Cloud-Speicher kostet je nach Speichertyp nach anderen Einheiten: Blockspeicher nach bereitgestellter Größe je GB und Monat, ob beschrieben oder nicht, Objektspeicher nach gespeicherten GB, Anfragen und Abrufen, Dateispeicher nach bereitgestellter oder genutzter Kapazität und, je nach Modell, nach Leistung. Kapazität, Leistung, Anfragen und Transfer sind deshalb getrennte Posten mit eigenen Preisen, und welcher davon wächst, hängt vom Typ und vom Zugriffsmuster ab, nicht von der Datenmenge allein.

So funktioniert es

Blockspeicher

Ein Datenträger wird mit fester Größe bereitgestellt und je GB und Monat berechnet, solange er existiert, auch wenn die Maschine gestoppt ist oder er an keiner hängt. Bei manchen Typen kommen bereitgestellte IOPS und bereitgestellter Durchsatz hinzu.

Amazon EBS rechnet Speicher, IOPS und Durchsatz sekundengenau ab, mit 60 Sekunden Minimum. gp3 enthält 3.000 IOPS und 125 MB/s, mehr kostet je IOPS-Monat und je MB/s-Monat; bei gp2, st1 und sc1 ist I/O im Preis je GB enthalten; io2 berechnet bereitgestellte IOPS in Stufen je Volume (bis 32.000, bis 64.000, darüber). Azure berechnet Managed Disks vom Typ Premium SSD, Standard SSD und Standard HDD nach fester Größenstufe je Monat (P10, E10 und S10 haben je 128 GiB), Standard SSD und Standard HDD zusätzlich je 10.000 Transaktionen bis zu einer Obergrenze je Stunde. Premium SSD v2 und Ultra Disk berechnen Kapazität, IOPS und Durchsatz getrennt; Premium SSD v2 enthält 3.000 IOPS und 125 MB/s, Ultra Disk wird auf die nächste Größenstufe aufgerundet. Bei Google Cloud kostet Persistent Disk (Standard, Balanced, SSD) je bereitgestelltem GiB mit enthaltenem I/O, Extreme Persistent Disk zusätzlich je bereitgestellter IOPS; Hyperdisk berechnet Kapazität plus bereitgestellte IOPS oder Durchsatz, bei Hyperdisk Balanced über eine Grundlast von 3.000 IOPS und 140 MB/s hinaus. Regionale Datenträger haben eigene SKUs.

Objektspeicher

Objektspeicher berechnet gespeicherte GB je Monat nach Speicherklasse und Redundanz, Anfragen nach Art und Abrufe aus kälteren Klassen. Amazon S3 staffelt S3 Standard in Mengenstufen (erste 50 TB, nächste 450 TB, über 500 TB) und berechnet Anfragen in Gruppen: PUT, COPY, POST und LIST je 1.000 teurer als GET, SELECT und alle anderen; DELETE ist frei, und auch das Durchsuchen eines Buckets in der Konsole erzeugt Anfragen. Azure Blob Storage berechnet je GB nach Zugriffsebene (Hot, Cool, Cold, Archive, dazu Premium) und Redundanz (LRS, ZRS, GRS, RA-GRS, GZRS, RA-GZRS) sowie Vorgänge je 10.000, getrennt nach Schreiben, Auflisten, Lesen und sonstigen; Schreiben in geo-redundante Konten kostet zusätzlich Transfer für die Replikation. Google Cloud Storage berechnet je GiB und Monat nach Klasse (Standard, Nearline, Coldline, Archive) und Standorttyp (Region, Dual-Region, Multi-Region) sowie Class-A- und Class-B-Vorgänge je 1.000; Dual- und Multi-Regionen kosten zusätzlich Replikation zwischen Regionen. Den Tausch zwischen den Klassen beschreibt Speicherklassen und Lebenszyklus.

Dateispeicher

Amazon EFS berechnet genutzten Speicher je Speicherklasse (EFS Standard, EFS Infrequent Access, EFS Archive) und Dateisystemtyp (Regional oder One Zone), dazu Lesen, Schreiben und Tiering: Mit Elastic Throughput zahlt man die übertragene Datenmenge, mit Provisioned Throughput die vorab gebuchte Leistung. Azure Files kennt drei Abrechnungsmodelle: provisioned v2 (Speicher, IOPS und Durchsatz getrennt bereitgestellt, für SSD und HDD, von Microsoft für neue Freigaben empfohlen), provisioned v1 (nur SSD, die Leistung folgt der Größe) und pay-as-you-go (nur HDD, genutzter Speicher, Transaktionen und Transfer in den Zugriffsebenen transaction optimized, hot und cool). Filestore berechnet je Servicestufe (Basic HDD, Basic SSD, Zonal, Regional, Enterprise, High Scale) die bereitgestellte Kapazität, nicht die genutzte; mit Custom Performance kommen eine Gebühr je Instanz und ein Preis je IOPS hinzu.

