich gegenseitig aus. Stündlich wendet Google zuerst ressourcenbasierte CUDs an, dann Compute Flexible CUDs auf den Rest; was übrig bleibt, zahlt On-Demand und kann noch Sustained Use Discounts erhalten. Unter den ausgabenbasierten Zusagen gehen dienstspezifische vor Compute Flexible und unter Compute Flexible Commitments ältere vor neueren; innerhalb einer Zusage kommt die Nutzung mit dem höchsten Rabatt zuerst, der Rest anteilig über Compute Engine, GKE und Cloud Run. Spot VMs und präemptive VMs sind von Compute Flexible CUDs ausgeschlossen.
Was es für Ihre Kosten bedeutet
Im Abrechnungsexport nach BigQuery erscheinen CUDs je nach Art verschieden:
| CUD-Art | Gedeckte Nutzung | credits.type |
|---|---|---|
| Ressourcenbasiert | On-Demand-Preis, mit Gutschrift verrechnet; daneben die Commitment-Gebühr | COMMITTED_USAGE_DISCOUNT |
| Ausgabenbasiert, altes Modell | Listenpreis, mit Gutschrift verrechnet; daneben die Commitment-Gebühr | COMMITTED_USAGE_DISCOUNT_DOLLAR_BASE |
| Ausgabenbasiert, neues Modell | rabattierter Preis mit eigenem consumption_model; die Gutschrift verrechnet die Gebühr | FEE_UTILIZATION_OFFSET |
Im neuen Modell steht die Zusage jede Stunde als Commitment Fee SKU im Export, und FEE_UTILIZATION_OFFSET hebt sie im Umfang der gedeckten Nutzung auf. Bei voller Auslastung ist die Gebühr netto null; ein Rest ist die ungenutzte Zusage. Nutzung über der Zusage trägt das Verbrauchsmodell Default und den On-Demand-Preis. Für Compute Flexible CUDs sind consumption_model.id = D97B-0795-975B (ein Jahr) und 70D7-D1AB-12A4 (drei Jahre) stabiler als die Beschreibung, die Google uneinheitlich als Compute Flexible CUD - 1 Year oder Compute Flexible CUDs - 1 Year schreibt. Im Standardexport sind diese Felder ab dem 2025-07-15 gefüllt. Wie der Export eingerichtet wird, zeigt Google-Cloud-Abrechnungsexport für Kostenberichte einrichten.
CUDs werden laufend berechnet, es gibt also keine Vorauszahlung, die als amortisierte Kosten zu verteilen wäre. Die Frage ist die Zuordnung: Gebühren und Gutschriften verteilt Google bei ressourcenbasierten CUDs proportional oder priorisiert auf Projekte, bei ausgabenbasierten nur proportional.
Der Bericht CUD analysis in der Konsole, sichtbar für Billing Account Administrator und Billing Account Viewer, hat zwei Tabs: CUD Coverage zeigt den gedeckten Anteil der berechtigten Ausgaben zu On-Demand-Preisen, CUD Utilization die Auslastung je Zusage oder Scope, täglich oder für 30 Tage stündlich. Der Bericht nutzt nur Kostendaten und berechnet für mehrere CUD-Arten zusammen keine Auslastung. Wie beide Werte zusammen gelesen werden, beschreibt Commitment-Abdeckung und Auslastung.
| Programm | Bindet | Gilt für | Ausstieg |
|---|---|---|---|
| Ressourcenbasierte CUD | Ressourcenmenge einer Serie in einer Region | Projekt oder, mit Sharing, Cloud-Billing-Konto | keiner |
| Compute Flexible CUD | Ausgaben je Stunde | Cloud-Billing-Konto, alle Regionen | keiner |
| AWS Reserved Instances | Instanzattribute in einer Region | Konto, Teilen in der Organisation | Verkauf, Tausch je nach Klasse |
| AWS Savings Plans | Ausgaben je Stunde | Konto, Teilen in der Organisation | Rückgabe nur in engen Grenzen |
| Azure-Reservierungen, Savings Plans | Attribute oder Ausgaben je Stunde | Ressourcengruppe bis Shared | Reservierungen in Grenzen, Pläne keiner |
Wo es schiefgeht
- Falsche Region. Symptom: Eine ressourcenbasierte Zusage bleibt ungenutzt, während dieselbe Serie in einer anderen Region On-Demand zahlt. Ursache: Ressourcenbasierte CUDs und einige dienstspezifische, etwa für Cloud SQL, gelten nur in der gekauften Region.
- Sharing aus. Symptom: Ungenutzte Zusage in einem Projekt, On-Demand-Nutzung derselben Serie in einem anderen. Ursache: CUD Sharing ist in älteren Cloud-Billing-Konten nicht immer aktiv.
- Dashboards auf altem Schema. Symptom: Nach der Migration scheinen Gutschriften zu fehlen und Gebühren gestiegen. Ursache: Das neue Modell berechnet die Nutzung zum rabattierten Preis und verrechnet die Gebühren-SKU zu 1 USD mit
FEE_UTILIZATION_OFFSET. - Zusage in On-Demand-Werten gedacht. Symptom: Eine neue ausgabenbasierte Zusage fällt größer aus als beabsichtigt und bleibt teilweise ungenutzt. Ursache: Im neuen Modell wird die Zusage in rabattierten Ausgaben angegeben, im alten in On-Demand-Ausgaben.
- Einjahreszusage für speicheroptimierte VMs. Symptom: Die Zusage wird verbraucht, die Nutzung kostet trotzdem den vollen Preis. Ursache: Für M1 bis M4 geben Compute Flexible CUDs nur mit drei Jahren Rabatt; ihre Ausgaben verbrauchen die Zusage ohne Rabatt.
Beispiel
Die Preisseite für General-Purpose-VMs zeigte am 2026-10-16 für eine n2-standard-2 (2 vCPU, 8 GiB) in Frankfurt (europe-west3):
| Preismodell | Preis je Stunde |
|---|---|
| Default (On-Demand) | 0,125124 USD |
| Compute Flexible CUD, 1 Jahr | 0,09008928 USD |
| Compute Flexible CUD, 3 Jahre | 0,06756696 USD |
| Compute Resource CUD, 1 Jahr | 0,078752 USD |
| Compute Resource CUD, 3 Jahre | 0,056246 USD |
Die Compute-Flexible-Preise entsprechen genau dem Default-Preis abzüglich der für N2 dokumentierten 28 % und 46 %.
Quellen
Gelesen am 2026-10-16. Google Committed use discounts, Committed use discounts (CUDs) for Compute Engine, Resource-based committed use discounts, Spend-based committed use discounts, Spend-based committed use discounts: purchase and cancellation, Structure of Standard data export, Analyze the effectiveness of your CUDs, General Purpose VM pricing.