Was es für Ihre Kosten bedeutet

SpeichertypAWSAzureGoogle CloudAbgerechnet
BlockAmazon EBSManaged DisksPersistent Disk, Hyperdiskbereitgestellte GB, je nach Typ IOPS und Durchsatz, bei Azure Standard auch Transaktionen
ObjektAmazon S3Blob StorageCloud Storagegespeicherte GB nach Klasse und Redundanz, Anfragen nach Art, Abrufe
DateiAmazon EFSAzure FilesFilestorebereitgestellte oder genutzte GB, Durchsatz oder IOPS, Transaktionen

In den Abrechnungsdaten erscheinen Kapazität, Vorgänge und Transfer als getrennte Posten mit eigenem Usage Type, Meter oder eigener SKU; wie Nutzung, Preis und Posten zusammenhängen, beschreibt Nutzung, Preis und Posten. Ein Bericht nach Dienst zeigt daher nicht, ob ein Bucket durch Volumen oder durch Anfragen teuer ist; das zeigt erst die Aufteilung nach Usage Type, Meter oder SKU. Ausgehender Datentransfer gehört nicht zum Speicherpreis (Datentransfer und Egress), Snapshots und Sicherungen behandelt Backup und Disaster Recovery.

Zwei Eigenschaften des Mechanismus erzeugen Einsparungschancen. Block- und provisionierter Dateispeicher kosten nach Größe, nicht nach Belegung, und laufen weiter, solange sie existieren; verwaiste Datenträger behandelt Ungenutzte und verwaiste Ressourcen. Und Redundanz setzt den Preis je GB: Jede Stufe von lokal über zonal bis geo-redundant hat ihren eigenen Satz, wie das Beispiel zeigt.

Wo es schiefgeht

  • Datenträger größer als die Daten. Symptom: Die Blockspeicherkosten bleiben gleich, obwohl wenig Daten darauf liegen. Ursache: Berechnet wird die bereitgestellte Größe, bei Azure die Größenstufe, nicht die Belegung.
  • Leistung über der Grundlast vergessen. Symptom: Ein Posten für IOPS oder Durchsatz bei gp3, Premium SSD v2 oder Hyperdisk läuft weiter, nachdem die Last vorbei ist. Ursache: Bereitgestellte IOPS und bereitgestellter Durchsatz kosten je Monat, ob sie genutzt werden oder nicht.
  • Viele kleine Objekte. Symptom: Die Anfrageposten eines Buckets übersteigen seinen Speicherposten. Ursache: Anfragen kosten je 1.000 oder 10.000 unabhängig von der Objektgröße, und bei S3 kosten PUT, COPY, POST und LIST mehr als GET.
  • Redundanz aus der Vorlage. Symptom: Der Preis je GB liegt über dem erwarteten Listenpreis. Ursache: GRS, GZRS, Dual-Region oder Multi-Region wurden ungeprüft übernommen, und jede Stufe hat ihren eigenen Preis je GB.
  • Transaktionen auf Standard-Datenträgern. Symptom: Ein Azure-Datenträger kostet mehr als seine Größenstufe. Ursache: Standard SSD und Standard HDD berechnen zusätzlich Transaktionen je 10.000 bis zu einer Obergrenze je Stunde.

Beispiel

Listenpreise, gelesen am 2026-10-16. Azure in Germany West Central, in EUR (von Microsoft aus USD umgerechnet): Blob Storage Hot für die ersten 50 TB 0,0173 EUR je GB und Monat mit LRS, 0,0198 EUR mit ZRS und 0,0345 EUR mit GRS; Schreibvorgänge im Hot-Tier 0,0476 EUR und Lesevorgänge 0,0038 EUR je 10.000; Premium SSD P10 19,08 EUR und Standard SSD E10 8,45 EUR je Monat mit LRS, Letztere plus 0,001760 EUR je 10.000 Transaktionen. Google Cloud in Frankfurt (europe-west3), in USD: Cloud Storage Standard 0,023 USD je GiB und Monat, in Buckets einer Region mit flachem Namespace Class-A-Vorgänge 0,005 USD und Class-B-Vorgänge 0,0004 USD je 1.000; Balanced Persistent Disk 0,12 USD je GiB und Monat, regional 0,24 USD; Hyperdisk Balanced 0,094 USD je GiB und Monat plus 0,006 USD je IOPS und Monat und 0,047 USD je MB/s und Monat über der Grundlast.

Quellen

Gelesen am 2026-10-16. Amazon EBS Preise, Amazon S3 Preise, Amazon EFS Preise, Azure Managed Disks Preise, Azure Blob Storage Preise, Azure Files Preise, Compute Engine: Preise für Datenträger und Images, Cloud Storage Preise, Filestore Preise.